Innenstadt

Aktion „Öffentliches Örtchen“ gestartet

Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt auch für die vor knapp zwei Jahren in Oldenburg von der Oldenburg Tourismus & Marketing GmbH (OTM) initiierte Aktion Öffentliches Örtchen, die jetzt offiziell gestartet worden ist.

Dieser Aufkleber weist darauf hin, dass hier eine kostenlose WC-Benutzung für Innenstadtbesucher möglich ist.
Grafik: OTM

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Oldenburg (zb) – Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt auch für die vor knapp zwei Jahren in Oldenburg von der Oldenburg Tourismus & Marketing GmbH (OTM) initiierte Aktion „Öffentliches Örtchen“, die jetzt offiziell gestartet worden ist.

Jeder kennt das, man geht einkaufen und irgendwann benötigt man ein stilles Örtchen. Doch weit und breit ist keine öffentliche Toilette in Sicht. Der OTM war der Zustand schon lange ein Dorn im Auge. Das sei wenig touristenfreundlich, urteilte OTM-Geschäftsführerin Silke Fennemann. So wurde die Idee entwickelt, Geschäfte, Cafés oder Restaurants dafür zu gewinnen, dass sie ihre WC-Anlagen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Doch das ging nur schleppend voran. Nachdem das Thema öffentlich diskutiert worden ist, erreichte es schließlich auch den Stadtrat. Der konnte von der Aktion überzeugt werden und beschloss 2012, für dieses Projekt einen gewissen Geldbetrag für Reinigungskosten in den Haushalt einzustellen. Im vergangenen Jahr gab es somit erstmals grünes Licht seitens der Stadtverwaltung. Ein paar Geschäfte machten sofort mit, aber Silke Fennemann und ihrer Mitarbeiterin Bettina Koch reichte das nicht. Sie versuchten weitere Geschäftsleute von der Idee zu überzeugen und sie mit ins Boot zu holen.

Das ist ihnen mittlerweile gelungen. 16 Oldenburger Gastronomen und Einrichtungen stellen ihre Toiletten ab sofort der Öffentlichkeit zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Somit dürfte die Suche für Innenstadtgäste nach dem stillen Örtchen künftig etwas einfacher verlaufen. „Das ‚Öffentliche Örtchen‘ erweitert das bestehende Angebot an frei zugänglichen Toiletten in der Innenstadt. Alle beteiligten Partner haben sich vertraglich bereit erklärt, während ihrer Öffnungszeiten ihre Toiletten der allgemeinen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und das zu den gleichen Konditionen wie für ihre Gäste und Kunden“, freut sich Silke Fennemann. Dafür bekommen sie im Gegenzug einen monatlichen Zuschuss für die Reinigungskosten.

Damit jeder Innenstadtbesucher die Toilettenangebote sofort erkennen kann, haben sie einen farbigen Aufkleber, mit dem Spruch „Hier dürfen Sie, wenn Sie müssen“ im Eingangsbereich sichtbar angebracht. Geschäfte, Cafés oder Restaurants, die noch mitmachen wollen, können das grundsätzlich jederzeit. „Allerdings ist das vorhandene Geld, das die Stadt zur Verfügung stellt, derzeit aufgebraucht“, sagt Bettina Koch.

Der Service „Öffentliches Örtchen“ wird derzeit von den Betrieben Baldinis, Kaffee Blätterteich, Burgcafé, Burger King (Innenstadt), Cupido, Danilo’s Köche-Werkstatt, Ferdinand, Kaffee und Kleid, Café Klinge, Restaurant La Casa Vecchia, Café Leutbecher, Fleischerei und Partyservice Monse, Restaurant Ratskeller, Schlaues Haus gGmbH, Strohhalm und Hotel Restaurant Tafelfreuden unterstützt.

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