Oldenburg

Neubau am Heiligengeistwall erhält historische Fassade

So wird der Heiligengeistwall in Oldenburg nach Fertigstellung des neuen Gebäudekomplexes aussehen.

So wird der Heiligengeistwall nach Fertigstellung des neuen Gebäudekomplexes aussehen.
Grafik: Angelis & Partner / Bloomimages

Oldenburg (zb) Noch kann man von den Wallanlagen direkt auf den Waffenplatz gucken. Die Broweleit-Häuser sind abgerissen. In der vergangenen Woche folgte auch das denkmalgeschützte Eckhaus. Es war zu marode für eine Sanierung, wird aber an dieser Stelle genauso wieder aufgebaut.

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Der Oldenburger Architekt Alexis Angelis, der den neuen Gebäudekomplex an dieser Stelle entwickelt hat, präsentiert schon einmal vorweg, wie es dort demnächst aussehen wird. Das neue alte Gebäude mit seiner historischen Fassade wird vollkommen integriert, so dass die jetzige Torsituation erhalten bleibt. Es verspricht eine attraktive Zeile zu werden und den Wall wieder zu dem zu machen, was er einst war.

Der fünfstöckige Gebäudekomplex mit Geschäften, Gastronomie und Büros sowie 13 exklusiven Mietwohnungen in den oberen Geschossen wird für mehr Betriebsamkeit sorgen und hoffentlich auf die Nachbarschaft ausstrahlen. Bevor mit dem Neubau begonnen werden kann, halten die Archäologen für zwei Monate Einzug. Die Chance ist groß, Teile der alten Wallanlagen aufzuspüren. Gleich danach beginnen die Bauarbeiten. Nächstes Jahr im Herbst soll das Haus bezugsfertig sein. Parallel dazu arbeitet die Stadt an einer Neugestaltung des Waffenplatzes.

Im Rahmen der Neubebauung der ehemaligen „Broweleit-Grundstücke“ bietet sich die Chance, den Waffenplatz als Aufenthaltsort neu zu gestalten. Einerseits soll die bereits bestehende grüne Insel in der Innenstadt mit landschaftsplanerischen Aufenthalts- und Spielflächen gestärkt werden, zum anderen soll die Möglichkeit erhalten bleiben, auf dem Platz auch weiterhin Veranstaltungen durchzuführen.

Das denkmalgeschützte Eckhaus am Heiligengeistwall 10 stammte von 1898. Es wird neu gebaut und erhält die alte historische Fassade.
Foto: Katrin Zempel-Bley

Eine Arbeitsgruppe aus städtischen Architekten und Landschaftsplanern entwickelt Entwurfsvarianten für den Oldenburger Waffenplatz. Parallel dazu führt die Jade Hochschule einen studentischen Wettbewerb zu dem Thema durch. Die Studenten erhalten hierfür ein Preisgeld beziehungsweise eine Aufwandsentschädigung in Höhe von insgesamt 3000 Euro, wobei ein Drittel seitens der Stadt und zwei Drittel vom City Management Oldenburg (CMO) zur Verfügung gestellt wurden.

Die Ideen der Studenten werden von der Arbeitsgruppe gesichtet und sollen einen weiteren Beitrag zur Diskussion über die Gestaltung des Platzes liefern. Mit Ergebnissen der städtischen Arbeitsgruppe ist voraussichtlich in den nächsten Wochen zu rechnen.

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