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Inflationsrate in Niedersachsen steigt auf 6,9 Prozent

Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Die Inflationsrate in Niedersachsen ist im März 2022 auf 6,9 Prozent gestiegen. Das teilte das Landesamt für Statistik am Mittwoch auf Basis vorläufiger Ergebnisse mit.

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Im Februar hatte die Inflationsrate noch bei 4,8 Prozent gelegen. Der Krieg in der Ukraine wirkte sich den Statistikern zufolge unmittelbar auf die Entwicklung der Preise aus. Deutliche Preisanstiege gab es in der Abteilung „Verkehr“ (+17,8 Prozent). Die Verbraucher mussten im Vergleich zum Vorjahresmonat für Kraftstoffe mehr ausgeben (+48,1 Prozent; darunter Superbenzin: +42,5 Prozent; Dieselkraftstoff: +64,5 Prozent).

Auch in der Abteilung „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ lagen die Preise mit 7,4 Prozent deutlich über denen des Vorjahresmonats. So erhöhten sich die Preise im Bereich Haushaltsenergie um 31,1 Prozent (darunter leichtes Heizöl: +156,7 Prozent; Erdgas: +23,6 Prozent). Die Preise für Strom stiegen im März 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,2 Prozent. Insgesamt kam es im März 2022 zu einem Anstieg der Energiepreise um 37,1 Prozent im Vergleich zum März 2021.

Die Inflationsrate hätte ohne die Berücksichtigung der Preise von Kraftstoffen und Haushaltsenergie bei 3,4 Prozent gelegen. Auch in der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (+6,7 Prozent) mussten die Verbraucher im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich tiefer in die Tasche greifen. Spürbar teurer wurden in dieser Abteilung unter anderem Speisefette und Speiseöle (+13,3 Prozent; darunter Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Ähnliches: +22,0 Prozent) sowie Gemüse (+15,5 Prozent; darunter Gurken: +47,2 Prozent), so die Statistiker. Neben dem Ukraine-Krieg wirkte sich im März auch weiterhin die erhöhte CO2-Bepreisung von 25 Euro auf 30 Euro pro Tonne ab 1. Januar 2022 auf die Entwicklung der Energiepreise aus.

Die Strom- und Gaspreisentwicklung dürfte außerdem auf die verstärkt zunehmenden Tarif- und Anbieterwechsel zurückzuführen sein. Die zum 1. Januar 2022 gesunkene EEG-Umlage von 6,5 Cent auf 3,7 Cent pro Kilowattstunde Strom konnte den Preisanstieg im Bereich Strom nur leicht abmildern. Zudem schlugen auch die Preiserhöhungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen sowie Lieferengpässe auf die gesamte Entwicklung der Verbraucherpreise durch. Insgesamt stieg das Niveau der Verbraucherpreise im März 2022 im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Prozent.

Foto: Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

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