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„KIT“ garantiert beste Berufsaussichten

Sebastian Juch hat nach seiner Lehre und langjähriger Berufserfahrung den Sprung an die Jade Hochschule erfolgreich geschafft und kann sich jederzeit an seinen Dozenten Kai-Christian Struß wenden.

Sebastian Juch (rechts) hat nach seiner Lehre und langjähriger Berufserfahrung den Sprung an die Jade Hochschule erfolgreich geschafft und kann sich jederzeit an seinen Dozenten Kai-Christian Struß wenden.
Foto: Katrin Zempel-Bley

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Oldenburg / Wilhelmshaven (zb) – „KIT“ heißt der Studiengang, den Diandra Deeke und Sebastian Juch an der Jade Hochschule am Studienort Wilhelmshaven studieren. „KIT“ steht für Kommunikations- und Informationstechnik und dahinter verbirgt sich nichts anderes als Nachrichtentechnik.

Inhaltlich befassen sich die Studierenden mit digitalen Netzen und deren Komponenten, der Datenübertragung über Satellit und Glasfaser. Nicht nur die Audio- und Videotechnik (analoge und digitale Verfahren), Navigation und Radartechnik sondern auch Mobilfunksysteme und Datennetze gehören zur Kommunikationstechnik.

„Die Kommunikations- und Informationstechnik ist eine Schlüsseltechnologie unserer Informationsgesellschaft. Sie befasst sich mit den technischen Grundlagen, der Weiterentwicklung und Nutzung moderner, meist computerbasierter Steuerungs- und Kommunikationssysteme und Medien“, klärt Kai-Christian Struß vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften KIT auf.

Informationen aller Art wie Sprache, Text, Grafik, Bilder, multimediale Inhalte müssen erzeugt, erfasst, über Netze transportiert, in Computern verarbeitet, gespeichert und in unterschiedlichen Formen wiedergegeben werden. Zum Beispiel im Fußballstadion, wo mittels Mikrofon ein Reporter aufgenommen wird, der so kaum zu hören ist, weil die Fans ihn übertönen. „Damit die Fußballreportage gut hörbar in unseren Radios ankommt, brauchen wir Leute wie Diandra Deeke und Sebastian Juch.“

Sie werden u.a. auch von der Windenergiebranche, der Auto- und Maschinenbauindustrie, der Telekommunikation oder von Energieversorgern stark nachgefragt. Tatsächlich kennen KIT-Absolventen keine Arbeitslosigkeit. Wer gerne im Ausland arbeiten möchte, dem stehen alle Türen offen, so begehrt sind sie. Diandra Deeke hofft, ihr Praxissemester in Skandinavien absolvieren zu können. Die 25-Jährige hat Fachabitur mit dem Schwerpunkt Elektronik gemacht und sich dann für KIT entschieden. „Ich interessiere mich für Technik, Mathe und Physik und profitiere an der Jade Hochschule von der engen Verzahnung von Theorie und Praxis.“

Zahlreiche hochmodern ausgestattete Labore stehen den Studierenden zur Verfügung. „Hier können wir frisch erworbenes Theoriewissen unverzüglich in die Praxis umsetzen und dabei werden wir von den Dozenten und Tutoren unterstützt und betreut“, berichtet Sebastian Juch. „Leider studieren nur wenige Frauen KIT“, bedauert Diandra Deeke. „Dabei ist das Studium interessant und die Berufsaussichten sind optimal.“

Sebastian Juch hat nach der Realschule eine Ausbildung als Telekommunikations- und Informationstechniker absolviert. Danach hat er acht Jahre bei der Bundeswehr gearbeitet, seinen Techniker gemacht und sich für das Studium entschieden. „Ich habe mit einem Studienabschluss ganz andere Berufsaussichten“, sagt der 32-Jährige, der aufgrund seiner umfangreichen praktischen Erfahrung manch einem Studierenden voraus ist. Demnächst schreibt er bei einem Verdener Unternehmen seine Bachelorarbeit und hat beste Aussichten auf Übernahme.

Diandra Deeke studiert im dritten Semester, strebt nach dem Bachelor, der nach acht Semestern erreicht ist, den Master an und würde zu gern noch promovieren. „Das ist zwar noch Zukunftsmusik, aber man muss Ziele haben“, findet sie und kann den Studiengang wie Sebastian Juch nur empfehlen. „Natürlich werden KIT-Absolventen auch an den Hochschulen gebraucht“, stellt Kai-Christian Struß klar, der hofft, dass künftig auch mehr Frauen KIT für sich entdecken.

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1 Kommentar

  1. Klaus
    26. November 2014 um 10.25

    Garantiert beste Berufsaussichten,

    das versprechen seit Jahrzehnten Unternehmerverbände und Konzerne. Schaut man sich mal die reale Welt an, dann arbeiten nur rund 10 % der Anfangsstundenten mit Ausbildung später im Beruf.

    Allerdings hat ein VW Bandarbeiter (ohne Studium) in seinem Berufsleben mehr Steuergelder erwirtschaftet als jemand mit Studium.

    Es kommt also wie immer auf die Fakten und nicht auf die Versprechungen an.