Oldenburg

Feierliche Einweihung des Erweiterungsbaus der Bundesbank

Heute wurde der Erweiterungsbau der Filiale Oldenburg der Deutschen Bundesbank am Stau eingeweiht. Foto: Anja Michaeli

Heute wurde der Erweiterungsbau der Filiale Oldenburg der Deutschen Bundesbank am Stau eingeweiht.
Foto: Anja Michaeli

Oldenburg (zb) Heute ist der Erweiterungsbau der Filiale Oldenburg der Deutschen Bundesbank am Stau offiziell eröffnet worden. Rund zehn Millionen Euro hat der Anbau gekostet. Gastgeber Stephan Freiherr von Stenglin, Präsident der zuständigen Hauptverwaltung, begrüßte rund 100 Gäste.

Anzeige

LzO Neukunden

„Die Filialen sind das Aushängeschild der Deutschen Bundesbank vor Ort“, erklärte er und sprach von einem markanten Ausbau der Filiale, der alles andere als alltäglich sei. Grund genug für die Bundesbank, den Erweiterungsbau festlich einzuweihen.

Knotenpunkt im Bargeldkreislauf des Nordwestens

Als Knotenpunkt im Bargeldkreislauf des Nordwestens ist die Filiale Oldenburg der Deutschen Bundesbank nach der jetzt abgeschlossenen Erweiterung noch leistungsfähiger geworden. So wurde das Gebäude um eine Ladehalle erweitert und der Großkundenbereich vergrößert. Fast 900 Quadratmeter Nutzfläche stehen den 80 Mitarbeitern ab sofort zusätzlich zur Verfügung.

Oldenburgs Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler hob die Bedeutung der Filiale für die Stadt Oldenburg hervor und sprach von einem der spannendsten Orte in der Stadt zwischen Urbanität und Lebensqualität direkt am Stadthafen. Die Bundesbank habe bereits in den 1990er Jahren den Standortvorteil erkannt. Die Stadt wiederum biete Platz für Handel und Unternehmen, so die Bürgermeisterin, die sich über 25 neue Arbeitsplätze freute.

Stephan Freiherr von Stenglin, Filialleiter Heiko Ennen, Germain Eilers-Dörfler, Carl-Ludwig Thiele und Architekt Alexis Angelis bei der symbolischen Schlüsselübergabe.

Stephan Freiherr von Stenglin, Filialleiter Heiko Ennen, Germain Eilers-Dörfler, Carl-Ludwig Thiele und Architekt Alexis Angelis bei der symbolischen Schlüsselübergabe.
Foto: Anja Michaeli

Nachdem der Standort Bremen geschlossen und Oldenburg zugeschlagen wurde, war der Anbau notwenig geworden. „Für uns ist der Erweiterungsbau sehr wichtig, weil das Geschäft der Filiale nach der Schließung des Standorts Bremen stark zugenommen hat“, berichtet Filialleiter Heiko Ennen, der von einer Zukunftsinvestition sprach. „Allein im ersten Halbjahr 2016 haben wir gut 200 Millionen Geldscheine bearbeitet, über 100 Prozent mehr als im Vorjahr.“

Nicht zuletzt deshalb, weil sich die Geldpolitik in schwierigem Fahrwasser bewege, sei der Erweiterungsbau etwas Besonderes, hieß es während der Feierstunde. „Wir ziehen uns nicht aus dem Bargeldkreislauf zurück“, betonte Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele in seiner Festrede. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass Bargeld auch weiterhin ein beliebtes und unverzichtbares Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel bleiben wird“, unterstrich er das Engagement der Bundesbank im Kerngeschäftsfeld Bargeld.

Kernaufgabe der Bundesbank ist die Bargeldversorgung

Die Filiale Oldenburg, zugeordnet der Hauptverwaltung in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, ist eine von derzeit 35 Filialen der Deutschen Bundesbank, die jedoch demnächst auf 31 reduziert würden, berichtete Thiele, der daran erinnerte, dass es mal 200 Filialen gegeben habe. Die Filiale sorgt für die Erfüllung der Notenbankaufgaben vor Ort. Kernaufgabe ist die Versorgung der Region mit Euro-Bargeld.

Privatkunden bietet sie einen gebührenfreien und unbefristeten Umtausch von D-Mark in Euro an. Allein von Januar bis Juni wurden 1500 Umtauschgeschäfte mit einem Volumen von 900.000 Euro getätigt, berichtet der Filialleiter. Grundsätzlich gewährleistet die Bundesbank mit ihren Filialen die Banknotenqualität. So wird nicht nur nach Falschgeld gesucht sondern auch jeder Geldschein dahingehend geprüft, ob er unbeschädigt ist. Bundesweit sind das 15 Milliarden Banknoten im Jahr, die bearbeitet werden.

Vorheriger Artikel

Zwischen Navigationssystemen und 3D-Stadtmodellen

Nächster Artikel

Zwischenahner Woche: Kurort steht fünf Tage Kopf