Kultur

Staatstheater: „Peggy Packer“ erfreut Jung und Alt

Das Kindermusiktheater „Peggy Packer“ von Jesse Broekman mit Michel Brandt als Erzähler und Stefanie Bruggeling als Peggy ist derzeit im Spielraum des Oldenburgischen Staatstheaters zu sehen.

Das Kindermusiktheater „Peggy Packer“ von Jesse Broekman mit Michel Brandt als Erzähler und Stefanie Bruggeling als Peggy ist derzeit im Spielraum des Oldenburgischen Staatstheaters zu sehen.
Foto: Stephan Walzl

Oldenburg (vs) Wer Lust auf eine spannende, rasante, amüsante und zugleich liebevolle Abenteuerreise mit Musik und Gesang hat, ist derzeit im Spielraum des Oldenburgischen Staatstheaters bestens aufgehoben. Die Geschichte des Mädchens Peggy O’Hegarty und dem Erzähler Peter unterhält als deutschsprachige Erstaufführung in dem gleichnamigen Kindermusiktheater von Jesse Broekman von Anfang bis Ende. Jung und Alt sind begeistert von der kurzweiligen Inszenierung von Regisseur Maik Evers unter der musikalischen Leitung von Felix Schauren.

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Mit direkter Ansprache und Teilhabe des Publikums haben Peggy (Stefanie Bruggeling) und Peter (Michel Brandt) das Publikum sofort auf ihrer Seite und ziehen es in ihren Bann. Ihre ansteckende, lebendige Spielfreude, ihr Charme und Witz sowie der wunderbare Gesang der jungen Sängerin übertragen sich von Beginn an. Einen großen Anteil an der Freude beim Zuschauen und Zuhören hat auch das Musikensemble, das auf der offenen und clever gestalteten Spielfläche (Ausstattung: Tom Stellamanns) präsent ist und aktiv in das Spielgeschehen miteinbezogen wird. Cello, Klarinette, Schlagzeug und Harfe reichen, um diesem sehenswerten Kindermusiktheater einen hörenswerten Klangteppich auszubreiten. In das quirlige und auch gefühlvolle Miteinander der beiden Protagonisten wird das kleine Orchester auch spielerisch geschickt miteinbezogen.

Mezzosopranistin Stefanie Bruggeling überzeugt

Der Gesang der 1997 geborenen, niederländischen Mezzosopranistin und vielseitigen Künstlerin in der Welt der klassischen Musik, Stefanie Bruggeling, ist klar und fein. Mit ihrer einfühlsamen und warmen Stimme interpretiert sie eindrucksvoll den Charakter des aufgeweckten Mädchens zwischen Einsamkeit und Abenteuerlust. Michel Brandt ist der perfekte Spielpartner und überzeugt mit einer gekonnten Mischung aus Erzähler, Tolpatsch und Retter.

Kindermusiktheater mit Charme und Spannung

Der Text des Australiers Finegan Kruckemeyer (deutsch: Matthias Grön) und die Musik des Niederländers Jesse Broekman harmonieren perfekt, um die Geschichte des Mädchens zu erzählen, dessen Eltern ein Packunternehmen besitzen und plötzlich verschwunden sind. Als Peggy von einem Ausflug durch ihre verschneite Stadt nach Hause zurückkehrt, sind ihre Eltern nicht mehr da. Auf einem Zettel liest sie deren Botschaft, dass sie jetzt Arbeit auf einem Boot gefunden hätten. Der Grund ist, dass es eines Tages keine Arbeit mehr für die Firma gibt. Das Telefon stand still, niemand rief mehr an, um einen Auftrag zu vergeben. Peggy eilt kurzerhand zum Hafen, um das Boot und ihre Eltern zu finden. Schafft sie es noch rechtzeitig? Ganz allein auf sich gestellt, nimmt das durchaus auch gefährliche Abenteuer seinen Lauf. Und das Ende? Anschauen und mitfiebern.

„Peggy Packer“ ist für Menschen ab sieben Jahren geeignet. Vorstellungen gibt es noch vom 23. bis einschließlich 28. Februar 2026. Informationen und Karten sind unter www.staatstheater.de erhältlich.

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