Politik

Streit zwischen DGB-Jugend und AfD

Oldenburg (am) Nach einer Veranstaltung der Gewerkschaftsjugend zum Thema „Keine Alternative für Deutschland: Die AfD, ihr Potential und was wir dagegen tun sollten!“, die im Rahmen der Antirassistischen Wochen Ende April in Oldenburg stattfanden, liegt der AfD-Kreisvorstand Oldenburg-Ammerland mit der DGB-Jugend im Streit.

Per E-Mail habe der Kreisvorstand der Partei Alternative für Deutschland (AfD) Oldenburg-Ammerland der DGB-Jugend vorgeworfen, während der Veranstaltung am 28. April dazu aufgerufen zu haben „Wahlplakate der AfD zu zerstören“ und „Wahlhelfer zu bedrohen und anzugreifen“, teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Oldenburg-Ostfriesland mit. Die Veranstaltung ging der Frage nach, ob die AfD als rechtspopulistische Partei einzustufen sei und welche Methoden und Inhalte sie vertrete. Vertreterinnen und Vertreter der Partei selbst seien laut DGB nicht erschienen. Dorothee Jürgensen, Regionsgeschäftsführerin des Deutschen Gewerkschaftsbundes, betonte, dass es keinesfalls zu den vorgeworfenen Aufrufen gekommen sei. „Das ist nicht unser Stil, das wurde mit keinem Wort erwähnt“.

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„Der DGB lässt sich von solch polemischen Attacken nicht einschüchtern und unterstützt das Engagement unserer jungen Kolleginnen und Kollegen gegen rechtspopulistisches Gedankengut. Wir haben den Eindruck, die Oldenburger AfD hat ein Problem mit inhaltlichen Debatten und arbeitet lieber mit unsachlichen Angriffen und primitiven Vorverurteilungen“, sagte Dorothee Jürgensen zu den Vorfällen.

Man habe den Staatschutz eingeschaltet, teilt der AfD-Kreisvorstandsvorsitzende Dr. Hans Hermann Schreier auf Nachfrage der OOZ mit. Durch die Verquickung der Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ mit dem Workshop zum Thema AfD in einer Oldenburger Zeitung würde die AfD in die Nähe von Rechtsradikalen gestellt und ihr Rassismus unterstellt. „Wir wehren uns gegen die Anfänge, uns in die rechte Ecke zu stellen. Das kann einen Nährboden für Gewalt erzeugen“, so Schreier. Dies sei unfair und undemokratisch, wenn das die Absicht gewesen wäre.

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