Oldenburg

Pulse of Europe: Gegen Grenzzäune und Mauern

Auch am letzten Sonntag haben sich Befürworter der Pulse of Europe-Bewegung in Oldenburg versammelt, um ein Zeichen für ein geeintes Europa zu setzen.

Am vergangenen Sonntag wurden „Grenzen durchbrochen“.
Foto: Michael Wenzel

Oldenburg (am/pm) Auch am vergangenen Sonntag haben sich Befürworter der „Pulse of Europe“-Bewegung auf dem Julius-Mosen-Platz versammelt, um ein Zeichen für ein geeintes Europa zu setzen. Damit sei die Teilnehmerzahl aller fünf bisherigen Kundgebungen auf etwa 1500 Teilnehmer aus Oldenburg und umzu gestiegen, teilen die Organisatoren mit.

Anzeige

LzO Beratung

Neben typischen Elementen der Kundgebung wie dem „Offenen Mikro“ oder dem gemeinsamen Singen der Europahymne wurden „Grenzen eingerissen“, um zu verdeutlichen, dass Grenzzäune und Mauern innerhalb Europas ein Teil der Vergangenheit bleiben sollen. „Die Oldenburger Gruppe von ‚Pulse of Europe‘ möchte mit diesen Kundgebungen daran erinnern, dass wir Europäer seit über 70 Jahren in Frieden leben, dass die Länder der EU durch den gemeinsamen Wirtschaftsraum und die gemeinsame Währung sehr stark miteinander verflochten sind und dass wir gemeinsam daran arbeiten sollten unser Europa zu verbessern – gemeinsam und nicht getrennt voneinander“, sagt Michael Wenzel, der die Kundgebung eröffnete. „Einzelkämpfer werden nie so stark sein, wie die Gemeinschaft aus Verbündeten, Freunden und Nachbarn“, so Wenzel weiter.

Die nächste und vorerst letzte Kundgebung von „Pulse of Europe Oldenburg“ findet am Sonntag, 7. Mai, um 14 Uhr auf dem Julius-Mosen-Platz in Oldenburg – am Tag der französischen Stichwahl – statt. Diese Wahl könnte zu einer Richtungsentscheidung für die Zukunft der gesamten Europäischen Union werden, machen die Veranstalter deutlich.

Weitere Informationen gibt es unter www.pulseofeurope.eu. Das Oldenburger Lokalteam ist per E-Mail an oldenburg@pulseofeurope.eu erreichbar.

„Pulse of Europe“

„Pulse of Europe“ ist eine 2016 in Frankfurt am Main gegründete überparteiliche und unabhängige Bürgerinitiative mit dem Ziel, „den europäischen Gedanken wieder sichtbar und hörbar [zu] machen“. Angesichts des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs und des vermehrten Auftretens rechtspopulistischer und nationalistischer Parteien ist es ihr Anliegen, dieser Entwicklung mit einer öffentlichen, pro-europäischen Bewegung entgegenzutreten.

Vorheriger Artikel

NDR-Doku über den Kampf um die Straßen

Nächster Artikel

Diakonie eröffnet neue Suchtklinik

6 Kommentare

  1. Kark
    3. Mai 2017 um 11.03

    >den europäischen Gedanken wieder sichtbar und hörbar [zu] machen“

    Diese EU ist keine Weiterentwicklung sondern eine Perversion der EWG von 1957. Einer der Grundgedanken bei der Gründung war das Prinzip der Subsidiarität. Ich mutmaße mal, das ein großer Teil der Kundgebungsteilnehmer nichts mit diesem Begriff anfangen kann und deshalb auch nicht merkt, wie eben dieses Prinzip mit Füßen getreten wird.

  2. W. Lorenzen-Pranger
    3. Mai 2017 um 11.05

    Leider konnte ich aus Termingründen bisher an dieser Veranstaltung nur einmal teinehmen. Meine Hoffnung ist, daß hier eine erneuerte parteiübergreifende Friedensbewegung entsteht, der man eine einseitige Orientierung wie den Ostermärschen, die ja von vorneherein durch politische Rechtsextreme – ich erinnere nur an die Alt-Nazis in CDU, CSU und FDP – bereits in den frühen 60-ern als angeblich „Linke“ diffamiert wurden, nicht nachsagen kann.

    • Karl
      3. Mai 2017 um 17.33

      @W. Lorenzen-Pranger,

      dafür, dass es sich bei ´Pulse Of Europe´ um eine von George Soros ´Open Society Foundations´ gesponsorte NGO handelt, habe ich keine Beweise. Offensichtlich ist aber für mich, dass sie im Sinne der NWO agiert, die ich auf das entschiedenste ablehne.

      >…als angeblich „Linke“ diffamiert …

      Die überwiegende Teil der Demonstranten damals hätte es sich wahrscheinlich verbeten, auch nur in die Kategorie bürgerlich einsortiert zu werden, so, wie es sich die heutigen ebenfalls verbitten würden. Ein Blick auf die mitgeführten Fahnen weist allerdings auf Organisationen hin, die man im ´who is who´ der Verfassungsschutzberichte unter dem Absatz Linksextremismus findet,