Oldenburg

Blaulicht kompakt – 22. November

Die Polizeidirektion Oldenburg musste ein Teil ihrer Räume vorübergehend verlassen.

Die Polizeidirektion musste ein Teil ihrer Räume vorübergehend verlassen.
Foto: Polizeidirektion Oldenburg

Oldenburg (am/ck/ots/pm) Unter „Blaulicht kompakt“ veröffentlicht die Redaktion der Oldenburger Onlinezeitung (OOZ) aktuelle Neuigkeiten der Polizei und der Feuerwehr. Täglich informieren die OOZ-Redakteure auch über zu erwartende Verkehrsstörungen und Straßenbaumaßnahmen.

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Raubdelikte im Innenstadtbereich

In den vergangenen Tagen ereigneten sich in der Osterstraße sowie in den Wallanlagen drei Überfälle, bei denen den Opfern Bargeld und Wertsachen entwendet wurden.

Die erste Tat spielte sich am Samstagmorgen, 19. November, um 4.30 Uhr auf dem Gehweg der Osterstraße ab. Ein 45-jähriger Mann aus Geestland war hier zu Fuß in Richtung Moslestraße unterwegs, als sich ein unbekannter Täter von hinten näherte und ihm einen metallischen Gegenstand an den Hals hielt. Der Unbekannte forderte die Herausgabe von Wertsachen, die der Mann bei sich trug. Mit einer Jacke, Handy und mehreren Schlüsseln als Beute flüchtete der Täter anschließend. Der Unbekannte wurde als 180 bis 185 cm groß, hager und ungepflegt beschrieben.

Ein weiterer Raub ereignete sich in der Nacht auf Sonntag, 20. November, gegen Mitternacht: ein 22-Jähriger war zu Fuß auf der Osterstraße in Richtung Innenstadt unterwegs. Ohne Vorwarnung wurde der 22-Jährige von vier unbekannten Männern umzingelt, die das Handy des Opfers forderten. Während einer der Unbekannten das Opfer festhielt, entnahm einer der anderen das Smartphone aus der Hand des Opfers. Dieser Haupttäter soll etwa 17 Jahre alt, 180cm groß und schlank gewesen sein. Er trug schwarze lockige Haare (ungepflegter Haarschnitt) und war mit dunkler Hose sowie einer schwarzen Baumwolljacke mit Kapuze bekleidet. Der Unbekannte sprach akzentfreies hochdeutsch. Zwei weitere Mittäter waren etwa 190 cm groß.

Am Montagabend kam es gegen 18 Uhr zu einem Raub am Heiligengeistwall. Ein 15-jähriger Jugendlicher hatte sich an der Kreuzung Heiligengeistwall / Lange Straße aufgehalten, als er plötzlich von zwei Personen in eine Ecke am Fußweg Richtung Wallanlagen gedrängt wurde. Die beiden Unbekannten hielten den Schüler fest; einer der beiden zog dann ein Smartphone aus der Tasche des Opfers. Mit dem geraubten Handy flüchteten die beiden Unbekannten in Richtung Julius-Mosen-Platz. Beide Täter sollen etwa 180 cm groß gewesen und einen Dreitagebart getragen haben. Einer trug ein Baseball-Cap, der andere hatte kurz geschorene Haare. Die Unbekannten unterhielten sich in einer südosteuropäischen Sprache.

Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter 0441 / 790 41 15 entgegen.

Hakenkreuz-Schmierereien

Am vergangenen Wochenende kam es an verschiedenen Orten in Oldenburg zu Farbschmierreien, teilweise darunter Hakenkreuze. Beschmiert wurden eine Bushaltestelle in der Ostlandstraße, ein abgestelltes Wohnmobil und die Fassade eines Zweifamilienhauses, beide im Hochheider Weg. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Oldenburg unter 0441 / 790 41 15 zu melden.

Büroräumung wegen möglicher Schadstoffbelastung

49 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeidirektion Oldenburg müssen vorübergehend in anderen Büros arbeiten. Bei einer Überprüfung des Gebäudes „Landesbehördenzentrum“, Theodor-Tantzen-Platz 8 (ehemaliges Staatsministerium, heute unter anderem Polizeidirektion) stellte sich heraus, dass Räumlichkeiten im Erdgeschoss möglicherweise durch Schadstoffe belastet sind. Die Untersuchung fand wegen geplanter Baumaßnahmen statt. Es ergaben sich Hinweise auf „Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe“ (PAK) im Kleber der Parkettfußböden. Sie stehen im Verdacht krebserregend zu sein. „Aus diesem Befund lässt sich noch nicht schlussfolgern, dass die Nutzung des fraglichen Raumes mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist“, teilt die Polizeidirektion mit. Weitere Untersuchungen seien notwendig. Mit einem endgültigen Ergebnis ist voraussichtlich erst Anfang kommenden Jahres zu rechnen.

Aus Fürsorgegründen entschloss sich der Polizeipräsident Johann Kühme umgehend, alle eventuell betroffenen 22 Büros sofort zu räumen. Die hiervon betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeidirektion Oldenburg werden ab sofort in anderweitigen Räumlichkeiten im Hause, im angrenzenden Alten Landtag, in der Kooperativen Großleitstelle Oldenburg und im Gebäude der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt / Ammerland am Friedhofsweg untergebracht.

Einbrüche in Arztpraxis und Wohnungen

In der Zeit von Freitagnachmittag (15 Uhr) bis Montagvormittag (7.40 Uhr) stiegen unbekannte Einbrecher in eine Arztpraxis an der Hauptstraße ein. Die Täter hatten ein rückwärtig gelegenes Fenster aufgehebelt und mehrere Räume durchsucht. Entwendet wurde Bargeld in Höhe von mehreren hundert Euro.

Ein weiterer Einbruch ereignete sich zwischen Samstag, 10 Uhr, und Montag, 7.30 Uhr. Ein Unbekannter hebelte die Nebeneingangstür zu einem Einfamilienhaus am Schützenplatz auf und durchsuchte einen Schrank. Der Täter flüchtete schließlich ohne Beute.

Am Hummelweg kam es am Montag zwischen 19.30 und 22 Uhr zu einem weiteren Wohnungseinbruch. Ein Täter versuchte zunächst, ein Schlafzimmerfenster aufzuhebeln. Nachdem dies nicht gelang, schlug er mit einem Stein die Scheibe ein und kletterte in die Wohnung. Er durchsuchte sämtliche Räume und Schränke; entwendet wurde allerdings nichts.

Hinweise nimmt die Polizei telefonisch unter 0441 / 790 41 15 entgegen.

Verkehrsmeldungen

Am Donnerstag, 24. November, wird in der Zeit von 8.30 bis 14.30 Uhr die Fahrbahn der A 28 in Fahrtrichtung Leer, zwischen dem Autobahndreieck Oldenburg-West und der Anschlussstelle Oldenburg-Wechloy, halbseitig gesperrt. Grund für die Tagesbaustelle sind Markierungsarbeiten. Mit Behinderungen ist zu rechnen. Die Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis und Rücksichtnahme gebeten.

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