Acht Häuser öffnen zur Nacht der Museen

Zur Museumsnacht öffnen in diesem Jahr acht Häuser ihre Türen.
Foto: Horst-Janssen-Museum
Die Oldenburger Museen und Kunsthäuser öffnen zur „Nacht der Museen“ am Samstag, 12. September, von 18 bis 24 Uhr ihre Türen. Acht Häuser beteiligen sich mit Kurzführungen, Gesprächen, Mitmachaktionen, Musik, Tanz und Performances. Das Programm reicht von Kunst und Stadtgeschichte bis zu Natur, Technik und Computerkultur. Besucher/innen können zwischen den Häusern wechseln und sich den Abend selbst zusammenstellen.
Eine neue Website hilft bei der Planung des Abends. Dort finden Besucher/innen einen Timetable mit Zeitanzeige. Zusätzlich führt eine Rallye mit Gewinnspiel durch alle Häuser. Die Teilnahme-Postkarten liegen an den Museumskassen aus.
Stadtmuseum Oldenburg
Das Stadtmuseum Oldenburg öffnet seine neue Dauerausstellung. Von 18 bis 22.30 Uhr geben sogenannte Spokespersons an acht Stationen Einblicke in die Inhalte. Die Ausstellung erzählt von der Entwicklung Oldenburgs von den ersten Ansiedlungen bis in die Gegenwart und richtet den Blick auf Menschen, Ideen und gesellschaftliche Veränderungen. Im dritten Obergeschoss zeigt die Sonderausstellung „In der Stadt statt im Museum“, wie das Stadtmuseum während seiner 1.851-tägigen Schließzeit neu entstanden ist.
Im Denk- und Kreativraum können Besucher/innen von 18 bis 22.30 Uhr kleine Monster basteln und Freundschaftsbänder knüpfen. Am DemokraTisch des Bündnisses Oldenburg für Demokratie laden Glücksrad, DemokratieDeckel und Challenges zum Austausch über Oldenburg und demokratische Beteiligung ein. Eine Fassadenillumination mit Musik begleitet den Abend. Bei Dunkelheit ist auch die Dachterrasse mit Blick über die Stadt geöffnet.
Horst-Janssen-Museum
Wer das Horst-Janssen-Museum besucht, kann Werke des Zeichners und Grafikers Horst Janssen sowie die Sonderausstellung „What Is the Truth and Where Did It Go? Von Menschen und Maschinen“ von Andrea Ziegler sehen. Ziegler „zeichnet“ mit der Nähmaschine und schafft Freihand-Maschinenstickereien. Ihre Ausstellung verbindet ausgewählte Janssen-Werke mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Tech-Ideologien und der Überforderung durch Informationsfülle.
Von 18.30 bis 22.30 Uhr beginnen stündlich jeweils 20-minütige Kurzführungen durch beide Ausstellungen. An einer Kreativstation können Besucher/innen im selben Zeitraum eigene Collagen gestalten und übersticken.
Musik im Museumsfoyer
Im gemeinsamen Museumsfoyer von Stadtmuseum und Horst-Janssen-Museum bietet das Café Atrium Speisen und Getränke an. Die Band „Pepper and Soul“ spielt ab 20 Uhr jeweils zur vollen Stunde ein Mini-Konzert. Ab 23 Uhr folgt ein einstündiges Konzert, bei dem auch getanzt werden kann.
Haus für Medienkunst
Das Haus für Medienkunst präsentiert die internationale Gruppenausstellung „OFF – Poems of Unrest“. Sie verbindet persönliche Erfahrungen mit Fragen von Gewalt, Schutz und Sicherheit. Die Kuratorinnen Edit Molnár und Katalin Székely erläutern um 18 Uhr die Entstehung der Ausstellung im Kontext der OFF-Biennale Budapest.
Eine Podiumsdiskussion beginnt um 19.30 Uhr unter der Frage „Braucht Demokratie Kultur oder braucht Kultur Demokratie?“. Vertreter/innen aus Kunst, Kultur und Theater sprechen über unabhängiges Kunstschaffen und demokratische Strukturen. Ab 21.30 Uhr spielt die Bremer Band „Die Behörde“. Kurzführungen beginnen um 21, 22.30 und 23.30 Uhr. Beim Fotografie-Angebot „Meine Stadt – mein Gefühl“ können Besucher/innen von 18.30 bis 21.30 Uhr eigene Stadtwahrnehmungen festhalten.
Ausstellung im Pulverturm
Der historische Pulverturm zeigt mit „Wreckage“ eine Soloausstellung der koreanischen Künstlerin Jane Jin Kaisen. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der Haenyeo, der Taucherinnen der südkoreanischen Insel Jeju, und ihre Verbindung zum Meer. Film, Gesang, Rezitation, Textilien und historisches Archivmaterial bilden die Installation.
Landesmuseum Natur und Mensch
Das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg zeigt die Ausstellung „Kristallmagie. Verborgener Zauber dunkler Turmaline“. Kurzführungen um 18.30, 20.30 und 22.30 Uhr widmen sich der Farbwelt und ihrer Entstehung im Inneren der dunklen Turmaline.
Eine Knochenschnitzerin zeigt von 18 bis 20 Uhr sowie von 21 bis 23 Uhr die traditionelle Verarbeitung von Knochen und Geweihen. Besucher/innen können von 18.30 bis 23 Uhr selbst Knochen und Geweihe bearbeiten und sich im Bogenschießen versuchen.
Künstlergruppe im Damm 46
Die Künstlergruppe Oldenburg ist im Gebäude Damm 46 zu Gast und zeigt in der Ausstellung „Gegenüberstellung“ Arbeiten von 15 Künstler/innen aus Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Mixed Media und Installation. Von 18 bis 23 Uhr können Gäste an einer Selfie-Station eine eigene „Gegenüberstellung“ inszenieren.
Hinzu kommen ein Schwarzlichtraum mit Schminkstation und ein Spiegelraum. Ausstellung und Aktionen sind nur über Treppen erreichbar.
Landesmuseum Kunst & Kultur
Für die Nacht der Museen öffnet das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg das Oldenburger Schloss. Beim Bücherflohmarkt im Foyer des Schlosssaals werden Kunstbände, Ausstellungskataloge und Sachbücher angeboten. Dirk Meyer interpretiert bei Lesungen um 19 und 20 Uhr im Empfangszimmer historische Speisekarten aus der Zeit der Oldenburger Großherzöge.
Im Schlossatelier können Besucher/innen von 18.30 bis 22 Uhr T-Shirts und mitgebrachte Textilien mit Bügelbildern und Textilfarbe bedrucken. Eine Selfie-Station steht in der Hanna Stirnemann Lounge. Die „Schlosstanzerey zu Oldenburg“ führt um 20 und 21 Uhr barocke Solo- und Gruppentänze auf. Historische Tänze können Interessierte um 20.30 und 21.30 Uhr auch selbst ausprobieren.
Livespeaker informieren um 19, 20 und 21 Uhr über Baugeschichte, frühere Nutzung und besondere Objekte des Schlosses. Im Marmorsaal gibt es von 18.30 bis 19.30 Uhr und von 20.30 bis 21.30 Uhr temporäre Tattoos mit Motiven aus der Sammlung. Eine Silent Disco beginnt um 22.30 Uhr im Schlosssaal.
Oldenburger Computer-Museum
Eine Zeitreise durch die Geschichte des Computerspiels und der Heimcomputer bietet das Oldenburger Computer-Museum. Neben den Dauerausstellungen zu Heimcomputern, Arcade-Automaten und Spielkonsolen der ersten sechs Generationen ist die Sonderausstellung „50 Jahre Apple – Vom Garagenprojekt zur globalen Kultmarke“ zu sehen.
Führungen beginnen um 20 und 22 Uhr. Eine Quiz-Rallye lädt dazu ein, das Museum auf eigene Faust zu erkunden.
Oldenburger Kunstverein
Der Oldenburger Kunstverein zeigt die Ausstellung „Zeiten Zeichen Zusammenhänge“ mit Arbeiten von 13 Künstler/innen, die den Kunstverein in den vergangenen 20 Jahren mit Einzelausstellungen geprägt haben. Die Werke aus Fotografie, Malerei, Zeichnung, Skulptur und Installation treten in einer neuen Konstellation miteinander in Dialog.
Kurzführungen und Gespräche beginnen um 18, 20 und 22 Uhr. Sie geben Einblicke in die Ausstellungen, künstlerischen Techniken und Hintergründe der beteiligten Kunstschaffenden.
Tickets und Eintritt
Tickets für die Museumsnacht sind an den Kassen der teilnehmenden Häuser erhältlich. Karten gibt es außerdem im Online-Ticketshop des Stadtmuseums und des Horst-Janssen-Museums. Das Einzelticket kostet 8 Euro, das Partnerticket für zwei Personen 10 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Schüler/innen, Studierende, OL-Pass-Inhaber/innen und Menschen mit Schwerbehindertenausweis haben freien Eintritt. Die Museen stellen zudem 50 Freikarten für die Oldenburger Kulturtafel bereit.
Nach mehreren Jahren mit kostenlosem Eintritt kostet die Nacht der Museen wieder Eintritt. Wegen der Corona-Pandemie sowie der mehrjährigen Schließ- und Umbauphase des Stadtmuseums war die Veranstaltung zuvor kostenfrei. Die Einnahmen sollen Personal- und Programmkosten mitfinanzieren.
Weitere Informationen und den Zeitplan gibt es unter www.nacht-der-museen-oldenburg.de.
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