Oldenburg

Tipi-Projekt: Handarbeit trotz Corona-Krise

Gehäkelt und gestrickt: 1200 Quadrate ergeben als großes Ganzes ein Tipi.

Gehäkelt und gestrickt: 1200 Quadrate ergeben als großes Ganzes ein Tipi.
Foto: Ute Lennartz-Lembeck

Oldenburg (pm) Als Anfang März das Projekt „Ein Tipi für Oldenburg“ startete, befand sich die Stadt noch nicht im aktuellen Ausnahmezustand angesichts der Corona-Krise. Die gute Nachricht ist: An der Handarbeitsaktion „Tipi“ kann man sich auch von zu Hause aus beteiligen. Die Resonanz auf das Projekt ist groß – viele Menschen melden sich und fragen, wie sie trotz der Einschränkungen des öffentlichen Lebens am Projekt teilnehmen können.

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„Ein Tipi für Oldenburg“

„Jeder – egal, wie er gestrickt ist – gehört hinein ins Gesamtgefüge.“ Nach diesem Motto hat die Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck das Kunstprojekt „Das Tipi“ initiiert: Sie lädt Menschen ein, gemeinsam ein Strick-Tipi für den öffentlichen Raum zu erstellen. Hintergrund ist die Urban Knitting Bewegung, eine Form der Streetart, bei der der öffentliche Raum durch Stricken verändert wird. Bislang gibt es weltweit 35 solcher Strick-Tipis – von Kenia über Taiwan, New York, Brüssel, Berlin bis Aurich. Nun soll auch Oldenburg ein Tipi bekommen, das Interessierte mitgestalten können.

Wie geht das?

Für das Tipi-Projekt sind bereits Einzelteile eingegangen.

Für das Tipi-Projekt sind bereits Einzelteile eingegangen.
Foto: Stadt Oldenburg

Strick- und Häkelfans fertigen ein oder mehrere Quadrate in der Größe 15 x 15 Zentimeter. Es gibt keine Vorgaben für die Gestaltung. Wichtig ist nur, dass die Fäden vernäht werden und Acrylwolle verwendet wird. Ziel ist es, bis zu diesem Sommer 1200 Quadrate zusammen zu bekommen. Diese werden dann gemeinsam mit der Künstlerin zu einem Tipi verbunden. Sammelstellen für die Quadrate befinden sich im Kulturbüro der Stadt Oldenburg, Peterstraße 23, sowie im Stadtteiltreff und der Stadtteilbibliothek Kreyenbrück, Alter Postweg 1. Wer selbst weder stricken noch häkeln kann, hat die Möglichkeit, es in einer Gruppe zu erlernen. Gerne können Interessierte das Projekt auch mit einer Wollspende unterstützen.

Sammelstellen und Abgabe

Die beiden Sammelstellen im Kulturbüro, Peterstraße 23, und im Stadtteiltreff Kreyenbrück, Alter Postweg 1, sind bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Eine Abgabe in den Briefkästen an der Eingangstür ist von außen an beiden Sammelstellen jedoch ohne persönlichen Kontakt möglich. Auch der postalische Versand an das Kulturbüro der Stadt Oldenburg (Peterstraße 23, 26121 Oldenburg) ist weiterhin möglich und wird bereits genutzt. Das Kulturbüro ruft Interessierte dazu auf, angesichts der aktuellen Ladenschließungen vorhandene Wollreste aller Art zu verwenden.

Hintergrund

Das Projekt wird von der Kulturellen Bildung und Teilhabe im Kulturbüro gemeinsam mit dem Stadtteiltreff, der Stadtteilbibliothek sowie der IGS Kreyenbrück für das Farbenfroh Kulturfestival organisiert. Für den Sommer 2020 ist die Einweihung des Tipis als Vorlesezelt und temporärer kultureller Treffpunkt in Kreyenbrück geplant. Anschließend soll das Tipi in andere Stadtteile wandern, um die Wertschätzung und Verbundenheit aller Menschen in Oldenburg zum Ausdruck zu bringen.

Aktuelle Informationen zum Stand des Projekts gibt es unter www.oldenburg.de/kulturelle-bildung.

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