Oldenburg

Aktiv werden für das eigene Wohnquartier

Karin Kleinefeld, Barbara Heinzerling, Friederike Oltmer und Susanne Jungkunz laden dazu ein, für sich für das eigene Wohnquartier zu engagieren.

Karin Kleinefeld, Barbara Heinzerling, Friederike Oltmer und Susanne Jungkunz (von links) laden dazu ein, für sich für das eigene Wohnquartier zu engagieren.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (am) Die Evangelische Erwachsenenbildung (EEB) Oldenburg startet in Kooperation mit der Stadt Oldenburg und dem Senioren- und Pflegestützpunkt eine neue Fortbildung unter dem Motto „Ich mach mich stark für mein Wohnquartier“. Es sollen Ideen für eine lebendige Nachbarschaft entwickelt werden. Genaueres erfahren Interessierte am Donnerstag, 2. Februar, 9.30 Uhr bei einer Informationsveranstaltung im Kulturzentrum PFL.

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An zwölf Vormittagen, jeweils von 9.30 bis 12.45 Uhr, geht es vom 23. Februar bis zum 15. Juni über unter anderem eine Bestandsanalyse, Quartierserkundungen und den Aufbau eines Netzwerkes um zwölf Einzelthemen wie Wohnen und Wohnumfeld, Kunst und Kultur oder Barrieren, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es nicht nur um Theoretisches: Vor Ort können sich die Teilnehmer während einer Exkursion ein Bild – auch von den bereits vorhandenen „Schätzen“ – machen. „Vieles ist noch variabel und Wünsche können gerne eingebracht werden“, betont die Fortbildungsdozentin und Innenarchitektin Karin Kleinefeld. Im Rahmen zweier Ideenwerkstätten werden Vorschläge für ein buntes, inklusives, integratives und verlässliches Miteinander entwickelt. „Es soll etwas entstehen und aufblühen“, so Kleinefeld. Während der zwölf Termine habe die Gruppe Zeit zusammenzuwachsen, um sich später gegenseitig zu unterstützen. „Ideen müssen gehegt und gepflegt, aber auch miteinander geteilt werden“, sagt EEB-Geschäftsführerin Barbara Heinzerling.

Das Fortbildungsangebot richtet sich an Bürger, die sich mit Unterstützung von Fachleuten für den Aufbau einer guten Nachbarschaft mit kreativen Lösungen einsetzen wollen, zum Beispiel damit Menschen auch im Alter in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Neue Fähigkeiten lernen und zusammen Spaß haben, würden dabei nicht zu kurz kommen, so Kleinefeld. Angelehnt an das Essener „Frühbeet der Ideen“ (PDF-Download) von Ilya und Emilia Kabakov möchten die Veranstalter, dass Visionen für ein Netzwerk von bürgerlichem Engagement und Träume über eine lebendiges Miteinander im Wohnquartier blühen und gedeihen. Und es gehe darum, „dass wirklich alle Menschen teilhaben können“, betont Susanne Jungkunz von der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg. Sie kann sich vorstellen, dass es beim Projekt „Wheelmap“ eine Zusammenarbeit mit den Fortbildungsteilnehmern geben wird.

Auf den „Tag der Nachbarschaft“ am 18. März, verweist Friederike Oltmer von der städtischen Koordinierungsstelle Altenhilfe und dem Senioren- und Pflegestützpunkt. Dort werden sich zahlreiche Initiativen auf einem Markt der Möglichkeiten vorstellen – darunter auch die Teilnehmer des Kurses. „Diese Fortbildung passt hervorragend zu den Zielen der Stadt, die Quartiere weiter zu entwickeln“, so Oltmer.

Die Fortbildung umfasst insgesamt 36 Stunden und wird durch das Kuratorium Deutsche Altershilfe gefördert. Weitere Informationen und Anmeldungen: Ev. Erwachsenenbildung, Peterstraße 38, Telefon 0441 / 92 56 20 oder per E-Mail an EEB.Olenburg@evlka.de und online über www.eeb-oldenburg.de. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro.

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