Oldenburg

Stadtbibliothek Oldenburg: „Onleihe“ stärker genutzt

Die Stadtbibliothek Oldenburg im PFL, die Kinderbibliothek und die vier Stadtteilbibliotheken ziehen eine positive Bilanz für das Jahr 2014.

Die Stadtbibliothek im PFL, die Kinderbibliothek und die vier Stadtteilbibliotheken ziehen eine positive Bilanz.
Foto: Stadt Oldenburg

Anzeige

Grünkohlessen in Oldenburg: Die Saison 2017 beginnt.

Oldenburg / am / pm – In der Stadtbibliothek Oldenburg wurden 2014 Medien in allen Formaten über eine Million Male ausgeliehen und insgesamt 342.300 Besucherinnen und Besucher wurden verzeichnet. Dafür sorgten das breite Medienangebot und neue Technik. Immer mehr Leser nutzen die „Onleihe“ und damit digitale Medien.

Nachdem die Stadtbibliothek im PFL und die Kinderbibliothek im Dezember 2013 wegen der Umstellung auf das neue Ausleihverfahren geschlossen hatten, seien die Zahlen alles andere als selbstverständlich. „Wir freuen wir uns umso mehr, dass die Zahlen wieder an das hohe Niveau von 2012 anknüpfen“, kommentiert Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek, die Statistik. Wie stark frequentiert das städtische Bibliotheksnetz mit der Stadtbibliothek im PFL, der Kinderbibliothek und den vier Stadtteilbibliotheken ist, belegen auch die 18.141 aktiven Kunden aus Stadt und Region, die das umfangreiche Medien- und Informationsangebot der Einrichtungen im vergangenen Jahr nutzten.

eBooks und eAudios

Besonderes Interesse galt auch der Ausleihe von eBooks und eAudios. „Die Entleihungen digitaler Medien unserer ‚Onleihe‘ sind um 53 Prozent auf enorme 27.400 Downloads gestiegen. Die eBooks im EPUB-Format, also für Smartphone, Tablet-PC und eBook-Reader, sind dabei besonders gefragt.“ so die zuständige Lektorin Melanie Zach.

Beliebtester Lesestoff: Krimis, Reiseführer und Bilderbücher

Bei einem Gesamtbestand von 196.900 Medien blieben die physischen Medien jedoch die Ausleihrenner. Überdurchschnittlich gut wurden im Romanbereich die Gruppen „Krimi“, „Spannung“ und „Junge Erwachsene“ ausgeliehen. In der Beliebtheitsskala der Sachbücher lagen „Geographie“ (Reisen), „Medizin“ (Ratgeber) und „Garten/ Hauswirtschaft“ (Do-it-yourself-Boom) ganz vorne. Titel aus der Reihe „Der kleine Drache Kokosnuss“ oder die Bände von „Gregs Tagebuch“ standen zusammen mit Bilderbuchklassikern wie „Mama Muh“ und Pappbilderbüchern für die Kleinsten auf der Hitliste der Kinderbibliothek.

Frühförderung und neuer Jugendbereich

Dauerhaftes Leseinteresse zu wecken steht im Mittelpunkt der Bibliotheksarbeit. Das „Lesefieber“ in den Sommerferien, die Beteiligung an der bundesweiten Aktion „Lesestart – drei Meilensteine für das Lesen“ oder die Veranstaltungsreihe „Auf dem Weg zum Lernen“ für interessierte Eltern und Pädagogen sind mittlerweile erfolgreich etablierte Formate. Um die Bibliotheksnutzung auf dem hohem Stand zu halten, wird auch weiterhin auf gezielte Angebote für Eltern und Kinder und eine enge Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten gesetzt. „Im gesamten Bibliothekssystem gab es 561 Angebote für Kinder und Jugendliche mit knapp 12.000 Teilnehmern. Möglich wurde dies durch die Einführung der Selbstverbuchungsgeräte und die damit verbundene Verlagerung von Personalressourcen“ fasst Heike Janssen zusammen.

Um die Bedürfnisse und Interessen der Kinder und Jugendlichen weiterhin zu unterstützen, wurde auch der Bestand neu strukturiert. Im Oktober 2014 konnte der lang ersehnte Jugendbereich eröffnet werden. „Die Teens entleihen nun im von ihnen selbst benannten ‚JungLe‘ (Junge Leute / Junges Lesen) bei den ‚Großen‘ im PFL und steigen so ‚barrierefrei‘ in den Erwachsenenbestand um“, erklärt Wiebke Klinge, Bereichsleiterin der Zentralbibliothek. Insgesamt 5.200 Romane, Hörbücher, Schülerhilfen, Sachbücher und Konsolenspiele hält „JungLe“ für die Jugendlichen bereit.

Bibliothek bleibt in Bewegung

Die vier Stadtteilbibliotheken werden 2015 ebenfalls mit der neuen Ausleihtechnik ausgestattet. Fast 77.000 Medien erhalten neue Etiketten.

Vorheriger Artikel

Lebenslange Haft für ehemaligen Krankenpfleger

Nächster Artikel

Refugees Welcome: Sportprogramm für Flüchtlinge