Schätzung: Ukraine-Krieg und Sanktionen kosten 1,99 Billionen Euro

Hilfsgüter für Flüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

Basel (dts Nachrichtenagentur) – Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen gegen Russland kosten in vier Jahren schätzungsweise 1,99 Billionen Euro. Dies ergebe sich, wenn man zu den unmittelbaren Kriegskosten und den Zerstörungen in der Ukraine die Kosten für die Aufrüstung und die Kosten die Sanktionen gegen Russland addiere, sagte Alexander Dill vom Basel Institute of Commons and Economics.

Die russischen Kosten für den eigentlichen Militäreinsatz machen dabei mit schätzungsweise 20 Milliarden Euro in 2022 und je 10 Milliarden Euro in den Folgejahren die geringsten Kosten aus, werden doch alle Soldaten und Waffen in Rubel bezahlt – angesichts des aktuellen Wechselkurses also regelrecht zum Schnäppchenpreis. Für die EU könnte dagegen innerhalb vier Jahren mit 1,58 Billionen Euro der Löwenanteil anfallen. Die Mehrkosten für Energie mit 40 Milliarden Euro in 2022 und 120 Milliarden Euro für jedes der drei folgenden Jahre ist dabei der wichtigste Einzelposten, so die Schätzung des Instituts, das auch für den „World Social Capital Monitor“ der Vereinten Nationen zuständig ist. Die Zerstörung in der Ukraine und der anschließende Wiederaufbau wird dabei mit 300 Milliarden Euro in 2022 und 100 Milliarden Euro für jedes der Folgejahre kalkuliert.

Anzeige

Dill macht keinen Hehl daraus, dass EU und NATO seiner Ansicht nach die von ihm so genannten „Autonomiegebiete“ in der Ost-Ukraine mit der Forderung nach Wahlen unter OSZE-Aufsicht hätten anerkennen sollen. Auch die Waffenlieferungen an die Ukraine sowie die neuen Aufrüstungen in den europäischen Staaten erhöhten die Transaktionskosten des Ukraine-Krieges über Jahre hinweg – „ohne Aussicht auf einen politischen oder wirtschaftlichen Vorteil für die EU“, sagte der Soziologe.

Foto: Hilfsgüter für Flüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland, über dts Nachrichtenagentur

Nachrichten aus Oldenburg
6. NovemberMartinsmarkt an der Waldorfschule Oldenburg mit LaternenlaufArtikel lesen5. NovemberKibum: Über 2.000 Bücher und die Zukunft im BlickArtikel lesenMeistgelesen2. NovemberJascha Rohr übernimmt: Was er in Oldenburg verändern willArtikel lesen
Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenProduktion im September gestiegenNachrichtenIfo: Auftragsmangel bei Selbständigen hält anNachrichtenBericht: Fedor Rose wird Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenBrand in Nordenhamer Werkstatthalle verletzt eine Person leichtArtikel lesenNiedersachsenPedelec-Fahrerin bei Unfall in Westoverledingen lebensgefährlich verletztArtikel lesenNiedersachsenPedelecfahrerin bei Unfall in Aschendorf schwer verletztArtikel lesenNachrichtenDIW: Unions-Vorschlag zur Frührente benachteiligt Frauen massivArtikel lesenNachrichtenBrühl gesteht Probleme mit Lord-Voldemort-StimmeArtikel lesenNachrichtenKörner: Bundespräsidentenamt kein Ort für politische DealsArtikel lesenAnzeigeSchaufensterPaletten sicher umreifen: Was Betriebe in Oldenburg über Umreifungsband wissen solltenArtikel lesenAnzeigeSchaufensterDie Packliste fürs Ferienlager beginnt mit dem TagesprogrammArtikel lesen

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenWie sicher ist Oldenburg?UOdMVerkehrStadtverwaltung
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok