Dax startet kaum verändert – Index stabilisiert sich

Dax startet kaum verändert – Index stabilisiert sich

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der Dax ist am Donnerstag kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9.30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.835 Punkten berechnet und damit minimal unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze rangierten die Deutsche Telekom, die Münchener Rück und SAP, am Ende Daimler Truck, MTU und Scout24.

„Im Spannungsfeld zweistellig wachsender Firmengewinne und inflationsbedingter Renditeanstiege entsteht Reibung“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Dennoch blieben die Kursverluste überschaubar. „Der Anstieg der dreißigjährigen Renditen in Deutschland auf über 3,8 Prozent bringt den Markt nicht aus dem Takt. Anleger setzen vorläufig darauf, dass die Gewinnmitnahmen im Dax als Reaktion auf ein neues Rekordhoch im Großen und Ganzen vorüber sind.“

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„Anleger haben sich mit einer durch die gerade beendete Berichtssaison belegten Meinung arrangiert: Geopolitische Spannungen, Inflationsgefahren und steigende Energiepreise haben das zweistellige Gewinnwachstum der Unternehmen in den letzten drei Monaten nicht aus der Bahn geworfen und setzen darauf, dass sie es vermutlich auch jetzt nicht tun“, so Stanzl. Ob diese Zuversicht nun neue Käufer aufs Parkett locken werde, die als Schnäppchenjäger zu günstigeren Kursen den Einstieg wagen, müsse abgewartet werden.

Der Dax etabliere etwas, das nach einer höheren Handelsspanne aussehe, so der Analyst. „Diese liegt nun seit gut vier Wochen rund 800 Punkte höher als zuvor. Die Zone um 25.800 Punkte stellt als untere Begrenzung eine mögliche technische Unterstützung dar. Rutscht der Dax darunter, bestünde bis zur darunterliegenden Handelsspanne allerdings ein Abwärtsrisiko von gut 1.000 Punkten.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1609 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8614 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 94,55 US-Dollar; das waren 108 Cent oder 1,1 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

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