Theater

Staatstheater: „#Dilettant“ – Treffen der Jugendclubs

Der Jugendclub Bluebox des Staatstheater Mainz präsentiert die Inszenierung So jung kommen wir nicht mehr zusammen,

Der Jugendclub Bluebox des Staatstheater Mainz präsentiert die Inszenierung „So jung kommen wir nicht mehr zusammen“.
Foto: Martina Pipprich

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Oldenburg/red/pm – Das 24. Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern findet seit heute bis zum 19. Oktober am Oldenburgischen Staatstheater statt. Aus ganz Deutschland werden sechs ausgewählte Inszenierungen zu Gast sein, die die Bandbreite und Vielfalt der Jugendclubarbeit an deutschen Theatern widerspiegeln. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit einer Vielzahl von Workshops, Diskussionen und Gesprächen für Jugendliche.

Unter dem charmant-ironischen Motto „#Dilettant“ versammeln sich die Akteure des diesjährigen Bundestreffens der Theater-Jugendclubs in Oldenburg. Ein selbstbewusster Auftritt – sind sie doch Dilettanten im besten Sinne. Denn sie werden aus Liebe für eine Sache aktiv, wenn sie aus der Rolle des passiven Theaterzuschauers in die des Darstellers auf der Bühne wechseln. Mit viel Gewinn für alle Seiten: Die Jugendclubs der Theater, auch jene aus der freien Szene, bringen künstlerisch aufregende und ästhetisch bemerkenswerte Arbeiten hervor. Und zugleich bieten Theaterclubs den Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie sich ausprobieren und als kreative Menschen erfahren können. Der theaterpädagogische Wert für die Persönlichkeitsentwicklung und die Qualität der Ergebnisse sind also längst eine glückliche Verbindung eingegangen.
 
Über 200 Jugendliche und zahlreiche Kollegen von anderen Theatern kommen aus ganz Deutschland nach Oldenburg – um sich auszutauschen, sich gegenseitig anzuregen, voneinander zu lernen, leidenschaftlich zu diskutieren, Theater zu gucken und den Spaß an der Theaterarbeit miteinander zu teilen. Das Festival findet seit 1990 jährlich an einer anderen deutschen Bühne statt und ist ein Forum, die Jugendclubarbeit im Spiegel einer kritischen Öffentlichkeit zu reflektieren. Es möchte den Austausch zwischen Spielern und Spielleitern fördern, sowie eine lustvolle und kompetente Auseinandersetzung von Jugendlichen mit dem Theater unterstützen.

Viele Jugendclubs aus ganz Deutschland haben sich auch in diesem Jahr wieder beworben, eine Jury hat darunter sechs Produktionen ausgewählt, die die große Bandbreite der Clubarbeit an den Theatern widerspiegeln: 
Der Jugendclub Bluebox des Staatstheater Mainz präsentiert die Inszenierung So jung kommen wir nicht mehr zusammen, in dem sich Jugendliche in Form von selbst verfassten Texten und Songs mit dem Erwachsen- und Älter werden auseinandersetzen. 
In Warum das Kind in der Polenta kocht der Jungen Akteure des Theater Bremens geht es um das Leben eines jungen Mädchens in einer Artistenfamilie, das von sechs Darstellerinnen auf der Bühne erzählt wird. 
Die Bearbeitung des Stückes Punk Rock von Simon Stephens präsentieren M 8 Mit! von den Münchner Kammerspielen – der Name des Stückes ist hier Programm. 
Die Gruppe Teenpark vom Theaterhaus Jena wagt in 80 über Nacht einen Rollentausch: Sieben Jugendliche und sieben Senioren schlüpfen in das Leben des jeweils anderen. Die Gruppe Junges Ensemble Marabu vom Theater Marabu aus Bonn überträgt das Stück Leonce und Lena auf die heutigen Jugendlichen und beschreibt das Lebensgefühl einer überforderten Jugend. Forest Jump des K3-Jugendklub Hamburg schließlich ist ein kraftvolles Tanzstück, das aus der Auseinandersetzung mit verschiedenen HipHop-Tanzstilen entstand.
 
Das Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern wird in Kooperation mit dem Bundesverband Theaterpädagogik e.V. veranstaltet und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Deutschen Bühnenverein und der Stadt Oldenburg.

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