Bericht: Bund verzögert möglichen Verkauf von Mercedes-Werk an KNDS

Bericht: Bund verzögert möglichen Verkauf von Mercedes-Werk an KNDS

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Der mögliche Verkauf des Mercedes-Werks in Ludwigsfelde an den Rüstungskonzern KNDS verzögert sich – und könnte sogar scheitern. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Industriekreise. Grund ist eine milliardenschwere Bestellung von Panzerfahrzeugen, die in der Bundeswehrplanung unter dem Namen „Arminius“ läuft und bislang noch nicht erfolgt ist.

Den Informationen nach sind sich Mercedes und KNDS inhaltlich weitgehend einig: Mercedes wolle sich von seiner Van-Fabrik nahe Berlin trennen, der deutsch-französische Panzerbauer habe Interesse, die Fabrik zu übernehmen oder zumindest Teile der Produktionskapazitäten zu nutzen. KNDS mache den Deal jedoch von der „Arminius“-Großbestellung abhängig. Diese war eigentlich für Anfang 2026 erwartet worden, auch die Stückzahl steht weiterhin nicht fest. Bleiben die Aufträge hinter den Erwartungen zurück, könnte KNDS deutlich weniger Panzer bauen – und bräuchte die Mercedes-Kapazitäten nicht.

Anzeige

KNDS erklärte auf Anfrage, die Industrie habe ein Angebot für „Arminius“ abgegeben, um den erforderlichen Fähigkeitsbedarf der Bundeswehr bestmöglich abzudecken. Man befinde sich derzeit in konstruktiven Gesprächen mit dem Kunden, der über Zeitpläne und die Vergabe entscheide. Eine Sprecherin von Mercedes teilte mit, das Ziel sei es, eine zukunftsfähige Lösung für Ludwigsfelde zu entwickeln. Die Interessen der rund 1.800 Beschäftigten sollten dabei bestmöglich berücksichtigt werden.

Für Mercedes drängt die Zeit: Sollte KNDS das Werk mangels Aufträgen nicht kaufen, müsste sich der Autobauer um eine Alternative bemühen oder das Werk im schlimmsten Fall abwickeln. Intern gilt ein Verkauf als beste Lösung, weil damit die meisten Arbeitsplätze erhalten werden könnten. Das „Handelsblatt“ hatte bereits Ende Mai berichtet, dass Mercedes einen Verkauf des Werks in Erwägung zieht und KNDS daran Interesse zeigt.

Mehr aus diesem Ressort
NachrichtenKramp-Karrenbauer warnt CDU vor „Geiselhaft“ durch die AfDNachrichtenING will bei großen Bankfusionen in Europa als Käufer auftretenNachrichtenVerfassungsschutz warnt vor chinesischer Spionage an Hochschulen
StartseiteKommentieren
Weitere Artikel
NiedersachsenNiedersachsens Sozialminister Philippi kritisiert in Hannover das Maßnahmenpaket des Bundes zur PflegereformBremenWetterbericht für Niedersachsen/Bremen (28.09.2026)NachrichtenHausärzte-Chef warnt vor anonymen VideosprechstundenNachrichtenCDU droht SPD bei Links-Bündnis in Berlin mit „Reaktionen“NachrichtenHoppermann drängt SPD bei Rentenreform zur EileNachrichtenGrüne warnen vor steigenden Kosten durch Pflegereform

Anzeige

StellenmarktJobs in OldenburgAktuelle Stellenangebote aus Oldenburg und der Region.LokalesNachrichten aus OldenburgAlle Meldungen aus der Stadt auf einen Blick.Immer informiertWhatsApp-KanalDie wichtigsten Nachrichten direkt aufs Handy.MenschenOldenburger/in des MonatsJeden Monat ein besonderes Gesicht der Stadt.
Im FokusTopthemenKommunalwahl 2026UOdMVerkehrFilmfest
Social MediaFolge unsFacebookInstagramYouTubeTikTok