Pistorius kritisiert Ausschreitungen in Leipzig
Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts linksradikaler Ausschreitungen in Leipzig hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) deutlich gemacht, dass es „keinerlei legitime politische Rechtfertigung“ für solche Taten geben könne. „Das Ausmaß der Gewalt und die Zerstörung öffentlichen und privaten Eigentums in den vergangenen Tagen in Leipzig sind unfassbar und nicht hinnehmbar“, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Pistorius ist Sprecher der SPD-geführten Innenressorts der Länder und Sprecher des „Forums Innenpolitik“ der SPD.
Die Gewalttäter hätten sich schwerer Straftaten schuldig gemacht, so der Minister. „Die Polizei ist das erklärte Feindbild dieser sich selbst als politisch linksextrem verstehenden Szene“, sagte er. „Die Rücksichtslosigkeit und Gewaltbereitschaft, mit der hier teilweise vorgegangen wurde, ist menschenverachtend.“ Die Täter nähmen Verletzungen oder sogar den Tod von Polizeibeamten mindestens in Kauf. „Wieder wird offensichtlich, in welchem Ausmaß unsere Polizei zum Prellbock für gesellschaftliche Entwicklungen und sich verschärfende Polarisierungen wird – und das bei steigender Gewaltbereitschaft“, sagte der Sozialdemokrat. „Ich bin froh, dass offenbar nur wenige Polizisten durch Steine und andere Angriffe verletzt wurden, und wünsche allen Verletzten gute Besserung.“
Foto: Boris Pistorius, über dts Nachrichtenagentur
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