Bürgerentscheid zur Baumschutzsatzung am 22. Februar

Foto: GreensandBlue
Oldenburg (am/pm/ki) Das Bürgerbegehren gegen die Baumschutzsatzung war erfolgreich. Der entsprechende Bürgerentscheid soll am 22. Februar angesetzt werden. Das lässt sich der Tagesordnung für den Allgemeinen Ausschuss am 1. Dezember entnehmen.
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Abstimmung ohne Briefwahl vor Ort
Abweichend von Kommunalwahlen gibt es bei dem Bürgerentscheid keine Möglichkeit zur Briefabstimmung in Gebäuden der Stadtverwaltung geben. Stattdessen können wie üblich Briefabstimmungsunterlagen beantragt werden. Die Stadt begründet diese Entscheidung mit dem geringen Andrang bei früheren Bürgerentscheiden und dem hohen organisatorischen Aufwand.
Zusammenlegung von Abstimmungsbezirken
Einzelne Abstimmungsbezirke werden zusammengelegt, um den Einsatz von Wahlhelfer/innen effizienter zu gestalten. Für die Stimmberechtigten ergeben sich dadurch kaum Änderungen. Sie können ihre Stimme in der Regel wie gewohnt in den bekannten Räumlichkeiten abgeben.
Benachrichtigungen im Januar
Mitte Januar 2026 erhalten alle Abstimmungsberechtigten eine schriftliche Benachrichtigung. Das Ergebnis des Entscheids wird vom Wahlausschuss festgestellt und anschließend öffentlich bekannt gemacht.
Verbindlichkeit bei 20 Prozent Beteiligung
Der Entscheid ist nur verbindlich, wenn die Mehrheit der gültigen Stimmen mit „Ja“ stimmt und diese mindestens 20 Prozent der rund 135.000 Wahlberechtigten entspricht. Das wären 27.035 Stimmen.
Hintergrund
Das Bürgerbegehren richtet sich gegen die Baumschutzsatzung, die seit dem Sommer in Kraft ist. Die Initiatorinnen und Initiatoren hatten rund 14.000 Unterschriften eingereicht – mehr als die nötigen 10.138. Sie kritisieren die Satzung als bürokratisch und belastend für Grundstückseigentümer/innen. Befürworter/innen sehen darin ein wichtiges Instrument zum Schutz des Stadtklimas und der Biodiversität.





4 Kommentare
Ein (er-)lebenswertes Stadtbild geht für viele wohl nur mit beherrschenden Betonflächen als Umwelt und vierspurigen Strassen ohne Geschwindigkeitsbeschränkung. Eine naturbewusste Stadt im Grünen, offenbar eine unerträgliche Vorstellung für Baumschutzgegner. Nach mir die Sintflut, und keine Rücksicht auf Klima und nachfolgende Generationen. „Macht euch die Erde Untertan“, so steht es ja wohl schon in der Bibel.
Sicherlich gibt es Nachbesserungsbedarf bei der Baumschutzsatzung. So sollten Bürger nicht schlechter gestellt sein als Investoren und die Stadt Oldenburg selber. Das müsste doch hinzukriegen sein.Für eine lebenswürdigen Stadt, in Zeiten des Klimawandels. Jeder mögliche Baum ist zu schützen.
Dann hoffe ich mal für Oldenburg, dass die Menschen am 22.Februar hier mit Verstand und nicht emotional abstimmen.
Verstand ist in diesem unseren Lande mittlerweile ein rares Gut…