ZF-Standorte in Hannover, Langenhagen, Jeversen und Gronau bis 2030 gesichert
Nach sieben Monaten Verhandlungen haben Betriebsrat, IG Metall und Arbeitgeber bei ZF eine Einigung erzielt. Das teilte die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit.
Unterzeichnet wurde ein Eckpunktepapier zur Verlängerung des Zielbilds bis 2030, das für die vier Standorte Hannover, Langenhagen, Jeversen und Gronau bis Ende 2030 eine verbindliche Perspektive vorsieht.
Der Einigung war eine monatelange Auseinandersetzung vorausgegangen. Nach Abschluss der Verhandlungen war der Prozess zunächst zwei Monate durch den Vorstand blockiert.
Erst Ende August kam es in Gesprächen zu einer Annäherung. Der Vorstand rückte von Forderungen ab, die Betriebsrat und IG Metall als nicht akzeptabel zurückgewiesen hatten.
Das Eckpunktepapier verbindet Standortsicherheit mit Zusagen für Beschäftigung, Produkte und Investitionen. Vorgesehen ist die Sicherung des Verbundstandortes Hannover, Langenhagen, Jeversen und Gronau bis zum 31. Dezember 2030. Kernkompetenzen, Produktneuanläufe und Produktlinien werden festgeschrieben, um Auslastung, Weiterentwicklung und Investitionen abzusichern.
Für Hannover bleibt die Rolle als Leitfabrik im ZF-Konzern für Brems- und Fahrzeugregelsystem-Produkte bestehen.
Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2028 ausgeschlossen. Nach einem Prüfschritt im Sommer 2028 soll dieser Ausschluss bis Ende 2030 verlängert werden.
Die Leiharbeit wird auf 36 Monate begrenzt; eine anschließende Befristung ist ausgeschlossen. Arbeitnehmer in Leiharbeit erhalten nach 36 Monaten eine unbefristete Perspektive.
Auszubildende und Dualstudenten sollen unbefristet übernommen werden. Die Zahl der Arbeitszeitverkürzungstage sinkt von 12,5 auf 12 Tage pro Jahr.
Das Transformationskonto im Umfang einer Arbeitswoche wird fortgeführt; bei geringerer Auslastung kann der Arbeitgeber darüber verfügen.
Jens Schäfer, Betriebsratsvorsitzender von ZF Hannover, nannte die Vereinbarung einen großen Erfolg für die Belegschaft. Carsten Schulz, Betriebsratsvorsitzender von ZF Gronau, sagte, die Verlängerung des Zielbildes gebe den Kollegen auch am kleineren Standort Gronau Sicherheit in rauen Zeiten.
Susanne Heyn, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Hannover, erklärte, die Geschlossenheit der Belegschaft und die Unterstützung der IG Metall hätten Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen gebracht. Mit der Unterzeichnung des Eckpunktepapiers ist der Prozess noch nicht abgeschlossen; in den kommenden Wochen sollen die Eckpunkte in ein vollständiges Zielbild 2030 überführt werden.
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