Röttgen: CDU-Chef muss nicht Kanzlerkandidat werden
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen sieht keinen zwingenden Zusammenhang des Parteivorsitzes mit einer Kanzlerkandidatur. „Ein guter CDU-Vorsitzender muss auch in der Lage sein, nicht selbst Kanzlerkandidat zu werden, wenn das unter den gegebenen Umständen die bessere Aufstellung für die Union ist“, sagte Röttgen der „Neuen Westfälischen“ (Donnerstagausgabe). „Es kommt darauf an, was das Beste für die Union ist.“
Eine schwarz-grüne Koalition nach der nächsten Bundestagswahl hält Röttgen unterdessen nicht für eine interessante Perspektive. „Wenn ich mich für eine bessere Klimapolitik ausspreche, dann ist das keine Wahlempfehlung für die Grünen.“ Im Gegenteil: Er wolle all jenen Wählern, die sich noch nicht sicher seien, ob sie CDU oder Grüne wählen, glaubwürdig vermitteln, dass man verstanden habe, dass Klimaschutz ein „schicksalhaftes Thema“ und fester Bestandteil der CDU-Programmatik sei, sagte Röttgen der Zeitung. Die CDU müsse die Auseinandersetzung mit den Grünen um die Mitte der Gesellschaft führen.
Foto: CDU-Logo, über dts Nachrichtenagentur
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