Kreyenbrück

Klingenbergplatz wird neu gestaltet

Stadtbaurätin Gabriele Nießen, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und die Landschaftsarchitekten Oliver Kilian und Christine Frenz-Roemer bei der Präsentation des Plans.

Stadtbaurätin Gabriele Nießen, Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und die Landschaftsarchitekten Oliver Kilian und Christine Frenz-Roemer bei der Präsentation des Plans.
Foto: Stadt Oldenburg

Anzeige

Oldenburg / am / pm – Der Klingenbergplatz in Kreyenbrück wird neu gestaltet: Das Oldenburger Landschaftsarchitekturbüro „Kilian + Frenz“ konnte den Realisierungswettbewerb um die Umgestaltung des Platzes für sich entscheiden. Der Wettbewerb war unter anderem im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms step2015 ausgelobt worden, der die Entwicklung der Stadtteilzentren als einen herausragenden Baustein beinhaltet.

Die Jury bestand neben externen Landschaftsplanern und Architekten aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, der Ratsfraktionen, des Sanierungsbeirates und weiteren Beraterinnen und Beratern sowie Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Stadtbaurätin Gabriele Nießen. Acht Projekte wurden eingereicht. Das Preisgericht entschied einstimmig, die Arbeit des Oldenburger Büros „Kilian + Frenz“ mit dem ersten Preis auszuzeichnen. Der zweite Preis ging an das Büro „nsp Christoph Schonhoff Landschaftsarchitekten“ aus Hannover, der dritte Preis an das Büro „Lohaus + Carl GmbH“, ebenfalls aus Hannover.

Der Plan der Erstplatzierten

Der Klingenbergplatz in Kreyenbrück wird neu gestaltet: Das Oldenburger Landschaftsarchitekturbüro Kilian + Frenz konnte den Realisierungswettbewerb um die Umgestaltung des Platzes für sich entscheiden. Die Umsetzung beginnt 2016.

2016 soll der Plan umgesetzt werden. Allerdings wird er vorher im Stadtplanungsausschuss und im Sanierungsbeirat Kreyenbrück besprochen.
Foto: Landschaftsarchitekturbüro Kilian + Frenz

Die Planung der Gewinner sieht vor, den über den Alten Postweg nach Osten hin ausgedehnten Platz mit einem einheitlichen Plattenbelag zu rahmen. Das Innere, die eigentliche Platzfläche, soll mit einem Klinkerpflaster gestaltet werden. Der vorhandene Baumbestand bleibt weitestgehend erhalten und wird in geschwungene, bepflanzte Inseln integriert, die auch als Sitzbänke dienen sollen. An der Ecke Klingenbergplatz / Cloppenburger Straße sieht der Entwurf einen neuen Pavillon mit Gastronomie als Ersatz für den vorhandenen Kiosk vor. Östlich des Alten Postweges, im Bereich des sogenannten „Kopf-Nord“ auf dem ehemaligen AEG-Gelände sollen Kinderspielangebote geschaffen werden. Außerdem sind am Rande des Platzes zehn Kurzzeitparkplätze vorgesehen, ergänzt durch Flächen für Bedarfsparken östlich des Alten Postweges. Die vorgesehene Beleuchtung soll so in die Ausstattungselemente integriert werden, dass die Leuchten tagsüber kaum wahrnehmbar sind und den Platz abends in ein attraktives Licht- und Schattenspiel im Zusammenhang mit den Bauminseln tauchen.

Begründung der Jury

An dem erstplatzierten Entwurf von „Kilian + Frenz“ lobte die Jury besonders die zahlreichen Qualitäten und die sehr gut nachvollziehbare freiraumplanerische Idee. Die Vernetzung mit der geplanten Neubebauung nördlich (Aktiv-Irma-Markt) und östlich (auf dem „Kopf-Nord“) sei, so die Jury, städtebaulich gut gelungen. Das Motiv der Gestaltung binde den Platz zusammen. Der Pavillon im Nordwesten gebe dem Platz Halt, ohne Rückseiten zu schaffen und den Einblick von der Cloppenburger Straße zu verstellen. Die Fläche des „Kurzzeitparkens“ sei gut gelöst. Auch die Führung des Radverkehrs mit einem Schutzstreifen sei sehr gut umgesetzt. Die Gestaltungsidee werde mit dem Lichtkonzept nachempfunden: Stark frequentierte, fußläufige Bereiche werden konsequent ausgeleuchtet. Der innere Platzraum sei dunkler gehalten, hier entstehe mit atmosphärischem Licht ein eigenes Abendbild. Allerdings bemängelt die Jury unter anderem, der Platz sei zu sehr baumbestanden, es fehle an Großzügigkeit.

Öffentliche Vorstellung

Die Ergebnisse des Wettbewerbsverfahrens werden am 9. Juli um 19 Uhr in der Sitzung des Sanierungsbeirats Kreyenbrück, Jugendfreizeitstätte Brandenburger Straße, öffentlich vorgestellt. Danach werden sie vom 13. bis 24. Juli in den Räumen des Stadtplanungsamtes, Industriestraße 1, Eingang C, ausgestellt. Darüber hinaus sollen die drei Siegerentwürfe in der Gemeinwesenarbeit Stadtteiltreff Kreyenbrück, An den Voßbergen 58, ausgestellt werden.

Konkrete Planung voraussichtlich ab 2016

Entsprechend dieser Planung soll nun nach der Erörterung in den verschiedenen Gremien, wie dem Ausschuss für Stadtplanung und Bauen und dem Sanierungsbeirat Kreyenbrück, voraussichtlich im kommenden Jahr die konkrete Umgestaltung des Klingenbergplatzes und der angrenzenden Bereiche in Angriff genommen werden.

Vorheriger Artikel

Poststreik: Demonstration in Oldenburg

Nächster Artikel

Sparsam mit Wasser umgehen