Kultur

Staatstheater: Leitungsteam bereit für Spielzeit 2026/27

Die laufende Spielzeit endet am 4. und 5. Juli mit der traditionellen Gala „Vorhang zu!“ im Großen Haus. Bereits jetzt ist die Vorfreude nicht zu übersehen beim Leitungsteam des Oldenburgischen Staatstheaters auf die kommende Spielzeit 2026/27.

Die laufende Spielzeit endet am 4. und 5. Juli mit der traditionellen Gala „Vorhang zu!“ im Großen Haus. Bereits jetzt ist die Vorfreude nicht zu übersehen beim Leitungsteam des Oldenburgischen Staatstheaters auf die kommende Spielzeit 2026/27.
Foto: Volker Schulze

Oldenburg (vs) Die aktuelle Spielzeit im Oldenburgischen Staatstheater läuft noch bis Anfang Juli und jetzt gab das Leitungsteam den Blick auf die nächste Saison frei. Mit dem kompakten Interviewformat durch Ramona Itzeck, Pressereferentin am Oldenburgischen Staatstheater, läuft die Vorstellung des Programms der kommenden Spielzeit 2026/27 flott über die Bühne. Flott ist auch der Spielplan, den Generalintendant Georg Heckel mit seinem Leitungsteam der sieben Sparten erarbeitet und zusammengestellt hat. Freundschaft, Familie, Liebe, Demokratie, Solidarität, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Humanismus und Feminismus sind nur einige Attribute, die das neue Programm umschreiben. Einen ersten Vorgeschmack auf das, was das Theaterpublikum erwartet, gibt es am 5. und 6. September im Großen Haus, wenn es traditionell heißt „Vorhang auf“.

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Von Brecht bis Künstliche Intelligenz

Eröffnet wird das dritte Jahr unter der Intendanz von Georg Heckel am 12. September im Schauspiel mit der Komödie „Sophia oder das Ende der Humanisten“ von Moritz Rinke im Kleinen Haus. Das Stück in der Regie von Łukas Ławicki setzt sich mit der Beziehung zwischen Menschen und künstlicher Intelligenz auseinander. Amüsieren kann sich das Publikum sicherlich auch, wenn sich für „Viel Lärm um nichts“ von William Shakespeare der Vorhang öffnet. Auch im weiteren Verlauf treffen klassische auf zeitgenössische Stoffe. Auf acht Wiederaufnahmen können sich die Theatergäste freuen.
Das Junge Staatstheater startet mit „Adresse unbekannt“ nach dem Roman von Susin Nielsen am 20. September in die noch frische Spielzeit. Das Familienstück zur Weihnachtszeit wird „Pünktchen und Anton“ von Erich Kästner in der Inszenierung der in Oldenburg bekannten und erfolgreichen Regisseurin Krystyn Tuschhoff. „Freundschaft und Gerechtigkeit sind hier die Themen“, sagt Spartenleiter Matthias Grön.

Staatstheater mit Sparte7 in der Stadt

Die Theatervermittlung unter der Leitung von Hanna Puka verbindet Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den jeweiligen Clubs und mit Angeboten wie dem „Stadt:Ensemble #4“, das „Endlich Wochenende!“ mit Menschen aus Oldenburg auf die Bühne bringt. Das Oldenburgische Staatstheater ist zudem Gastgeber des 35. Bundestreffens „Jugendclubs an Theatern“. „Female Voices* Smash the Script“ ist eine weitere Kooperation mit dem Niederdeutschen Theater. Niederdeutsches Schauspiel mit dem erfahrenen Amateurensemble gibt es mit „Wi sünd de Ne’en / Wir sind die Neuen“ und „De Gott vun’t Gemetzel / Der Gott des Gemetzels“. Die Kooperation mit dem Ohnsorg Theater aus Hamburg wird auch in der neuen Spielzeit mit einem Gastspiel fortgesetzt.

Zeitgenössisch und zugleich gesellschaftspolitisch sind ebenso die Themen, die von den Akteurinnen und Akteuren der Sparte7 unter der Leitung von Gesine Geppert und ihrem Team erarbeitet werden. „Solidarisch unterwegs zu gelebten Ideen der Demokratie“ heißt es bei „Fair-Ground #2“, der Fortsetzung des mobilen Programms „Sheroes“. An verschiedenen Orten in der Stadt und im Umland gibt es erneut Überraschendes, Amüsantes, Nachdenkliches und Diskutables. So werden auch die Geschichte und Zukunft von Grönland Thema eines Projektes sein.

Antoine Jully choreografiert „Der Nussknacker“

Überraschend wird es ebenso bei der Oldenburger BallettCompagnie unter dem Direktor und Chefchoreografen Antoine Jully. Drei choreografische Uraufführungen bekommen die Überschrift „Echos der Leidenschaft“, die am 27. September Premiere haben. Weihnachtlich ist der Ballettklassiker „Der Nussknacker“ mit der Musik von Tschaikowsky, der gemeinsam mit dem Oldenburgischen Staatsorchester aufgeführt wird. Im April kommenden Jahres steht das Staatstheater für zehn Tage komplett im Zeichen der 17. Internationalen Tanztage.

Mozart und Musical

Musik verschiedener Jahrhunderte erwartet die Theatergäste selbstverständlich ebenso in der Sparte Musiktheater. „La Forza del Destino“ von Verdi eröffnet den Musikreigen im Großen Haus. Per Videotelefonat aus Salzburg schaltete sich dazu der neue Chefdirigent Konzert, Leslie Suganandarajah, nach Oldenburg.
Nach dem erfolgreichen amerikanischen Musical „Next to Normal“, das bis Ende Juni nur noch dreimal zu sehen ist, kommt mit „The Sound of Music“ von Richard Rodgers ein weiteres US-Musical nach Oldenburg. „Die Zauberflöte“ und „Fidelio“ sind wie „Orfeo ed Euridice“ klassischere Themen. „Mit dem Orfeo zeigen wir, dass diese Oper auch für Häuser mittlerer Größe möglich ist“, so der Generalintendant. Besonders hervorgehoben wird von Georg Heckel das Musical „Ein wenig Farbe / All my colours“ von Rory Six, das die Familiengeschichte eines Transmenschen beinhaltet.

Der Vorverkauf für die Veranstaltungen der neuen Spielzeit beginnt am 16. Juni. Die ersten Vorstellungen finden ab 23. August statt. Das Spielzeitheft liegt im Theater aus und steht online zum Download bereit. Das komplette Programm sowie Karten gibt es unter www.staatstheater.de.

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