Zentralrat der Juden fordert von „Fridays for Future“ Umbenennung

Schülerprotest, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, fordert von Luisa Neubauer und der deutschen „Fridays for Future“-Organisation einen Kurswechsel. Grund sind Statements der internationalen „Fridays for Future“-Organisation, die teilweise als antisemitisch gesehen werden, sowie die Positionierung von Klimaaktivistin Greta Thunberg.

Der „Bild“ (Freitagausgabe) sagte Schuster: „Ich erwarte von Luisa Neubauer und Fridays for Future Deutschland eine wirkliche Abkoppelung, eine Namensänderung der Organisation und den Abbruch jeglicher Kontakte zu Fridays for Future International. Wenn Luisa Neubauer ihre Worte vom Brandenburger Tor ernst meint, wo sie sich entsetzt über den weltweiten Antisemitismus zeigte und auch die besondere Verantwortung Deutschlands für Israel betonte, dann muss sie sich endlich lossagen von dieser Organisation.“ Dabei dürfe es nicht bei „Worten oder fadenscheinigen Erklärungen, wie wenig man miteinander zu tun hätte“, bleiben. Schuster weiter: „Von Fridays for Future International erwartet man nichts anderes mehr, als krude Geschichtsverdrehung, Dämonisierung Israels und nun auch noch Verschwörungsideologie. Das gilt mittlerweile auch für Greta Thunberg.“

Anzeige

In ihrem Beitrag vom Mittwoch behauptet „Fridays for Future“-International, die Medien seien „von imperialistischen Regierungen finanziert, die hinter Israel stehen“. Die ermordeten Israelis werden mit keinem Wort erwähnt. Die getöteten Palästinenser werden als „Märtyrer“ bezeichnet.

Greta Thunberg hatte sich zuvor nach tagelangem Schweigen über den Mord an mehr als 1.400 Israelis mit Gaza solidarisiert. Auch von den Grünen kommt deutliche Kritik. Marcel Emmerich, Obmann der Grünen im Innenausschuss, sagte der „Bild“: „Fridays For Future fällt auf internationaler Ebene leider immer wieder mit krass antisemitischen Positionen auf. Der Post ist ein neuer Tiefpunkt, da er die brutalen Angriffe gegen Israel vollkommen ignoriert.“

Während der deutsche FFF-Ableger Antisemitismus verurteile, „verbreitet die internationale Bewegung übelste antisemitische Verschwörungstheorien gegen Medien, sodass einem nur schlecht werden kann“, so Emmerich. Marlene Schönberger, Berichterstatterin der Grünen-Fraktion für jüdisches Leben in Deutschland kritisiert die internationale „Fridays for Future“-Organisation: Es sei „schockierend, dass ausgerechnet die globale FFF-Bewegung solche klar antisemitischen Positionen bezieht. Das wird besonders deutlich, wenn von einer ‚zionistisch beeinflussten Medienwelt‘ gesprochen wird.“ Das seien „klassische Mythen antisemitischer Propaganda“.

Foto: Schülerprotest, über dts Nachrichtenagentur

Nachrichten aus Oldenburg
4. NovemberFahrbahnsanierung: Sperrungen an Nordstraße und Stedinger StraßeArtikel lesen4. November„Hallo Grünkohl“ in Oldenburg: Neues Maskottchen feiert PremiereArtikel lesenMeistgelesen2. NovemberJascha Rohr übernimmt: Was er in Oldenburg verändern willArtikel lesen
Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenBayerns Digitalminister bekam SMS von Aiwanger kurz vor dessen TodNachrichtenASB kritisiert fehlende Schutzräume und will HelfergleichstellungNachrichtenGKV und SoVD wollen gerechtere Lastenverteilung in der Pflege
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NachrichtenÖkonom sieht US-Wahlergebnis als Chance auf sinkenden ÖlpreisArtikel lesenNachrichtenLinnemann mahnt Stärkung der häuslichen Pflege anArtikel lesenNachrichtenFrei: Bürger müssen 2027 den Gürtel enger schnallenArtikel lesenNachrichtenPflegebevollmächtigte will Korrekturen bei geplanter PflegereformArtikel lesenNachrichtenPräsidentenwahl: Frei hält Aigner für „hervorragende Personalie“Artikel lesenSportCL: Man City schlägt RB Leipzig – BVB gewinnt gegen Betis SevillaArtikel lesenAnzeigeSchaufensterPaletten sicher umreifen: Was Betriebe in Oldenburg über Umreifungsband wissen solltenArtikel lesenAnzeigeSchaufensterDie Packliste fürs Ferienlager beginnt mit dem TagesprogrammArtikel lesen

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenWie sicher ist Oldenburg?UOdMVerkehrStadtverwaltung
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok