Forsa: Union fällt auf schlechtesten Wert seit Oktober 2021

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Bei der vom Meinungsforschungsinstitut Forsa gemessenen Parteipräferenz verlieren sowohl die AfD als auch die CDU/CSU gegenüber der Vorwoche jeweils einen Prozentpunkt. Laut dem aktuellem „Trendbarometer“, für das im Zeitraum vom 8. bis 14. September insgesamt 2.502 Personen befragt wurden, liegt die AfD mit 27 Prozent weiterhin deutlich vor der Union, die mit 20 Prozent auf ihren schlechtesten Wert seit Oktober 2021 fällt.
Die Grünen legen in der Umfrage hingegen um zwei Prozentpunkte zu und erreichen mit 18 Prozent ihren besten Wert seit April 2023. Die Linke gewinnt einen Punkt hinzu und liegt mit 12 Prozent nun gleichauf mit der SPD. Die FDP kommt unverändert auf vier Prozent, das BSW auf drei Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 26 Prozent und damit weiterhin über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2025 von 17,9 Prozent.
Die Landtagswahlen in Ostdeutschland und insbesondere der Wahlausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bestimmen aktuell deutlich das Themeninteresse der Bundesbürger. 60 Prozent nennen die Landtagswahlen als eines der wichtigsten Themen. Mit großem Abstand folgen die Arbeit der Bundesregierung mit 22 Prozent und die allgemeine wirtschaftliche Lage mit 21 Prozent. Der Krieg in der Ukraine wird von 15 Prozent genannt, Rechtsradikalismus von 11 Prozent und der Krieg im Nahen Osten von zehn Prozent.
Bei der Frage, welcher Partei die befragten Bundesbürger am ehesten zutrauen, die Probleme in Deutschland zu lösen, liegt die AfD mit unverändert 13 Prozent weiterhin vorn. Die CDU/CSU verliert einen Prozentpunkt und kommt nur noch auf 11 Prozent. Den Grünen trauen acht Prozent politische Kompetenz zu, SPD und Linke jeweils fünf Prozent. Mit unverändert 55 Prozent glaubt weiterhin mehr als die Hälfte der Befragten, dass keine Partei in der Lage ist, die Probleme in Deutschland zu lösen.
Die Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) fällt auf einen neuen Tiefstwert. Nur noch zehn Prozent der Bundesbürger sind mit seiner Arbeit zufrieden, drei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. 88 Prozent sind hingegen unzufrieden. Das ist der niedrigste Wert, den Forsa bislang für Friedrich Merz gemessen hat.
Auch unter den Anhängern von CDU und CSU überwiegt die Unzufriedenheit deutlich: 42 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, 57 Prozent nicht zufrieden. Damit wird Merz deutlich schlechter bewertet als sein Vorgänger Olaf Scholz an dessen Tiefpunkt: Im Juli 2024 waren 23 Prozent mit der Arbeit von Scholz zufrieden und 76 Prozent unzufrieden.
Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung bleiben mehrheitlich pessimistisch, verbessern sich gegenüber der Vorwoche jedoch erneut. 16 Prozent der befragten Bundesbürger rechnen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. 63 Prozent erwarten eine Verschlechterung, nach 65 Prozent in der Vorwoche. 21 Prozent gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Lage unverändert bleibt. Der daraus errechnete Index steigt von minus 50 auf minus 47 Punkte.
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