Kultur

Stadtmuseum: In Francksens Anzug schlüpfen

Der neue Kostümschrank für Besucherinnen und Besucher im Stadtmuseum Oldenburg.

Der neue Kostümschrank für Besucherinnen und Besucher im Stadtmuseum Oldenburg.
Foto: Stadt Oldenburg

Oldenburg (pm) Die Besucherinnen und Besucher in den historischen Villen des Oldenburger Stadtmuseums können ab sofort in die Zeit des Hausherrn Theodor Francksen schlüpfen: In einem neuen Kostümschrank stehen für Verkleidungen und Anproben verschiedene Kostüme zur Auswahl, die sich am Modestil der Jahrhundertwende orientieren.

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Sowohl Kinder als auch Erwachsene können die Kleidungsstücke anprobieren und damit in die Zeit des Museumsgründers eintauchen. Der Kostümschrank bietet beispielsweise gehobene Herren- und Damenkostüme mit Jackett, Weste und Hemd beziehungsweise Rock und Jacke mit den entsprechenden Hüten. Kinder haben die Auswahl zwischen einem eleganten Kleid mit Jäckchen oder einem schlichten Arbeiterkleid, im Angebot ist aber auch ein schickes Jackett mit Mütze. Außerdem gibt es traditionelle Dienstmädchenkleidung mit Haube. Die Kostüme stammen nicht aus Francksens ursprünglichem Kleiderschrank, sondern wurden von Kostümschneider Björn Hotes angefertigt, der unter anderem für das Oldenburgische Staatstheater arbeitet. Theodor Francksen und Helene Knoche, die für das Stadtmuseum und seine historischen Villen wesentlichen Personen, werden den Besucherinnen und Besuchern über kleine Informationshefte mit Fotografien näher gebracht.

Auch dieses Projekt ist somit eng mit den Planungen zum Neuen Stadtmuseum Oldenburg und der damit verbundenen Aufwertung der Villen verknüpft: Der Kostümschrank ist ein Beispiel für die partizipativen Erlebnisse, die Besucherinnen und Besuchern im Neuen Stadtmuseum angeboten werden sollen. Er zeigt auch beispielhaft die angedachte integrierte Vermittlung in den Villen. Diese Form der Vermittlung respektiert die herausragende Authentizität der historischen Villen und bietet Besucherinnen und Besuchern dennoch einen lebendigen Zugang zu ihrer Geschichte.

Ermöglicht wird der Kostümschrank durch die Förderung durch den Verein Lebendiges Museum unter Mitwirkung der Regionalen Stiftung der Landessparkasse zu Oldenburg.

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1 Kommentar

  1. W. Lorenzen-Pranger
    2. Dezember 2018 um 22.57 — Antworten

    Na, das ist doch mal was…
    Wenn ich also in einen fremden, oder einem einstmal einem Fremden gehörenden, Anzug – und sei es nur eine Nachbildung – schlüpfe, dann verstehe ich dessen kulturelle Bildung?
    Donnerwetter, für was doch alles Gelder nur so mal eben absolut sinnfrei verschleudert werden dürfen.
    Wann gedenkt man, diesen armen Irren, denen das eigefallen ist, den Laufpass zu geben? Hoffentllich SEHR, SEHR schnell!

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