Oldenburg

Neues Leben für altes Spielzeug

Arbeiten nun zusammen um Spielzeugen ein zweites Leben zu schenken (von links): Sarah Polek (Jobcenter Oldenburg), Volker Schneider-Kühn (AWB), Dr. Sven Uhrhahn (Umweltdezernent), Elke Gebauer (Toys Company Oldenburg) und Hermann Göden (DEKRA Akademie GmbH).

Arbeiten nun zusammen um Spielzeugen ein zweites Leben zu schenken (von links): Sarah Polek (Jobcenter Oldenburg), Volker Schneider-Kühn (AWB), Dr. Sven Uhrhahn (Umweltdezernent), Elke Gebauer (Toys Company Oldenburg) und Hermann Göden (DEKRA Akademie GmbH).
Foto: Katrin Zempel-Bley

Oldenburg (Danielle C. Zollickhofer) Ein Playmobilschiff ohne Segel, ausgelesene Bücher oder Spielsachen, für die man zu alt ist oder die man einfach nicht mehr mag – diese Dinge landen oft im Müll. Doch das muss nicht sein. Ab sofort kann man gebrauchtes Spielzeug – auch mit Macken – an den Wertstoffannahmestellen Neuenwege (Barkenweg 6) oder Langenweg (Felix-Wankel-Straße 7) abgeben. Von dort aus wird es an die Toys Company Oldenburg weitergegeben.

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Doch was genau macht die Toys Company damit? Das abgegebene Spielzeug wird gesammelt und aufbereitet. Anschließend wird es an Bedürftige aus einkommensschwachen Familien gegeben. Allerdings nicht einfach so: Die Ware wird nach der Aufbereitung mit Punkten versehen und auch die Familien bekommen Punkte zugewiesen. Jede Familie hat pro Monat 30 Punkte zur Verfügung, so dass sie sich im Laden etwas aussuchen können. Sind die Punkte für den Monat aufgebraucht, muss bis zum folgenden Monat gewartet werden.

„Das hat auch einen pädagogischen Hintergrund“, erklärt Elke Gebauer, Projektleiterin bei der Toys Company Oldenburg. „Kinder als auch Erwachsene sollen sich bewusst machen, dass das Spielzeug nicht umsonst ist.“ Pro Monat gehen zirka 2800 Spielzeuge über die Ladentheke. „Aber wir brauchen auch Nachschub“, sagt Gebauer.

„Wir hingegen entdecken erhebliche Anteile von Spielzeug im Müll“, berichtet Volker Schneider-Kühn, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB). „Vieles ist dabei allerdings noch gut erhalten, so dass es für den Abfall zu schade ist.“ Deshalb wollen sie die Bürger sensibilisieren, ihr gebrauchtes Spielzeug nicht gleich zu entsorgen und dabei gleich im doppelten Sinn etwas Gutes tun. Denn die Toys Company schenkt dem Spielzeug nicht nur ein zweites Leben, sondern ist in Kooperation mit dem Jobcenter und der Dekra-Akademie GmbH auch noch eine Fördermöglichkeit für Langzeitarbeitslose.

Die zurzeit 30 Mitarbeiter umfassende Modellfirma funktioniert nach dem Vorbild eines realen Wirtschaftsunternehmens. In den verschiedenen Abteilungen, wie Lager, Vertrieb oder Werkstatt werden Arbeitslosen Alltagstugenden vermittelt, die in der Arbeitswelt von Nöten sind. Dadurch soll den Arbeitslosen die spätere Eingliederung in die Berufswelt erleichtert werden.

Die Toys Company Oldenburg nimmt selbstverständlich auch Spenden persönlich entgegen oder holen Spielzeug bei Bedarf zu Hause ab. Sie sind in der Donnerschweer Straße 108, von Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr oder telefonisch unter 04 41 / 39 03 89 51 erreichbar.

Bei der Wertstoffannahmestelle Neuenwege können montags bis donnerstags von 9 bis 16.30 Uhr, freitags von 9 bis 17.30 Uhr sowie samstags von 9 bis 14 Uhr Spielzeuge abgegeben werden.

Die Wertstoffannahmestelle am Langenweg hat bis Ende November Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 17.30 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Ab Dezember gelten dann die Öffnungszeiten montags, dienstags, donnerstags und freitags von 11 bis 16.30 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr.

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1 Kommentar

  1. Jens Eisenblätter
    24. November 2019 um 0.50 — Antworten

    Oh weh,

    die „Toys Company“ is back?

    Dann wünsche ich allen gezwungen „Teilnehmern“ der „Modelfirma“ Viel Glück. Die Argumentation finde ich Klasse:

    „Das hat auch einen pädagogischen Hintergrund“, erklärt Elke Gebauer, Projektleiterin bei der Toys Company Oldenburg. „Kinder als auch Erwachsene sollen sich bewusst machen, dass das Spielzeug nicht umsonst ist.“ Pro Monat gehen zirka 2800 Spielzeuge über die Ladentheke. „Aber wir brauchen auch Nachschub“, sagt Gebauer.

    Ja, genau Frau G. – dafür gibt es aber mittlerweile 1.000ende von Facebook Gruppen. Oder wollen wir uns doch lieber mal dem finanziellen Gewinn für die DEKRA widmen?

    Es werden also : 2800 Spielzeuge über die Ladentheke?

    Aha . Respekt! Oder kommt die Zahl eher durch die Teddybären….ach lassen wir das.

    Grüßle an Herrn Göden.

    Und OOZ – bitte in Zukunft genau recherchieren und berichten um was es sich dort handelt. – Danke-

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