Über 4.500 Metallbeschäftigte streiken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Über 4.500 Metallbeschäftigte streiken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Mehr als 4.500 Metallbeschäftigte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt. Das teilte die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit.

Am zweiten Warnstreiktag eröffnete die Belegschaft von Thermo Electron LED in Osterode bereits um 2 Uhr den Protesttag. In Hannover, Braunschweig, Südniedersachsen und im Mansfelder Land protestierten Metallbeschäftigte gegen das Angebot der Arbeitgeber.

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Im Zentrum stand Hannover.

Auf dem Opernplatz versammelten sich rund 2.200 Beschäftigte zu einem zentralen Warnstreik. Hauptredner war Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Gröger sagte: „Die Beschäftigten bringen unmissverständlich zum Ausdruck, was sie vom Angebot der Arbeitgeber halten. Wer meint, die Belegschaften mit einer Einmalzahlung unter Vorbehalt ruhigstellen zu können, hat sich gründlich verrechnet.“

In Osterode zogen rund 250 Warnstreikende in einem Demonstrationszug zur Pillerkreuzung.

In Sachsen-Anhalt lag ein Schwerpunkt in Hettstedt, wo sich rund 350 Beschäftigte versammelten. In Braunschweig und Wolfenbüttel ruhte die Arbeit unter anderem bei der Braunschweiger Flammenfilter und MKN; auch bei Siemens Mobility wurde in der Fertigung zeitweise die Arbeit niedergelegt.

Insgesamt beteiligten sich rund 650 Beschäftigte an den Warnstreikaktionen in Braunschweig und Umgebung.

Auslöser der Proteste ist das Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Verhandlung. Für Juli 2027 ist eine Einmalzahlung vorgesehen, die Betriebe unter bestimmten Umständen streichen können.

Eine dauerhafte Erhöhung der Entgelte um 1,3 Prozent soll erst im Juli 2028 folgen, bei einer Laufzeit von 26 Monaten.

Gröger sagte: „Zwanzig Monate ohne dauerhaftes Plus: Das ist eine Minusrunde mit Ansage.“ Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung sowie eine soziale Komponente für die unteren Entgeltgruppen, eine Stärkung der Beschäftigungssicherung und eine tarifliche Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich starken Betrieben.

Für die kommenden Tage kündigte die Gewerkschaft weitere Warnstreiks an.

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