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Ex-BDA-Chef für Erleichterung von Kurzarbeit

Bauarbeiter, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) Dieter Hundt hält eine Erleichterung der Kurzarbeit für eine geeignete Maßnahme zur Entlastung der deutschen Industrie. „Wenn wir keine Zulieferteile mehr bekommen oder wenn die Abrufe deutlich zurückgehen, dann werden wir mit internen Maßnahmen reagieren“, sagte Hundt am Samstag dem Deutschlandfunk. „Ich denke dabei insbesondere an die Erleichterung der Kurzarbeit in eine Richtung, wie wir sie 2008, 2009 und 2010 im Zusammenhang mit der schlimmsten Finanz- und Währungskrise hatten.“

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In dieser Richtung sei „im Moment noch eine beträchtliche Zögerlichkeit zu beklagen“. Man habe nun mal ein „Hochlohnland“ und damit „außerordentlich hohe Arbeitskosten“. Damit werde man fertig, „aber beispielsweise die Energiekosten, die in Deutschland ebenfalls im internationalen europäischen Spitzenfeld oder nicht nur im Spitzenfeld sogar an der Spitze stehen, das sind einfach Belastungen, die können wir als Wirtschaft nicht kompensieren“, so der Unternehmer. Gleiches gelte für die „zunehmende und überbordende Bürokratie die uns alle belästigt“. Hier seien „grundsätzliche Maßnahmen, die jetzt gar nicht direkt mit Corona zu tun haben, dringend erforderlich“. Andere Länder bis hin zu Österreich führten derzeit Steuerreformen durch und entlasteten die Firmen, „das würde mit oder ohne Corona die internationale Wettbewerbsfähigkeit schon verbessern und mit Sicherheit auch für die Zukunft erhalten“, so Hundt.

Foto: Bauarbeiter, über dts Nachrichtenagentur

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