Kultur

Charles-Bukowski-Gesellschaft tagt in Oldenburg

Pianistin Katja von der Heide und Schauspieler Ulf Goerges werden Bukowski-Texte rezitieren.

Pianistin Katja von der Heide und Schauspieler Ulf Goerges werden Bukowski-Texte rezitieren.
Foto: Charles-Bukowski-Gesellschaft

Oldenburg (pm) Die Charles-Bukowski-Gesellschaft tagt erstmals in ihrer über 20-jährigen Geschichte in Oldenburg. Auch diesmal reizt die literarische Gesellschaft mit unerhörten Beiträgen zum umstrittenen Autor. Am Samstag, 17. August, geht es ab 14 Uhr in der Mohrmann-Halle (Kulturhalle / bau_werk_halle), Pferdemarkt 8, unter anderem um die Rebellion und Sehnsucht in Bukowskis Werk und um die Frage, warum der Avantgarde-Autor in der amerikanischen Literaturgeschichtsschreibung so wenig Ansehen genießt. Zwei weitere Vorträge begeben sich auf die Spuren Bukowskis in Uruguay und Argentinien sowie in Los Angeles. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

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Auf Einladung der Charles-Bukowski-Gesellschaft findet am Samstagabend in der Mohrmann-Halle um 19 Uhr zudem eine szenische Lesung statt. Der Oldenburger Schauspieler und Regisseur Ulf Goerges wird Bukowski-Texte rezitieren, im fliegenden Wechsel wird Katja von der Heide dazu am Klavier Stücke von Chopin bis Hisaishi spielen. Der Eintritt für die Abendveranstaltung beträgt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro, Karten im Vorverkauf gibt es im Ladengeschäft „Buddel Jungs“ am Julius-Mosen-Platz in Oldenburg und an der Abendkasse.

Schon zuvor zeigt die Bukowski-Gesellschaft am Mittwoch, 14. August, und Donnerstag, 15. August, jeweils um 19 Uhr in der Mohrmann-Halle die filmische Dokumentation der Lesung, die Charles Bukowski 1978 in Hamburg gegeben hat. Dieses einzigartige Dokument des Filmemachers Thomas Schmidt, das die gesamte Länge der Hamburger Lesung im Originalton zeigt, besitzt in dieser Form exklusiv tatsächlich nur die Bukowski-Gesellschaft. Der Eintritt zu den Filmvorführungen sind frei, Spenden sind willkommen.

Die Charles-Bukowski-Gesellschaft

Die Charles-Bukowski-Gesellschaft ist weltweit die einzige literarische Gesellschaft, die sich der Erforschung dieses Autors widmet. Die 1996 gegründete Gesellschaft, ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein, unterhält Beziehungen zu allen international relevanten Forschern auf dem Gebiet, ebenso wie zu noch lebenden Verwandten und Freunden des Autors. Charles Bukowski schockierte seit den 1960er Jahren die Literaturwelt mit seinem direkten, ungeschönten Sprachstil und Inhalten, die sich vor allem den Randexistenzen der Gesellschaft widmeten. Lange galt seine verbale Brutalität als erstrebenswert-„ehrlich“, während heute die fast unbekümmerte „politische Unkorrektheit“ wieder zu provozieren vermag.

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1 Kommentar

  1. Joe Roxy
    30. Juli 2019 um 22.57

    Bukowski… und kein Ende in Sicht! So wollen wir es!!! In Sachen Stil m8 ihm so schnell keiner was vor. Carl Weissner muß genauso gefeiert werden; ohne ihn wäre Hank als 1/2es Hemd in die Geschichte eingegangen. Weissner war ein Phänomen!! VG Joe R.