Verbraucherschützer bemängeln BaFin-Reform
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, hat den „Sieben-Punkte-Plan“ der Bundesregierung zur Reform der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Folge des Wirecard-Skandals bemängelt. „Eine BaFin-Reform ist nötig, die vorgestellten Pläne greifen aber zu kurz. Dass Finanzmärkte für viele Verbraucher nicht funktionieren, liegt zuerst an unzureichenden verbraucherschützenden Gesetzen“, sagte er am Dienstag.
Darauf aufbauend müsse die Aufsicht gestärkt werden. „Hier muss die Politik Farbe bekennen. Am Finanzmarkt muss es in erster Linie um die Bedürfnisse von Verbrauchern, gute Verträge und fairen Vertrieb gehen“, so der Verbraucherschützer.
Auch andere Skandale zeigten, „dass ein Mentalitätswandel überfällig ist, insbesondere bei der Politik“. Die Frage, wer die BaFin in Zukunft leitet, sollte mit Ruhe und Bedacht entschieden werden, so Müller. „Klar ist: Personell wie inhaltlich muss es darum gehen, die Aufsicht auf den eigentlichen öffentlichen Auftrag zurückzuführend. Finanzmärkte müssen für die Nutzer funktionieren.“
Wer die BaFin in Zukunft leiten wolle, müsse sich daran messen lassen, „ob der Markt für Verbraucher besser wird“.
Foto: Finanzministerium, über dts Nachrichtenagentur
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