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Einblicke in das Alltagsleben gefiederter Gäste

Viele Tausend gefiederte Gäste machen jedes Jahr im Herbst Station im Wattenmeer.

Viele Tausend gefiederte Gäste machen jedes Jahr im Herbst Station im Wattenmeer.
Foto: Nationalparkverwaltung

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Oldenburg (zb) – Als „Erfolgsmodell“ bezeichnet Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, die Zugvogeltage, die vom 11. bis 19. Oktober stattfinden. Im vergangenen Jahr interessierten sich über 10.000 Menschen für das umfangreiche Programm zu Fuß, per Fahrrad, mit dem Bus oder Schiff.

Auch bei der sechsten Auflage können die Besucher unter rund 270 Veranstaltungen auswählen und sich über viele Zugvogelarten informieren, die das Wattenmeer als lebensnotwendige Station anfliegen, um ihr Flugbenzin für ihre Weiterreise nach Afrika zu tanken. Wie das konkret funktioniert, können die Besucher hautnah mit Experten verfolgen. Sei es auf Wanderungen, Beobachtungstürmen oder auf Vorträgen mit beeindruckenden Bildern.

„Im vergangenen Jahr nutzten viele Einheimische und Touristen das Angebot und zeigten sich beeindruckt von dem Weltnaturerbe direkt vor unserer Haustür“, berichtet Peter Südbeck, der jedes Jahr erneut feststellt, dass vielen Leuten nicht klar war, wie bedeutsam das Wattenmeer und sein Schutz für das Zugvogelsystem sind. „Deshalb wollen wir die Menschen wissend machen, sonst können sie das Wattenmeer nicht schützen“, stellt er klar.

Viele Tausend gefiederte Gäste machen jedes Jahr im Herbst Station im Wattenmeer und lassen es sich dort schmecken. Sie sind zuvor viele Tausend Kilometer geflogen, um dann ein paar Wochen hier eine ausgiebige Rast einzulegen und ihr Gewicht zu verdoppeln. „Hier holen sie sich die Kondition, die sie brauchen, um Afrika zu erreichen“, erklärt Peter Südbeck. „Wer einmal die Zugvögel aus nächster Nähe und unter fachkundiger Leitung beobachtet und erlebt hat, ist fasziniert und kommt wieder“, erzählt er.

Die Zugvogeltage bieten Exkursionen, Vorträge, eine Ausstellung und Beobachtungstürme. Einer steht in Varel am Außentief (Hafenausfahrt) und wird von vielen Menschen aufgesucht. Von hier aus kann man besonders gute Einblicke in das Leben und Treiben der Zugvögel gewinnen und sich erklären lassen, wer da gerade frisst, ruht oder fliegt, wo die Vögel herkommen und wo sie den Winter verbringen werden.

Über Ergebnisse aus der Zugvogelforschung informieren Vorträge anschaulich und allgemeinverständlich. Die Besucher erfahren Zusammenhänge zwischen dem Wattenmeer und den Brut- und Überwinterungsgebieten oder auch ganz andere, oft überraschende Aspekte des internationalen Vogelzugs begleitet von eindrucksvollen Fotos.

Im vergangenen Jahr wurden über 200 Vogelarten im Wattenmeer registriert, allein 140 auf der Insel Borkum. Damit das so bleibt, muss das Terrain geschützt werden. „Die Vögel brauchen gute Bedingungen, damit sie uns besuchen. Das heißt, neben Schutz und Ruhe eine gute Nahrungsgrundlage“, erklärt Südbeck. All das können die Besucher in 270 Veranstaltungen erfahren, die zwischen Cuxhaven und der niederländischen Grenze am Dollart angeboten werden. „Es gibt Programme für die ganze Familie, aber auch reine Kinder- und Erwachsenenangebote.

Das vollständige Programm der Zugvogeltage ist unter www.zugvogeltage.de zu finden.

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