Dax weiter leicht im Plus – Zurückhaltung vor Fed-Entscheid

Dax weiter leicht im Plus – Zurückhaltung vor Fed-Entscheid

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits positiven Start bis zum Mittag weiter im grünen Bereich geblieben. Gegen 12.30 Uhr wurde der Index mit rund 25.460 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Hochtief, Siemens Energy und RWE, am Ende Volkswagen, Mercedes-Benz und Zalando.

„Vor der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank halten sich die Anleger an den europäischen Börsen zurück“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Auch der Dax bewege sich kaum vom Fleck. „Die Märkte befinden sich im Wartemodus, bevor am Abend die Fed das Kommando übernimmt.“

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„Dabei dürfte weniger die eigentliche Zinsentscheidung für Bewegung sorgen als vielmehr die Tonalität der Notenbank und ihre Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage“, so Lipkow. Der Fed sei es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, die Inflation nachhaltig auf ihr Zwei-Prozent-Ziel zurückzuführen. Gleichzeitig sorgten die weiterhin hohen Energiepreise für neue Inflationsrisiken. „Für die Fed geht es heute deshalb um mehr als nur um den Leitzins. Sie muss den Märkten glaubhaft vermitteln, wie sie die Inflation unter Kontrolle bringen will, ohne dabei die konjunkturellen Risiken aus den Augen zu verlieren.“

Besonders im Fokus steht dem Experten zufolge der neue Fed-Chef Kevin Warsh. „Nach seinem Amtsantritt schauen die Anleger genau darauf, welche Akzente er setzt und wie geschlossen sich die Notenbank präsentiert. Bereits in den vergangenen Sitzungen führten unterschiedliche Einschätzungen innerhalb des Gremiums zu abweichenden Voten.“ Je größer die Uneinigkeit innerhalb der Fed ausfalle, desto schwieriger werde es für Warsh, den Märkten einen klaren geldpolitischen Kurs zu vermitteln. „Das Abstimmungsergebnis dürfte deshalb heute fast genauso wichtig werden wie die Zinsentscheidung selbst.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1538 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8667 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 107,70 US-Dollar; das waren 106 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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