Oldenburg führt Tempo 30 auf Hauptstraßen ein

Für die Bremer Straße gilt auf der gesamten Länge ab 15. Dezember: Tempo 30.
Foto: Christian Kruse
Oldenburg (am/pm/ki) Auf mehreren Hauptverkehrsstraßen in Oldenburg gilt ab Montag, 15. Dezember, Tempo 30. Die Stadt setzt damit eine Maßnahme aus dem fortgeschriebenen Lärmaktionsplan um. Ziel ist es, die Belastung durch Verkehrslärm zu verringern, die Luftqualität zu verbessern und die Sicherheit zu erhöhen.
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Grundlage ist ein Ratsbeschluss vom 30. September. Die neuen Regelungen treten direkt nach dem Fahrplanwechsel der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) am Sonntag, 14. Dezember, in Kraft.
Betroffene Straßenabschnitte
Tempo 30 gilt auf ausgewählten Abschnitten von neun Hauptstraßen. Die längsten davon sind die Donnerschweer Straße (1.667 Meter), die Nadorster Straße (1.124 Meter) und die Alexanderstraße (993 Meter). Auf der Bremer Straße und dem Damm gilt die neue Regelung auf dem kompletten Verlauf. Laut Stadtverwaltung liegen die zusätzlichen Fahrtzeiten zwischen 11 und 50 Sekunden.
Wo Tempo 30 gilt – die betroffenen Abschnitte im Überblick:
- Nadorster Straße: 1.124 Meter zwischen Gertrudenfriedhof und Hochheider Weg
- Hauptstraße: 931 Meter zwischen Marktplatz Eversten und Edewechter Landstraße/Eichenstraße
- Hundsmühler Straße: 579 Meter zwischen Hauptstraße und Hausbäker Weg
- Cloppenburger Straße: 827 Meter zwischen Autobahnanschlussstelle Oldenburg-Kreyenbrück und Bremer Straße
- Bremer Straße: Gesamter Verlauf (624 Meter)
- Ofener Straße: 410 Meter zwischen Zeughausstraße und Knotenpunkt Prinzessinweg
- Alexanderstraße: 993 Meter zwischen Gertrudenfriedhof und Melkbrink/Lambertistraße
- Donnerschweer Straße: 1.667 Meter zwischen Karlstraße und Ammergaustraße
- Damm: Gesamter Verlauf (377 Meter)
Maßnahmen im öffentlichen Verkehr
Die VWG passt Busfahrpläne und Linienführungen an. Für etwa die Hälfte der Linien werden Fahrzeiten verlängert. Drei Linien müssen neu verknüpft werden, da sie sonst nicht mehr fahrbar wären. Der Einsatz von vier zusätzlichen Bussen und zusätzlichem Fahrpersonal ist erforderlich.
Zur Sicherstellung eines reibungslosen Verkehrsflusses wurden zudem 15 Ampelanlagen angepasst. Eine Anlage an der Kreuzung Hundsmühler Straße/Hauptstraße folgt voraussichtlich 2026. Rund 150 neue Verkehrsschilder wurden aufgestellt und werden am 15. Dezember enthüllt.
Wirkung und Ausblick
Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h soll die Lärmbelastung um bis zu drei Dezibel verringern. Auch die Luftqualität soll sich verbessern, unter anderem im Hinblick auf verschärfte EU-Richtlinien ab 2030. Zudem soll die Verkehrssicherheit steigen. Sollte die Maßnahme erfolgreich sein, ist eine Ausweitung frühestens ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 möglich.
Weitere Informationen sind unter www.oldenburg.de/laermaktionsplan zu finden.





54 Kommentare
Ich wohne an einer Vorrangstrasse und bin nicht gefragt worden. Hier gilt weiterhin Stau, Lärm und Abgase. Nach welchen Kriterien wurden diese Metergenauen Beschränkungen beschlossen? Ein fragliches Konzept, vor allem, weil in der s.g. eingehängten Verkehrsberuhigung mit 30 kmh in Nebenstrassen solche Geschwindigkeitsbeschränken ziemlich viele Zeitgeister nicht die Bohne interessieren.
Endlich fallen weitere blaue Radweg-Schilder!
Das ist dann eine Einladung zum schnell fahren am Ende der Geschwindigkeits Begrenzung und ein fressen für die Blitzanhänger der Stadt Oldenburg.
Ich fahre schon lange nicht mehr nach Oldenburg zum Einkaufen, auch nicht zum Wochenmarkt den ich geliebt habe. Der links-rot-grüne Stadtrat soll so weitermachen bis die Stadt tot ist und weitere Gewerbetreibende wegziehen. Ach ja, Gewerbe-und Grundsteuer können links-rot-grün erheblich anheben weil das Wasser bis zum Hals steht. Vielen Dank, im Ammerland ist es schöner.
Als ob irgendein Händler im Ammerland mehr anbieten würde. Eher nicht – oder? Ich kenne jedenfalls niemanden, der nicht auch mal „in die Stadt“ fahren würde. 😉
Für Kurzstrecken bis ca. 20km nehme ich grundsätzlich das Rad, es sei denn die Wetterverhältnisse erlauben es nicht. Das war aber zuletzt im Winter 1978/79 der Fall…
…es soll ja tatsächlich Menschen geben die auf den PKW ( ja es gibt sogar E PKW !) angewiesen sind,
aber so etwas ist der Insta Generation ja nicht zu erklären.
…und die können dann nicht dreißig fahren???
Ich schaffe mit dem Rad so 27 km/h, benutze die Fahrbahnen, aber mich zu überholen lohnt sich kaum, nur wenige tuns. Mit dem Auto gehts also tatsächlich kaum schneller als 30.
Suchen Sie sich bitte eine andere Stadt zum Hindurchrasen. Ich für meinen Teil freue mich, dass man nicht permanent durch ein einem vorbeirasende Blecheimer gefährdet wird und entspannter urch die Stadt radeln kann.
Totaler schwachsinn das ganze, aber seit jahren ist unsere Politiker nur vom Schwachsinn geleitet!
Morgens wenn alle zu arbeit fahren die Büsse die Ampeln, alles was schon stressig ist, dann zu feierabend omg wie lange soll man bitte warten bis man aus einem Parkplatz rauskommt, besonders nadorster starse ..nur noch Kopfschüttel modus, aber hei 2030 ist ja bald da, dann wirst du glücklich sein ohne Besitz🤣
Genau richtig. Wir kommen aus Edewecht und fahren auch nur noch nach Oldenburg wenn es unbedingt nötig ist. Man spürt einfach, dass die Verwaltung Besucher mit Auto nicht will (z.B. hohe Parkgebühren und immer weniger Parkplätze). Da passt jetzt die 30 km Regelung.
Das hat keinen sachlichen Grund sondern ist ideologisch motiviert.
Edewecht? Das ist ja nah dran und bequem per Rad zu erledigen. Aber Vorsicht: dabei kommt man mit frischer Luft in Berührung, das ist gefährlich!
Edewecht kennt doch sogar kmh 20 Straßenführungen? 😉
Gut, wenn sie mit ihrem SUV dortbleiben.
Wäre man konsequent würde man den gesamten Stadtbereich auf 30km/h begrenzen, mit Ausnahme der Stadtautobahnen. Gleichzeitig eine intensive Kontrolle, dass dieses Limit auch eingehalten wird. Für viele ist so eine Höchstgeschwindigkeit ja eher eine Mindestgeschwindigkeit, die tunlichst nicht unterschritten werden sollte. Speziell die Taxen tun sich da unrühmlich hervor, 70km/h tagsüber innerorts ist da eher der Standard. Nachts auch gerne mehr, ich erinnere mich da eine eine Heimfahrt aus Tweelbäke, wo wir mit ca. 130km/h über die Bahnübergänge geflogen sind. Der Fahrer hatte es wohl sehr eilig.
Nun ja man kann am Ende für alle Verkehrsteilnehmer Fehlverhalten feststellen. Da sind nicht nur Taxen zu schnell, Kleintransporterfahrer rücksichtslos und Lkw – Fahrer unaufmerksam sondern auch Radfahrer mit einer gewissen Kamikaze Mentalität unterwegs. Keiner ist hier ohne Fehler. Es würde besser werden, wennn man nicht soviel mit dem Finger auf andere zeigt, sondern das eigene Verhalten reflektiert.
Taxen sind aber extrem und gehäuft. An das viel zu dichte Überholtwerden habe ich mich ja schon gewöhnt, bei Bedarf klopfe ich mal sachte aufs Dach. Nein, bei 1,40m statt 1,50m sage ich noch nichts, aber wer meint, mit 20-30cm an mir vorbeirasen zu müssen sollte seinen Lappen dauerhaft abgeben. Und was sich Taxler so zusammenfahren lässt nicht nur manchmal die Frage aufkommen, ob nicht gerade sie auf den Führerschein angewiesen sind? Ich fahre seit einiger Zeit nur noch mit Dashcam (vorne & hinten), um im Bedarfsfall Beweismittel zu haben. Bei einigen ganz abgedrehten Zeitgenossen habe ich auch keinerlei Hemmungen, Strafanzeige zu erstatten.
Ich selbst fahre tatsächlich nebenbei Taxi. Der Firmenname und die Telefonnummer stehen groß am Auto. Unser Chef wäre vorsichtig ausgedrückt „not amused“ über ein aussagekräftiges Dashcam Video. Das hätte sicher Konsequenzen.
Ich fahre aber auch Rad und kann deshalb ihren Frust gut nachvollziehen.Ein Taxifahrer mit Erfahrung wird wissen, dass man mit Rasen genau keine Zeit spart. Ich finde es genau wie Sie traurig, dass einige wenige die ganze Beanche in Verruf bringen.
Nächste Schritt in Richtung 15 Minuten KZ. Alles nur Verschwörung,genau Wir sprechen uns in ein paar Jahren wieder.
Willkommen in der Vorgestern-Stadt
….demnächst viele vermietbare Objekte in der Stadt zu finden
Vorgestern heisst autozentriert und ohne Tempolimit. Autos kaufen aber nicht ein, die verstopfen eher durch sinnloses Herumstehen die Strassen, so dass man zu den Geschäften nicht mehr durchkommt.
Ich sehe es alle Jahre wieder zu den Adventssamstagen: man radelt fröhlich ächselnd an der stinkenden, lärmenden und vor allem stehenden Schlange vorbei, schlendert gemütlich durch die Stadt und kauft ein und merkt beim Zurückradeln dann, dass sich die Blecheimer doch tatsächlich ein paar Meter bewegt haben 😉
Erstens: freie Läden gibts seit „Corona“ zu Hauf.
Zweitens: genau das hat man bei der Einführung der Fußgängerzonen auch gesagt. Am Ende wars ein Erfolg für die Ladenbesitzer, erst ruiniert durch die immer gleichen Ketten.
Ein mutiges Projekt gegen den Willen der vielen schnell fahrenden Autofahrer. Kann ich nur unterstützen. Wer deshalb nicht mehr nach Oldenburg kommt und dann lieber im Ammerland einkauft….. darauf kann die Oldenburger Kaufmannschaft sicher verzichten.
In Großstädten wie Kopenhagen z.B. funktioniert das Ganze hervorragend.
Es gibt eben Leute, da ist bei Bruuummmmmm die Phantasie schon zu Ende. Schade.
Was und warum funktioniert es in Kopenhagen hervorragend? Glauben Sie tatsächlich, sie können Normierungen ohne strukturelle Ähnlichkeiten übertragen? Was in Kopenhagen gut funktioniert, ist das Verkehrskonzept, welches die Infrastruktur mitdenkt und mitplant. Das kann Deutschland scheinbar nicht.
Sehr geehrter Herr W. Lorenzen-Pranger,
ich würde mich freuen, wenn Sie Oldenburg künftig mit dem Lastenrad besuchten. Das ist gut für die Umwelt und für Ihre Gesundheit und macht riesig viel Spaß.
Liebe Grüße,
Jan Ostermann
Helsinki – im gesamten Stadtgebiet Tempo dreißig, KEIN einziger Verkehrstoter 2024 und 2025. Oldenburg siebenundneunzig Verkehrstote 2023, neuere Zahlen hab ich grad nicht.
Bruuummmmm!
Nur er? Ich mache das schon seit Jahren. Gut, nicht nur per Lastenrad – ich wähle je nach Bedarf das passende Rad aus. Nur für längere Strecken müssen öffentliche Verkehrsmittel her. Nur wenn es gar nicht anders geht kommt Cambio zum Zuge (natürlich elektrisch).
Ach, ich antworte doch noch mal direkt. Ich besuche die Stadt Oldenburg, ich bin „Zwischenahner“, seit ungefähr fünfzehn Jahren ausschließlich (!) mit dem Fahrrad. Ich bin inzwischen 78 Jahre alt und das Rad ist ein ganz wesentlicher Bestandteil meines Fitnessprogramms. Nach meiner ganz individuellen Erfahrung halte ich ein Fahrrad plus Anhänger für effektiver und flexibler als ein Lastenrad. (Bin ich ca. zehn Jahre gefahren). Wer nichts für seine physische Ertüchtigung tut, soll gefälligst seine Arzt-Rechnung auch selbst zahlen.
Es gibt mehrere Bastler, unter anderem ein Künstler namens Olsen aus Oldenburg, die Fahrräder mit der Grundfläche eines Golf z.B. konstruiert haben. Der Effekt ist verblüffend – wie seinerzeit bei den Demonstrationen der Landwirte auch. Eine vergleichsweise geringe Zahl der massiven Fahrzeuge können den gesamten Straßenverkehr zum Erliegen bringen. Einige Wenige auf ner Demo sind zwar durch den massiven Einsatz ihrer Maschinen sehr auffällig und effektiv, bleiben aber letztlich immer noch eine Minderheit. Genau wie ein Fahrrad mit einer absurd erweiterten Grundfläche eben etwas vortäuscht.
Es hat keinen Sinn, Fahrzeuge zu zählen – schon gar nicht wenn in jedem nur eine Person sitzt. Demokratie meint Personen, Menschen, nicht den in Anspruch genommenen Raum.
Es wird sich zeigen ob, oder wobei die Vorteile liegen.Die Dinge müssen versucht werden um gut bewertbar zu sein.Wenn es hilft den Rückstau auf der Stadtautobahn an den Abfahrten zu verhindern, bin ich sofort dafür.
Wenn das noch schlimmer wird, weil unten niemand mehr vorankommen, dann bitte nicht.
Es ist immer schwieriger, wenn das Auto benötigt wird, von A nach B zu kommen in Oldenburg.
Ich bin gespannt
Es ist unfassbar. Die Befürworter dieser Maßnahme bekommen es hin, dass noch mehr Chaos herrschen wird. Busse brauchen länger, es bilden sich noch mehr Staus.ALS Autofahrer wird man weg gedrückt und teilweise dermaßen wütend angeschaut. Für jede Strecke wird man noch länger benötigen. Aber egal. Die Autofahrer sind die bösen. Die Innenstadt blutete noch mehr aus. Die Elektroräder und Pedelec Fahrer fahren noch schneller. Alles egal. Hauptsache die achso bösen Autofahrer. Erhöhen sie dich parallel noch die Parkgebühren. Die Befürworter dieser völlig absurden Idee bekommen es hin, dass Oldenburg noch mehr aus blutet. Herzlichen Glückwunsch. Ihre Politik ist klasse! Weiter so.
> Die Elektroräder und Pedelec Fahrer fahren noch schneller.
Die dürfen so schnell fahren wie es die StVO zulässt, mit Unterstützung natürlich nur bis 25km/h. Je nach Fitness des Pedalisten sind aber auch 30, 35km/h drin. Alles machbar und erlaubt.
Wenn man ein Liegerad hat sind die 50km/h kein Problem, mit einem Velomobil muss man sogar aufpassen, dass man nicht geblitzt wird. Mit einem sehr gemütlichen Liegetrike (ohne Strom) sind 40km/h Dauergeschwindigkeit drin (für mich als völlig untrainierter Fast-Rentner), kurzfristig auch 50km/h. Mit dem Velomobil ist man ruck-zuck bei 60, 70km/h, trainierte Fahrer schaffen damit auch die 100km/h-Marke. Mit reiner Muskelkraft wohlgemerkt! Damit fährt man dann z.B. nach Rastede auf der Strasse, auf dem Radweg wäre man eine Gefährdung.
Ich kann ja die Ziele durchaus nachvollziehen, bezweifle aber, dass dieses Mittel sie erreichen wird. Die Stadt Oldenburg ist politisch autofeindliche, gleichzeitig ist ihre Infrastruktur nicht besonders freundlich gegenüber anderen Verkehrsmitteln. Die Ampelanlagen gerade an den Hauptstraßen sind nicht harmoniert, ich bezweifle ernsthaft, dass die Anpassung im Rahmen der Neueinführung der Geschwindigkeitsbegrenzung besser wird. Schon jetzt wartet man als Autofahrer an jeder Ampel, Standzeit bei laufendem Motor… Bei Tempo 30 werden die Schlangen nur noch länger werden und die Kreuzungen nur noch länger blockiert. Oldenburg hat keine guten Alternative zum Auto für die meisten Pendler sind die Hauptstraßen und die Stadtautobahn zentrale Stellschrauben der Infrastruktur. Die Infrastruktur kommt aus einer autozentrierten Zeit. Ein einfaches Tempolimit ist eine rein ideologische Handlungssimulation. Die Links-grüne Kernwählerschaft wird in ihrem Autofeinbild befriedigt, der Kostenaufwand ist relativ überschaubar, ändern wird sich nichts. Die rechts-konservstive Bubble bekommt ein einfaches Feinbild. Ständiges Warten und Anfahren wird weder gut für die Gesundheit oder Luft noch für die Sicherheit sein. Ich verspreche gereizte Autofahrer. Wenn man eine Verkehrswende will schafft man erst die Alternativen und dann verändert man die Attraktivität des Autos. Nein- Markus die paar Fahrradstraßen reichen nicht. Aber dafür müsste man ordentlich Geld in die Hand nehmen. Park and ride Plätze bauen… Bei den Niederländern, Wienern und Münsteranern anschauen… Aber wie gesagt das hier soll ja keine Lösung werden sondern ein politisches Theater…
Absoluter Sturm im Glas für ganz Schlaue. Die meisten Strassen sind eh voll mit Autos. Lagsam heisst nur, man hat mehr davon. Für Viele ist das auch schalten zwischen 1. und 2 Gang, also mehr Geräuch und Abgase. Oldenburg ist halt besonders schlau.
> Für Viele ist das auch schalten zwischen 1. und 2 Gang,
Warum sollte man das tun? 30 kann man gemütlich im 3. Gang fahren. Mit 50 im 3. ist es auf jeden Fall lauter…
By the way: was ist das für ein altertümliches Fahrzeug, welches noch eine Gangschaltung benötigt?
Vielen Dank für diesen letzten Kommentar. Genauso sieht die angemessene Reihenfolge aus. Plakative Kraftmeierei und idiologisches Politisieren wird die Aggressionsspirale weiter in die Höhe schrauben. Nötigung und Schikane haben noch nie Gutes hervorgebracht.
Glücklichweise bin ich in der komfortablen Lage mich nicht tagtäglich in diese Stadt bewegen zu müssen. Es lebe der Lieferdienst, Amazon und Co. Und die „grüne Wiese“ ist ja auch noch da. Ein Auto und ein Kunde weniger in der Stadt. Das ist doch schön ☺️
Tempo 30 ist eine gute Sache, wird aber den Spritverbrauch der Fahrzeuge um ein vielfaches erhöhen und damit die Umwelt noch mehr schädigen. Zudem wird es noch mehr Staus in der Stadt geben. Witzigerweise werden damit die E-Bikes und E-Roller die Autofahrer überholen und für zusätzliche Unfallgefahr sorgen! Aber so Wat? Was tut man nicht alles für 3 Dezibel Verkehrslärm!
Och, nicht schon wieder der Schwachsinn. Wenn man nicht so hoch beschleunigt steigt der Spritverbrauch? Oder ist das mal wieder dieser fusslahme „Vergleich“, statt 50 im 4. Gang jetzt 30 im 2. zu fahren statt im 3.?
Kopenhagen – autofeindlich? Den Haag – autofeindlich? Paris – autofeindlich? Houten – autofeindlich? Hamburg – autofeindlich? Soll ich weiter machen? 🙂
Solche hehren Bemühungen sind sicher sinnlos. Wenn die Hasskommentare gegen eine menschliche Demokratie und kluger (ökologischer) Weitsicht erst mal Fuss gefasst haben, gibt es kein Halten. Eine Erfahrung, die auch in der Online-Kommentarspalte der NWZ zu sehen ist. Bürgerfreundlichkeit, Vorsicht und Rücksicht auf Strassen-Anwohner einerseits und die anderen Verkehrsteilnehmer andererseits passen nicht in das egozentrische Weltbild von Autofetischisten. Das Auto ist eben für die Förderung von sozialer Interaktion ungeeignet, es sei denn, Aggressivität wird dazu gezählt. Ein „Wertebild“ der sozial Deformierten, leider gesellschaftsfähig, rede hier (in Oldenburg) keiner von einer woken Generation.
Waren Sie in letzter Zeit mal in Paris???
Der Verkehr ist kaum weniger geworden, jetzt kommen noch die dazu, die ewig rumfahren auf der Suche nach Parkplätzen. Es war ein schönes Chaos dueses Jahr…
Übrigens – dicke Menschen gelten den meisten Franzosen als bemitleidenswert krank…
Auf der Seite der Stadt Oldenburg findet man folgende einleitende Worte: Nach der Umgebungslärmrichtlinie der EU sind Städte wie Oldenburg VERPFLICHTET Lärmaktionspläne aufzustellen und fortzuführen.
Ich Wette, das der CO2 Ausstoß sich erhöhen wird. Aber hier wird die Stadt auch wieder Schummeln wie beim Flötenteich und Museum.
Wer weniger Sprit verbraucht erzeugt mehr Schadstoffausstoß? Wo haben sie rechnen gelernt?
Hasskommentare? Was heutzutage alles schon „Hass“ ist.. wilde Sache. Wo wird hier gegen die Demokratie geschossen?!?
Wir haben wohl nicht nur verlernt Infrastruktur und Normierungen zusammen zu denken sondern auch kantige Gegenreden zu tolerieren?! Aber moralische Abwertung ist äußerst modern.
Ganz simpel – Hasskommentare sind alles, was von der eigenen Meinung abweicht.
Na na, einige „Argumente“ hier sind immerhin so hahnebüchen, da könnte man schon auf solche ideen kommen…
Der deutsche Traum der „autogerechten Stadt“ war realistisch in der Zeit von ca. 1920 bis 1970. Einige Städte versuchten den Nachkriegswiederaufbau unter diesem Gesichtspunkt, dem Auto viel und immer mehr Platz und Raum zu geben. Diese Entwicklung wird heute als falsch angesehen. Die Stadt Oldenburg, die von Kriegsschäden weitgehend verschont blieb, löste das Problem in den 1960er Jahren mit einer weitgehender Fussgängerzone. Die Wut und Empörung der Händler und Autofahrer war auch seinerzeit erheblich. Heute sind die meisten froh über die Entscheidung. Anfang der 1970er Jahre wurde der Platz auf den Strassen knapper, neue Strassen verursachen mehr Verkehr, die Ölkrise, wachsender Lärm und immer mehr Luftverschmutzung führten zu Kritik und ersten Warnungen einer kommenden Klimakrise (z.B. Club of Rome). Die Städte werden immer stärker gezwungen, den ausufernden und krankmachenden Autoverkehr einzuschränken. In vielen Großstädten werden entsprechende Massnahmen getroffen, in Provinzstädten wie Oldenburg wird dies aufgrund „bürgerlichen“ Widerstandes, z. B. die Stadt aus dem Umland nicht mehr anzufahren, sehr zurückhaltend betrachtet. Die kreischenden Beleidigungen von Zurückgebliebenen kommen dennoch. Fehlende Einsicht mit trotzigen Reaktionen sind sicherlich nicht überzeugend, wenn es um eine lebenswerte Zukunft geht. Ein ewiggestriges Festhalten an eine überholte Entwicklung begründet unnötigen Zank und führt zu schlechten Kompromissen und allgemeinen Unmut.
> Die Stadt Oldenburg, die von Kriegsschäden weitgehend verschont blieb,
…wurde von den eigenen Bürgern immer weiter zerstört. Für das unselige Hallenbad musste ein komplettes Innenstadtviertel weichen. der Handelshof wich einem grauslig schrägen Betonklotz und und und.
Die Fläche zwischen Horst-Janssen- bzw. Stadtmuseum und dem Core (früher Hertie), auf der heute Autos rasen (und die Garage darunter zusammenzubrechen droht) waren wunderschöne Gärten.
Beim Schloss musste ein ganzer Flügel des Elisabeth-Anna-Palais weichen, damit die Blecheimer Platz hatten.
Von den ganzen unnötig gefällten Bäumen gar nicht erst zu reden…
Leider ist die Seite alt-oldenburg.de seit einiger Zeit nicht mehr erreichbar, dort gab es wunderschöne Ansichten aus Oldenburg und Umgebung.
Ich habe leider keinen Hinweis finden, warum alt-oldenburg nicht mehr erreichbar ist, sehr bedauerlich. Zu wertvoll!!
Aber, eine Folge der Fussgängerzone ist ein zu gross geratener Ring. Das war aber noch in den 1960er Jahren und Oldenburg schaute neugierig auf Städte wie Hannover als Vorbild. Ein Bebauungsplan zur Verbreiterung des Theaterwalls wurde dann aber später aufgrund massiver Bürgerproteste zurückgezogen. Heute scheint wieder die Einsicht getrübt, dass gegenseitige Rücksicht vor allem den Anwohnern gegenüber notwendig ist. Egozentrik ist wohl in. Übrigens, zum damaligen Hallenbad: mein Vater war seinerzeit im Stadtplanungsamt und meinte: „man stellt die Badewanne nicht in die gute Stube.“ Unumstritten war die Entscheidung nicht, der damalige Stadtbaurat Neidhardt hat sich dann durchgesetzt. Der Standort des derzeit geplanten Stadionneubaus ist mit seiner Innenstadtnähe ebenso falsch Mit einem Halbzeitwert mit Ansage. Oldenburg lernt wohl nicht aus Fehlern. Ach ja, ich habe noch im alten Hallenbad in der Huntestrasse geschwommen, vorzugsweise aber herum und hin und her zwischen der Damen- und Herrenabteilung des Huntefreibades, und die Kühe vom anderen Ufer schauten zu.
Noch was: der Handelshof war wohl stark abgesackt und baufällig und Sanierungen und alternative Nutzungen wie heute waren nicht üblich oder beliebt. Erst Leute wie Kurt Asche fingen an, den Wert alter Gebäude verstärkt darzustellen, u.a. bei den Oldenburger Hundehütten, die ja auch gerne abgerissen wurden. Ich habe übrigens einige Jahre im obersten Büro-Geschoss des „schrägen Betonklotz“ gearbeitet. Ein schöner Ausblick über Oldenburg.. Ansonsten ist es innenstadtnahes Wohnen. Die Architektur entsprang eben dem damaligen Zeitgeschmack. Bleibt wie immer Ansichtssache, aber es gibt durchaus schlechtere Architektur in dieser Stadt. Das Gebäude wurde aber auch in letzter Zeit stark verändert.