Umweltministerin verteidigt UN-Abkommen zum Naturschutz

Bienen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hat das auf der Weltnaturkonferenz in Montreal beschlossene Abkommen zum Schutz von Arten und Biodiversität gegen Kritik von Umweltverbänden verteidigt. „Die Staatengemeinschaft hat es in enorm schwierigen Zeiten geschafft, einen Schutzschirm für unsere Natur aufzuspannen“, sagte sie dem „Spiegel“.

Und das „trotz einer geopolitisch enorm angespannten Situation“. Lemke gab zu bedenken, dass die Bedeutung von Biodiversität in der Gesellschaft noch nicht angekommen sei. „Biodiversität ist ein sperriger Begriff, und dass es nicht nur um Elefanten, um Bienen, Schneehasen oder Eidechsen geht, wissen viele nicht“, so Lemke. Sie fordert deswegen: „Wir müssen mehr über die elementaren Zusammenhänge reden, von denen auch unsere menschliche Existenz abhängt.“ Das neue Naturabkommen enthalte „sehr konkrete Zahlen“, so die Grünen-Politikerin: „zum Naturschutz, zum Subventionsabbau, zur Pestizidreduktion“. Das werde man jetzt in der EU und in Deutschland umsetzen. So investiere etwa Deutschland vier Milliarden Euro in den Naturschutz und wolle seine nationale Biodiversitätsstrategie überarbeiten. In dem Uno-Abkommen verpflichten sich die beteiligten Staaten dazu, mindestens 30 Prozent der Gebiete an Land und auf dem Meer bis 2030 unter Schutz zu stellen und den Pestizideinsatz zu halbieren. Zudem sollen weltweit umweltschädliche Subventionen in Höhe von 500 Milliarden Euro abgebaut werden. Die Ministerin lobte die Rolle der Chinesen, die die Konferenz leiteten. Wegen der No-Covid-Politik war der Umweltgipfel kurzfristig ins kanadische Montreal verlegt worden. „Die Chinesen haben sehr engagiert gearbeitet und auch Verhandlungsgeschick an den Tag gelegt, mehr, als etliche Beobachter anfangs befürchteten“, so Lemke.

Anzeige

Foto: Bienen, über dts Nachrichtenagentur

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenUniper lobt Richtung der EnergiepolitikNachrichtenGrüne kritisieren Untätigkeit bei Schutz der GeheimdiensteNachrichtenUniper will zentrale Einheit für Schutz kritischer Infrastruktur
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenIG Metall fordert VW-Chef zu Wiederherstellung von Vertrauen aufBremenPolizei Bremen nimmt sechs mutmaßliche Einbrecher in Bremen-Mitte festNiedersachsenVersuchter besonders schwerer Diebstahl am Geldautomaten in Bodenwerder – zwei Tatverdächtige festgenommenOldenburgBündnis ruft zu Demonstration gegen AfD aufNachrichtenInfratest: Linke in Berlin wieder vornNachrichtenUnions-Haushälter gegen weitere Entlastungen bei Einkommenssteuer

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026StadionneubauCäcilienbrücke
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok