Oldenburg tritt WHO-Netzwerk altersfreundlicher Städte bei

Oldenburg ist jetzt Teil des WHO-Netzwerks altersfreundlicher Städte und Gemeinden. Die Aufnahme wurde bei der Veranstaltung „Altersgerechtes Oldenburg“ im Stadtmuseum gefeiert.
Foto: Sascha Stüber
Oldenburg ist in das globale Netzwerk altersfreundlicher Städte und Gemeinden der Weltgesundheitsorganisation WHO aufgenommen worden. Die Urkunde wurde am 1. Oktober bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Stadt und Carl von Ossietzky Universität im Stadtmuseum übergeben. Oldenburg ist nach Angaben der Stadt die erste Kommune in Niedersachsen und bundesweit die elfte im Netzwerk.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nahm die Beitrittsurkunde von Ina Voelcker entgegen, die bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen für Internationale Altenpolitik zuständig ist. Vertreter/innen der WHO schickten eine Video-Grußbotschaft.
„Die Aufnahme in das WHO-Netzwerk als erste Stadt in Niedersachsen und elfte bundesweit ist eine bedeutende Anerkennung für das bisherige Engagement aller Akteure und zugleich ein Auftrag für die gesamte Stadtgesellschaft, für die Zukunft bei diesem Thema nicht lockerzulassen“, hieß es bei der Veranstaltung.
Neben der Aufnahme in das Netzwerk standen aktuelle Forschungsergebnisse und die Vorbereitung eines neuen Forums für ein altersgerechtes Oldenburg im Mittelpunkt. Rund 50 Bürger/innen sowie Vertreter/innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wohlfahrtspflege und Wirtschaft nahmen teil.
Forschung zu unterschiedlichen Lebenssituationen
Die Abteilung Präventions- und Rehabilitationsforschung der Universität Oldenburg stellte erste Zwischenergebnisse ihres Projekts „Altersfreundliches Oldenburg“ vor. Entstanden sind ein Forschungsbericht zur Altersfreundlichkeit in der Stadt, die Broschüre „Altersfreundliches Oldenburg – Ideen für ein gutes Älterwerden in unserer Stadt“ sowie ein Leitfaden zum Einsatz sogenannter Personas.
Diese fiktiven, auf Daten beruhenden Personen sollen unterschiedliche Lebenslagen älterer Menschen abbilden. Gemeinsam mit Bürger/innen wurden zunächst Charaktere wie Martha, Sabine oder Klaus entwickelt. Sie sollen künftig weiter ausdifferenziert werden.
„Diese Platzhalter können uns zukünftig helfen, in Planungs- und Beteiligungsprozessen Perspektiven älterer, vulnerabler und weniger sichtbarer Gruppen gezielt einzubeziehen“, sagte Sozialdezernent Jan Bembennek.
Neues Forum soll Beteiligung verstetigen
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorbereitung des „Forums altersgerechtes Oldenburg“. Grundlage dafür ist die 2025 vom Rat beschlossene Agenda „Selbstbestimmt und mittendrin!“, mit der die Stadt Maßnahmen für eine altersgerechtere Entwicklung festgelegt hat.
Das Forum soll dauerhaft Möglichkeiten für Austausch und Mitarbeit schaffen. Vorgesehen ist eine Verzahnung mit der verwaltungsinternen Begleitgruppe „Altersgerechtes Oldenburg“ und der Seniorenvertretung. In vier Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden unter anderem mit Aufgaben, Zusammensetzung und Arbeitsweise des Forums.
Die Ergebnisse sollen Anfang des kommenden Jahres im Sozialausschuss vorgestellt werden. Zu diesem Zeitpunkt soll auch die neu gewählte Seniorenvertretung ihre Arbeit aufgenommen haben.
„Der Weg zur altersgerechten Stadt ist ein Marathon“, sagte Susanne Jungkunz von der Stadt Oldenburg. Der Beitritt zum WHO-Netzwerk sei dabei ein zusätzlicher Impuls. Besonders die Bereitschaft der Teilnehmenden, sich in das geplante Beteiligungsformat einzubringen, wertete sie als Unterstützung für die weitere Arbeit von Seniorenvertretung, Verwaltung und Politik.
Weitere Informationen
- Informationen über die Agenda 2025 der Stadt Oldenburg gibt es auf der städtischen Website.
- Die Universität Oldenburg informiert unter www.uol.de.
- Mehr über die Aufnahme Oldenburgs in das WHO-Netzwerk altersfreundlicher Städte und Gemeinden steht unter extranet.who.int.
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