Theater

„Der Mann, der niemals weinte“

Der Mann, der niemals weinte wird im Oldenburger Theater Laboratorium aufgeführt.

Szene aus dem Stück „Der Mann, der niemals weinte“.
Foto: Theater Laboratorium

Oldenburg (zb) Das Versorgungsnetz Gesundheit und das DemenzNetz Oldenburg laden am Montag, 20. Februar, um 18.30 Uhr zur ersten gemeinsam Auftaktveranstaltung 2017 ins Theater Laboratorium an der Kleinen Straße 8 in Oldenburg ein. Dort wird nach einem Sektempfang und einer kurzen Begrüßung das Stück „Der Mann, der niemals weinte“ aufgeführt. Bei Getränken und kleinen Speisen soll der Abend anschließend im Laboratorium-Café ausklingen.

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„Wir haben das Theaterstück bewusst für unsere Auftaktveranstaltung ausgewählt, weil es sich dem Thema Demenz widmet“, sagt Petra Rothe, Vorsitzende des Versorgungsnetzes Gesundheit Oldenburg. „Auch wir möchten das Thema aus der Tabuzone holen, bieten mit dem DemenzNetz Oldenburg entsprechende Veranstaltungen an und sind auch für Fragen zum Thema Demenz regelmäßig erreichbar.“

Die Aufführung zeigt, vor welchen Problemen aber auch Herausforderungen jene Menschen stehen, die in irgendeiner Form mit Demenz konfrontiert sind. Sei es als Betroffener oder Pflegender. Das tragikomische Stück zeigt ganz neue Perspektiven und beschert den Zuschauern immer wieder wahre Glücksmomente mit Tiefgang.

Im Mittelpunkt steht der zwischen den Kriegen geborene Paul, der seine angstvolle und traumatische Kindheit ein Leben lang verdrängt hat und im Alter an Demenz erkrankt. Da kommen dann beispielsweise bei Gewitter fetzenhaft Erinnerungen an Bombenangriffe hoch, die ihm Angst einjagen und die ebenso schnell wieder vergessen sind. Und dennoch entwickelt Paul eine gewisse Leichtigkeit, sorgt mit seinen Äußerungen für eine wunderbare Heiterkeit und je mehr sein Sohn und seine Enkelin sich auf ihn einlassen, umso intensiver und fröhlicher wird ihre Beziehung. Wobei Sohn und Enkelin ihren Vater beziehungsweise Großvater neu entdecken und sich bereichert fühlen.

„Ein Stück, das Mut macht und uns zum Lachen bringt“, sagt Rita Wick, Sprecherin des DemenzNetzes Oldenburg. „Bei aller Tragik dieser Erkrankung wird in dem Stück gezeigt, dass es auch noch eine andere als die rationale Ebene im Leben gibt und sie uns einen Zugang zu den Erkrankten ermöglicht, den die meisten nicht kennen und erst noch lernen müssen.“

Wer dabei sein möchte, kann Karten für 35 Euro pro Person per E-Mail unter renate.gerdes@uni-oldenburg.de bestellen.

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