Oldenburg

Goldenes Kronenkreuz für Theo Lampe

Thomas Feld überreichte in Gegenwart von Dirk Lampe, Hildegard Lampe und Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, das Goldene Kronenkreuz an Theo Lampe.

Thomas Feld überreichte in Gegenwart von Dirk Lampe, Hildegard Lampe (von links) und Jörg Röhmann, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Soziales (rechts), das Goldene Kronenkreuz an Theo Lampe.
Foto: Diakonie

Anzeige

LzO Beratung

Oldenburg (zb) – Seit 35 Jahren ist Theo Lampe zuständig für die Flüchtlingsarbeit beim Diakonischen Werk Oldenburg. Jetzt wurde er im Rahmen einer Fachtagung in Oldenburg von Thomas Feld, Theologischer Vorstand des Diakonischen Werks, mit dem Goldenen Kronenkreuz ausgezeichnet. „Es ist das Dankzeichen der Diakonie. Es ist kein Orden und keine Auszeichnung sondern Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung für die Treue und den Einsatz im Dienst des Nächsten“, erklärte Feld.

„Seine Arbeit liegt Theo Lampe am Herzen, bedeutet ihm Erfüllung“, sagte Feld. Er habe vor 35 Jahren sein Lebensthema entdeckt, sei heute ein Kenner der Kulturen, vielen ein Vertrauter und Freund geworden. Arbeitszeit und Freizeit seien mitunter nicht zu unterscheiden. Ein Mann, der stets motiviert sei und sein Ziel, den Menschen zu helfen, konsequent verfolge.

Als Lampe 1980 seine Arbeit als Sozialberater für Griechen und Flüchtlinge aufnahm, ahnte er nicht, wie bereichernd sein Aufgabengebiet sein würde. Heute leitet er das Kompetenzzentrum Kreisdiakonische Werke und Soziale Arbeit und ist Referent für Migration. „Vieles, was ich in meinem Arbeitsleben gelernt habe, steht in keinem Schul- oder Lehrbuch. Das konnte ich nur durch die zahlreichen Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Ländern lernen“, sagte er und ist dankbar dafür.

Seine Arbeit mit Flüchtlingen ist dem 64-Jährigen auf den Leib geschrieben. „Ich habe sie stets als Bereicherung empfunden“, sagte er und dankte für die große Ehre und Wertschätzung, die ihm in all den Jahren entgegengebracht worden sei. Vor 35 Jahren sei sein Aufgabengebiet völlig unbekannt gewesen. „Theoretisch konnte ich mich schnell einarbeiten. Es gab so gut wie keine Literatur“, erinnert er sich. Das hat sich inzwischen geändert. Und Theo Lampe ist längst ein gefragter Referent und Kollege, der auch so manch einem Politiker erzählt hat, wie es um Flüchtlinge und Migration bestellt ist.

Er habe während der 35 Jahre durchaus emotionale Momente erlebt, viele Weggefährten gefunden und vielfach beobachtet, wie gut sich Menschen mit Migrationshintergrund integriert haben. Das habe ihn stets motiviert, seine Arbeit mit Sachlichkeit und Augenmaß auszuüben und Verständnis auf beiden Seiten zu wecken. „Diakonie muss den Menschen zum Menschsein verhelfen. Deshalb betätige ich mich als Brückenbauer und hoffe, dass es uns als Gesellschaft gelingt, die vielen in Not geratenen Flüchtlinge bei uns zu integrieren.“

Vorheriger Artikel

„Deutschland braucht Zuwanderung“

Nächster Artikel

A29: Unfall mit Fahrerflucht