Mehr junge Seehunde im niedersächsischen Wattenmeer gezählt

Mehr junge Seehunde im niedersächsischen Wattenmeer gezählt

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat bei den diesjährigen Seehund-Zählflügen im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer einen stabilen Jungtierbestand festgestellt. Das LAVES teilte mit, dass 2.395 junge Seehunde gezählt wurden, 60 mehr als im Vorjahr.

Insgesamt seien 7.957 Tiere zwischen Ems und Elbe gesichtet worden, knapp 450 weniger als 2025. Dies liege im Bereich normaler Schwankungen.

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Bei den Zählungen, die zwischen dem 9. Juni und dem 21. August an fünf Terminen stattfanden, konnten die Beobachter aus dem Flugzeug mehrere Seehundgeburten verfolgen. Die Tiere machten einen gesunden und vitalen Eindruck.

Untersuchungen von tot aufgefundenen oder eingeschläferten Seehunden in den LAVES-Instituten in Oldenburg und Braunschweig/Hannover ergaben keine Hinweise auf Viruserkrankungen wie Seehundstaupe oder Vogelgrippe. Allerdings wiesen viele Tiere Parasiten in Lunge und Darm auf, was bei Wildtieren zunächst nicht ungewöhnlich ist, aber im Blick behalten werden sollte.

Die Zählflüge waren Teil eines internationalen Monitorings, das seit 1990 auf Grundlage des Seehundschutzabkommens mit Dänemark und den Niederlanden läuft.

Das LAVES organisiert die Erfassung in Niedersachsen seit 2005. An den Flügen waren auch ehrenamtliche Jäger beteiligt. Das LAVES verwies auf die Staupe-Epidemien von 1988 und 2002, die den Seehundbestand damals drastisch reduziert hatten.

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