LSVD fordert nach CSD-Anschlag zehn Sofortmaßnahmen

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert vor der Sondersitzung des Innenausschusses die Umsetzung von Sofortmaßnahmen für mehr Sicherheit nach dem Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD).
„Die queere Community braucht jetzt Rückhalt durch die Politik und Solidarität“, sagte Alva Träbert aus dem Bundesvorstand des LSVD der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Mit den zehn Sofortmaßnahmen gegen queerfeindliche Gewalt habe man konkrete Vorschläge vorgelegt, was jetzt politisch zu tun sei. Viele dieser Maßnahmen und Empfehlungen lägen seit Jahren auf dem Tisch. Jetzt sei der Moment, sie konsequent umzusetzen. Dazu gehörten bessere Prävention, queersensible Sicherheitskonzepte sowie eine verlässliche Finanzierung von Beratungs- und Communitystrukturen.
Träbert fuhr fort: Man erwarte außerdem eine Debatte, die die Sicherheit queerer Menschen wirksam stärke, ohne verschiedene gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen. Diese Debatte müsse die Community explizit einbeziehen.
Am Dienstag tritt der Innenausschuss auf Antrag der Linken und Grünen zu einer Sondersitzung zusammen. Der Ausschuss wird sich mit dem Vorgehen der Sicherheitsbehörden vor dem Terroranschlag auf den CSD in Berlin befassen.
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