Oldenburg

Kramermarkt: Umzug bei Idealwetter

Graf Anton Günther führte den Kramermarktsumzug an.

„Graf Anton Günther“ führte den Umzug an.
Foto: Anja Michaeli

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Oldenburg (am) – Traditionell ziehen am Kramermarktssamstag zahlreiche Vereine, Institutionen, Clubs und andere Teilnehmer_innen vom Staatstheater bis zum Festgelände. Heute nahmen 118 Spielmannzüge, Themenwagen und Gruppen an dem bunten Treiben teil. Mehr als 100.000 Menschen schauten ihnen bei gutem Wetter zu. Beim Start kam es zu einem Unfall.

In vier Zügen machen sich die Wagen und Fußgruppen auf den Weg zum Festgelände. Sie sammelten sich in diesem Jahr an den Aufstellorten Roonstraße, Herbartstraße, Wienstraße, Wunderburgstraße und Ottostraße. Als es losging, kam es an der Ecke Schützenhofstraße / Bremer Straße zu einem Unfall. Ein Teilnehmer des Wagens Nummer 30 der BBFO Börtebootfreunde Oldenburg soll – laut Aussagen von Passanten – von dem Börteboot in der Kurve auf die Straße gefallen sein. Rettungswagen und Polizei waren vor Ort.

An der Ecke Schützenhofstraße / Bremer Straße kam es während des Kramermarktsumzugs zu einem Unfall.

„An der Ecke Schützenhofstraße / Bremer Straße kam es zu einem Unfall.
Foto: Werner Ulferts

Der Umzug endet am Festgelände. Vorher zieht er noch an der Ehrentribüne an der Straßburger Straße vorbei. Dort saßen die geladenen Gäste aus der Politik, Verwaltung, Wirtschaft und anderen Institutionen. Darunter erstmals nicht die Vertreter der Oldenburger Bürgervereine, das hatte im Vorfeld zur Verärgerung und Nachfragen der Politik geführt.

Bevor die Kamelle flogen, spielte das Sinfonische Blasorchester Oldenburg. Der Umzug wird traditionell von „Graf Anton Günther“ (Ingo Bekaan) auf seinem Pferd „Kranich“, der den Markt 1608 als Michaelis-Markt ins Leben gerufen hat, angeführt. Oberbürgermeister Gerd Schwandner und Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler folgten mit den Ehrengästen Kevin Davis, Leader of the Council von Kingston upon Thames, und Bruce McDonald, Chief Executive von Kingston upon Thames, in der Oldenburg Kutsche. Im Anschluss fand – wie üblich – das Eisbeinessen mit humorvollen Reden in den Weser Ems-Hallen statt.

Horst Hullmann, der wieder mit Humor den Umzug moderierte, wurde von Michael Hempen mit lobenden Worten und einem riesigen Lebkuchenherz geehrt.

Horst Hullmann (links), der wieder mit Humor den Umzug moderierte, wurde von Michael Hempen mit lobenden Worten und einem riesigen Lebkuchenherz geehrt.
Foto: Anja Michaeli

Zum kurzen Schlagabtausch kam es zwischen Michael Hempen, Vorsitzender des Oldenburger Schaustellerverbandes und Vizepräsident des Deutschen Schaustellerbundes, und Weser-Ems Hallen-Chef Jan-Axel Wartemann. Hempen ärgerte sich über die Parkplatzsituation am Festgelände. „Alleine 260 Parkplätze werden von den Schaustellern belegt“, rief Wartemann quer durch den Saal. Der Schausteller konterte: „Wir können schließlich nicht mit dem Flugzeug kommen“. Außerdem ginge es ihm um die fünf Euro Parkgebühr, die die Besucher_innen des Kramermarktes zahlen müssten.

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