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Japz: Kleinkunst auf dem Straßenpflaster

Victor Renner ist einer von zwölf Künstlern, der am Samstag beim Kleinkunstfestival mit dabei ist.

Victor Renner ist einer von zwölf Künstlern, der am Samstag beim Kleinkunstfestival mit dabei ist.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (zb) Sieben Stunden Jonglage, Akrobatik, Pantomime und Zauberei pur gibt es am kommenden Samstag, 24. Mai, zwischen 11 und 18 Uhr in der Haarenstraße und auf dem Julius-Mosen-Platz in Oldenburg zu sehen.

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Die dortige Straßengemeinschaft lädt erstmals zum Kleinkunstfestival „Japz“ in ihre Straße ein. Zwölf Kleinkunst- und Walkactkünstler aus Deutschland und den Niederlanden sind zu Gast, um den Besuchern ihre Kunst zu zeigen und gleichzeitig um den Jury- und Publikumspreis zu wetteifern. „Japz steht für Jonglage, Akrobatik, Pantomime und Zauberei und soll – wenn es dem Publikum gefällt – künftig jedes Jahr stattfinden“, kündigt Eva Müller-Meinhardt von der Haarenstraßengemeinschaft an.

Die Künstler brauchen nur ein paar Utensilien und vor allem die Besucher, gehen sozusagen auf Tuchfühlung mit ihnen. So wie Victor Renner, der vorab erste Kostproben seines Könnens gab und alle Anwesenden mit seiner Zauberkunst verblüffte. Blitzschnell zauberte er drei rote Schaumstoffbälle hervor, legte sie in die Hände von Mitorganisatorin Evelyn Precht und ließ sie dort auf unerklärliche Weise wieder verschwinden, zauberte Geldmünzen aus Jacken und Blusen und pflückte Spielkarten aus einer Hecke.

Das Kleinkunstfestival ist genau das, was Victor mag. Keine große Bühne, direkt am Publikum dran und nichts als staunende Augen. Die Bühne ist die Haarenstraße mit dem sich anschließenden Julius-Mosen-Platz. Dort wird am Anfang und am Ende der Straße ein großer Bühnenvorhang hängen. Und überall stehen sie, die Artisten auf sechs Beinen mit ihrem frechen Spektakel, Seiltänzer, Clowns oder ein Schmetterlingsfänger.

Temporeicher Slapstick und verträumte Poesie sind ebenso dabei wie Jonglage mit Händen und Füßen. Hula-Hoop-Künstler lassen zahlreiche Reifen um ihre Körper kreisen und laden ebenso zum Staunen ein wie die beiden Künstler auf dem Julius-Mosen-Platz, wo sich alles um einen magischen Mantel dreht, in den gleich zwei Künstler in luftiger Höhe steigen wollen. Ein aufregend akrobatisches Spiel mit viel Humor.

Die Besucher haben die Qual der Wahl wenn es um die Abstimmung des Publikumspreises geht. Wahlzettel werden verteilt. Um 17.30 Uhr findet die Preisverleihung im Stadtgarten an der Haarenstraße statt. Da wird sich zeigen, wer die beste, lustigste und kreativste Straßenshow aufs Pflaster gelegt hat.

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