Oldenburg

Corona: Oldenburg ist jetzt Hochinzidenzkommune

Anhaltender Inzidenzwert über 100 zwingt die Stadt Oldenburg zum Handeln.

Anhaltender Inzidenzwert über 100 zwingt die Stadt Oldenburg zum Handeln.
Foto: Christian Kruse

Oldenburg (am/pm) In Oldenburg ist der Wert von 100 bei der 7-Tage-Inzidenz mittlerweile seit dem vergangenen Sonntag durchweg überschritten. Zum gestrigen Mittwochabend hatte es insgesamt 46 neue Fälle gegeben, damit zeichnete sich diese Entwicklung ab. Nun muss die Stadt zur Hochinzidenzkommune erklärt werden. Eine entsprechende Allgemeinverfügung bringt zusätzliche Einschränkungen für das tägliche Leben mit.

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„Im Moment sind die Inzidenzzahlen auf einem Niveau, dass wir von einer länger anhaltenden Überschreitung dieses Wertes ausgehen müssen. Das aktuelle Infektionsgeschehen lässt uns keine Wahl, wir müssen das geltende Recht in eine kommunale Allgemeinverfügung umsetzen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir hoffen natürlich, dass dies nur eine kurzzeitige Einschränkung bedeutet, denn damit sind erneut für viele Menschen erhebliche Einschränkungen verbunden“, so Krogmann. „Impfen und testen reichen derzeit offenkundig noch nicht aus, um die Pandemie in den Griff zu bekommen, deshalb sind wir alle in den kommenden Wochen alle noch einmal gefordert, die Abstands- und Hygieneregeln sehr konsequent einzuhalten.“

Die Allgemeinverfügung der Stadt Oldenburg sieht unter anderem folgendes vor:

  • In den Schulen müssen die meisten Jahrgänge von Montag, 19. April, an wieder in das Szenario C (Distanzlernen) wechseln. Davon ausgenommen sind der Schulbesuch für schriftliche Arbeiten, der 9. und 10. Jahrgang, soweit an der Schule in diesen Schuljahrgängen im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind. Der Sekundarbereich II, soweit an der Schule in Lerngruppen dieser Schuljahrgänge im Schuljahr 2020/2021 Abschlussprüfungen vorgesehen sind, die Schuljahrgänge 1 bis 4 und die Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Hier findet der Unterricht in Szenario B (Wechselunterricht) statt. Für Kinder in Schulkindergärten und in den Jahrgängen 1 bis 6 gibt es eine Notbetreuung.
  • Die Kindertagesstätten bieten, ebenfalls von Montag an, nur noch eine Notbetreuung an.
  • In Fahrzeugen wird das Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung angeordnet, wenn die Insassen nicht aus einem Haushalt stammen.
  • Außerdem gilt eine Begrenzung bei privaten Zusammenkünften und in der Öffentlichkeit auf Personen des eigenen Hausstandes mit höchstens einer weiteren Person.
  • Sport in kleineren Gruppen ist auch nicht mehr möglich.
  • Gravierend sind die Auswirkungen auch für den Einzelhandel, sie bedeuten einen Wegfall der Möglichkeit des Verkaufs auf Termin (Click and Meet) in den Verkaufsstellen. Diese Maßnahmen gelten bereits am Tag nach der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung, also ab Freitag, 16. April.
  • Die Museen in der Stadt werden ebenfalls von Freitag an geschlossen.
  • Geöffnet bleiben Geschäfte des täglichen Bedarfs, also etwa Drogerien, Lebensmittelgeschäfte, Gartenfachmärkte und Buchläden.

Um den Inzidenzwert möglichst schnell wieder senken zu können, setzt das Gesundheitsamt der Stadt weiter auf eine konsequente Nachverfolgung der Infektionsketten und auf eine umfassende Quarantäneregelung.

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4 Kommentare

  1. Thomas
    15. April 2021 um 18.14 — Antworten

    Der Schlusssatz ist ein schlechter Scherz. Die Realität zur Nachverfolgung des Gesundheitsamtes Oldenburg sieht folgendermaßen aus:
    Am 09.04 habe ich eine Quarantäneanordnung erhalten, aufgrund Kontaktes zu einem indizierten, welche von 30.03 – 12.04 gelten sollte, das Schreiben wurde am 07.04 erstellt. Wenn so eine konsequente Nachverfolgung aussieht und eine Benachrichtigung 9 Tage benötigt, dann muss man sich nicht mehr wundern.

  2. Thomas
    15. April 2021 um 18.24 — Antworten

    Die Realität zur Nachverfolgung des Gesundheitsamtes Oldenburg sieht folgendermaßen aus:
    Am 09.04 habe ich eine Quarantäneanordnung erhalten, aufgrund Kontaktes zu einem indizierten, welche von 30.03 – 12.04 gelten sollte, das Schreiben wurde am 07.04 erstellt. Wenn so eine konsequente Nachverfolgung aussieht und eine Benachrichtigung 9 Tage benötigt, dann kann nicht die Rede von konsequent sein.

  3. Andreas Flach
    16. April 2021 um 12.43 — Antworten

    Konsequent ist das, aber leider zu spät. Effizienz sieht anders aus

  4. Michi
    18. April 2021 um 0.10 — Antworten

    Und die Telekom darf weiter den Laden öffnen? Finde ich ziemlich verantwortungslos den Mitarbeitern gegenüber.
    Ist ja nicht so, dass man nach 5 Minuten wieder raus ist

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