Oldenburg

Barrierefreier Weg zur Mobilitätszentrale

Die Mobilitätszentrale in der Oldenburger Innenstadt wird umgebaut.

Die Mobilitätszentrale wird umgebaut. Darüber informierten (von links) Michael Emschermann (Geschäftsführer VWG), Gabriele Niesen (Stadtbaurätin), Susanne Menge (MdL, Aufsichtsratsvorsitzende der VWG) und Christof Herr (Geschäftsführer ZVBN).
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Die Mobilitätszentrale der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) in der Staulinie 1 wird grundsaniert. Wie auch schon im Strategieplan Mobilität und Verkehr angedacht, soll ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Das Innere des historischen Gebäudes aus dem Jahr 1835 wird modernisiert. Während der halbjährigen Bauphase zieht die VWG-Mobilitätszentrale für Beratung und Service in das Nachbarhaus, Staulinie 2.

Anzeige

LzO Neukunden

Susanne Menge (VWG-Aufsichtsratsvorsitzende) und Gesine Multhaupt (stellv. VWG-Aufsichtsratsvorsitzende) hatten vor einem Jahr eine barrierefreie Mobilitätszentrale ins Gespräch gebracht. „Das Gebäude wurde bisher dem großen Namen Mobilitätszentrale nicht gerecht – insbesondere für mobil eingeschränkte Menschen“, sagt Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Wegen der günstigen Lage in Nähe der Haupthaltestelle Lappan sei die Entscheidung, den Standort beizubehalten, leicht gefallen, so VWG-Geschäftsführer Michael Emschermann. „Wir haben die ganze Situation überprüft und Lösungen entwickelt, die technisch und denkmalschutzrechtlich möglich sind“, erläutert Emschermann.

Nachdem die VWG das historische Gebäude Anfang März von der Stadt Oldenburg gekauft hat, wird das Haus umgebaut, modernisiert und energetisch saniert. Geplant ist, den Zugang und den Innenraum im Erdgeschoss behindertengerecht zu gestalten. Entlang des Gebäudes wird eine Rampe am Haus entlang in den Eingangsbereich führen. Die Wärmedämmung soll erheblich verbessert werden. Die Flächen für die Kundenberatung werden erweitert, zukünftig stehen fünf Beratungsplätze zur Verfügung. Im Obergeschoss entstehen zwei zusätzliche Büroräume für die VWG und zwei Wohnungen. „Das historische Erscheinungsbild bleibt nahezu erhalten“, betont Nießen. Lediglich ein Fenster würde vergrößert, der Eingangstürbereich den Ursprüngen entsprechend wieder hergestellt. Stadtbaurätin Gabriele Nießen möchte auch die Gasse Lappan erneuern. Die Stadtverwaltung setze sich gerade mit der Gestaltung auseinander, es ginge insbesondere um den alten Straßenbelag. Ein Vorschlag für den Verkehrsausschuss würde zurzeit vorbereitet.

So wird die Mobilitätszentrale am Oldenburger Lappan nach der Moderniesierung aussehen.

So wird die Mobilitätszentrale nach der Moderniesierung aussehen.
Grafik: privat

Zurzeit werden die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen in und an der Mobilitätszentrale vorbereitet. Die VWG rechnet damit, dass noch in diesem Monat erste Arbeiten in Auftrag gegeben werden können. Im April beginnt die Bauphase, die zirka sechs Monate dauern wird. Geplant und umgesetzt wird das Vorhaben vom Architekturbüro Angelis & Partner.

Übergangsweise zieht die Mobilitätszentrale in ein Ausweichquartier im Nebengebäude, Staulinie 2. An den Umzugstagen, 20. und 21. März, bleibt das Beratungs- und Serviceangebot der VWG geschlossen. In dieser Zeit können die Kundinnen und Kunden das Infocenter am ZOB nutzen.

Insgesamt stehen nach den Umbau- und Sanierungsarbeiten rund 300 Quadratmeter Wohn- und Bürofläche zur Verfügung. Die Maßnahmen inklusive Kauf des Gebäudes werden rund eine Million Euro kosten. Finanziell stehen dem gegenüber der Wegfall der bisherigen Mietkosten, ein niedrigerer Energieverbrauch und Mieteinnahmen. Der Zweckverband Verkehrsbund Bremen / Niedersachsen (ZVBN) steuert für den barrierenfreien Zugang zur Mobilitätszentrale 61.500 Euro bei.

Mobilitätszentrale

Mehr als 5000 Besucher_innen verzeichnet die Mobilitätszentrale monatlich. Neben der Beratung von Tarifangeboten des Verkehrsverbundes Bremen / Niedersachsen (VBN), dem Verkauf von sämtlichen Tickets der NordWestBahn und des überregionalen Bahnfernverkehrs (DB-Agentur), Auskünften zu Fahrplänen des Nahverkehrs befindet sich in der Mobilitätszentrale auch eine Anlaufstelle für das CarSharing des Partners Kambio.

Vorheriger Artikel

1700 Hörforscher befassen sich mit Folgen von Lärm

Nächster Artikel

Schiffskrise dämpft OLB-Erfolg