Guterres ruft USA, China und EU zu KI-Gesprächen auf

Guterres ruft USA, China und EU zu KI-Gesprächen auf

Foto: via dts Nachrichtenagentur

UN-Generalsekretär António Guterres ruft mit Blick auf das KI-Wettrüsten die Supermächte USA, China und Europa zu einem Dialog über Künstliche Intelligenz auf.

Entscheidend sei, dass es unter den Ländern mit dem größten KI-Potenzial einen ernsthaften Dialog gebe – und das seien nicht nur China und die Vereinigten Staaten, auch Europa gehöre dazu, sagte Guterres dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. In diesem ernsthaften Dialog müssten alle begreifen, dass das Tempo der KI-Entwicklung angemessen gesteuert werden müsse und es eine Reihe von Leitplanken brauche, an die sich alle halten. Dass sich US-Finanzminister Scott Bessent gerade für ein Gespräch über KI-Sicherheit mit China offen zeigte, sei dabei ein gutes Zeichen.

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Guterres warnte vor einem ungebremsten KI-Ausbau: Eine Katastrophe wäre es, wenn Staaten – und vor allem Supermächte – glaubten, sie müssten so schnell wie möglich rennen, um die jeweils andere Supermacht zu besiegen, sagte der UN-Generalsekretär. Im Kalten Krieg sei nach der Kubakrise und anderen Zwischenfällen ein Dialog zwischen den USA und der Sowjetunion und schließlich sogar eine Abrüstung zustande gekommen. Ich glaube, wir brauchen dieselbe Art von Vertrauen zwischen den entscheidenden Staaten, so Guterres. Denn die Hauptverantwortung dafür, die Sicherheit von KI zu gewährleisten, liege bei den Regierungen – sie seien es, die das Leben und die Sicherheit ihrer Bürger schützen müssten.

Guterres hat seine Reden laut eigener Aussage noch nie mit Künstlicher Intelligenz erstellt. „Natürlich arbeite ich dabei immer mit meinem Team zusammen. Aber wir nutzen keine KI, um meine Reden vorzubereiten“, sagte Guterres.

Bei den Vereinten Nationen werde Künstliche Intelligenz zum Beispiel für Übersetzungen und in der Verwaltung der Organisation eingesetzt, so der UN-Generalsekretär. „Aber bei dem, was ich als Generalsekretär vermitteln will, soll der Mensch das Heft in der Hand behalten“, sagte er.

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