Oldenburg

Notfall: „Rettet die Ule!“

Der legendäre Ulenspegel steht vor dem Aus.

Der legendäre „Ulenspegel“ steht vor dem Aus.
Foto: privat

Oldenburg (am) Die Kulturagentur „MITUNSKANNMAN.REDEN.“ und ein Freundeskreis der Oldenburger Kneipe „Ulenspegel“ sind alarmiert: Die legendäre „Ule“ steht kurz vor dem Aus. Ulenwirt Hartmut Ruthenberg ist in einer finanziellen Notlage, er braucht Hilfe. Deshalb wurde unter dem Motto „Rettet die Ule!“ kurzerhand ein Treuhandkonto eingerichtet.

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Grund für die Schieflage ist eine Forderung des Finanzamtes von 9000 Euro. Dafür ist der Ulenwirt verantwortlich. Seit einem Schlaganfall vor eineinhalb Jahren führt er sein Geschäft nach allen Regeln. „Aber davor ist einiges schief gelaufen, ich habe nicht aufgepasst“, so Ruthenberg, der jetzt unter den Folgen leidet. Bis zum 20. Oktober muss er die Summe aufbringen. Eine Lösung für dieses Problem sehe er momentan nicht.

Ein Grund für die Freunde der „Ule“ einen Aufruf zu starten: „Wir können und wir wollen uns Oldenburg ohne Ule nicht vorstellen; und wir glauben, dass es vielen von euch ganz ähnlich geht. Rettet ein Stück Stadtidentität und Zeitgeschichte – rettet das Flaggschiff der Kneipenkultur in Oldenburg!“

Ulenwirt Hartmut habe nichts unversucht gelassen, aber ohne fremde Hilfe könne er diese Summe nicht rechtzeitig aufbringen. „9000 Euro sind viel für einen, aber wenig für viele! Wenn nur 90 Freundinnen und Freunde jeweils 100 Euro geben, wären wir schon am Ziel! Deshalb: Aufbruch statt Untergang! Lasst uns die Ule retten! Und wer gerade nichts zu verschenken hat, der rettet die Ule direkt an der Theke und trinkt für den guten Zweck!“, lautet es auf der Facebook-Seite von „MITUNSKANNMAN.REDEN.“.

Schenkungen können an das heute eingerichtete Treuhandkonto überwiesen werden:
Kontoinhaber: THK Ulenspegel
IBAN: DE48 2805 0100 0092 3741 31
BIC: SLZODE22XXX
Verwendungszweck: Schenkung zur Rettung der Ule + „Name des Schenkenden“

Wer keine 100 Euro zahlen kann, sich an der Aktion aber beteiligen will, dürfe auch gerne den Betrag überweisen, der für ihn oder sie machbar ist. „Wer mehr schenken kann und will, dem verbieten wir das natürlich auch nicht“, so die „Ule“-Unterstützer.

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