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Internationaler Museumstag in Oldenburg

Die Museen in Oldenburg beteiligen sich am 17. Mai am Internationalen Museumstag. Der steht 2015 unter dem Motto Museen, Gesellschaft, Zukunft.

Die Museen in Oldenburg beteiligen sich am 17. Mai am Internationalen Museumstag. Der steht 2015 unter dem Motto „Museen, Gesellschaft, Zukunft“.
Foto: privat

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LzO Vorsorge

Oldenburg (zb) – Die Museen in Oldenburg und der Kunstverein beteiligen sich am 17. Mai am Internationalen Museumstag. Der steht in diesem Jahr unter dem Motto „Museen, Gesellschaft, Zukunft“. Besucher haben Gelegenheit, sich nicht nur kostenfrei in den Museen umzugucken sondern sie können auch einen Blick hinter die Kulissen werfen und an zahlreichen Führungen und Mitmachaktionen teilnehmen. Die Angebote richten sich an alle Altersklassen.

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Dort steht die Ausstellung „Martin Luther und die Welt der Bilder“ im Mittelpunkt der Führung „Bilderwelten der Reformationszeit“ um 11 Uhr im Schloss. Ein Rundgang durch das Schloss um 14 Uhr sowie die Führung „Die Skulpturen und Plastiken der Sammlung“ um 15 Uhr im Prinzenpalais rücken die reichen Bestände des Landesmuseums in den Fokus.

Im Workshop „Watt-Impressionen“ wird jungen Besuchern gezeigt, wie sie ohne Kamera Fotografien selber machen können. Auf mit Eisensalzlösung behandeltes Papier werden Muscheln, Wattfundstücke und Netze gelegt, woraus sich mit Hilfe der Sonneneinstrahlung in wenigen Minuten Meeresfotos entwickeln. „Als das Schloss noch eine düstre Burg war …“ lautet der Titel einer Familienführung für Kinder ab 5 Jahren und ihre Eltern um 14 Uhr und 15.30 Uhr im Schloss. Hier erfahren die Besucher, wie Graf Anton Günther seine Burg zu einem bequemen Wohnschloss umwandelte.

Beim Spiel „Wie aus dem Burggraben geangelt“ von 14 bis 17 Uhr können Kostbarkeiten und Alltagsgegenstände aus der Vergangenheit und Schätze gefischt werden, die das Bild unserer Zeit zukünftig prägen. Bei gutem Wetter startet von 14 bis 17 Uhr die Aktion „Wer wird Schützenkönigin oder -könig?“. Dabei kann mit einer Armbrust auf Dosen geschossen werden. Zudem können Kinder von 7 bis 12 Jahren an der „Grafen- und Grabenrallye“ mit Fragen rund um das Schloss teilnehmen. Der Gewinner erhält einen Überraschungspreis.

Das Landesmuseum Natur und Mensch am Damm ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet und rückt ab 10.30 mit einer Forscherwerkstatt und einer Zeitreise durch Geschichte und Zukunft des Sammelns Kernaufgaben des Museums in den Fokus des Programms. Die Forscherwerkstatt ermöglicht einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten in der Naturkunde. Unter Anleitung können Pflanzen seziert, Schmetterlinge bestimmt oder Tierfelle untersucht werden. Ab 11 Uhr stellen Wissenschaftler des Hauses in einer „Zeitreise zur Geschichte und Zukunft des Sammelns“ ausgewählte Objekte aus den Bereichen Botanik, Zoologie und Ethnologie vor. Die Kurzpräsentationen finden stündlich statt.

Beim Gedankenspiel „LMNM.2050“ sind die Meinungen der Besucher zur Museumszukunft gefragt. Wer sich an den Voraussagen zur Zukunft des Landesmuseums Natur und Mensch beteiligt, kann per Losverfahren eine von zehn Familienjahreskarten gewinnen. Außerdem können alle Ausstellungen im Haus besichtigt werden.

Das Horst-Janssen-Museum und das Stadtmuseum Oldenburg, geöffnet von 10 bis 18 Uhr, und das Edith-Russ-Haus für Medienkunst, geöffnet von 11 bis 18 Uhr, laden bei freiem Eintritt in ihre Ausstellungen ein und bieten zahlreiche Führungen an. Das Horst-Janssen-Museum zeigt die Sonderausstellung „Salvador Dalí – Illustrator. Der geniale Spanier und die Weltliteratur“. Dabei handelt es sich um Druckgrafiken.

Im Stadtmuseum stehen die stadtgeschichtliche Sammlung sowie die Gründerzeitvillen des Museumsgründers Theodor Francksen im Mittelpunkt. Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst zeigt die Doppelausstellung „Repairing the City“ der Künstler Nevin Aladağ und Leopold Kessler. Alle Häuser bieten Führungen durch die Ausstellungen an.

Im Rahmen der Aktion „Von Helden“ von 10 bis 17 Uhr lernen Kinder die Geschichte von „Don Quijote“ kennen, der gegen Windmühlen kämpfte. Mit Tintenklecksen, Stiften und anderen Materialien malen sie ihre eigene Geschichte und entscheiden selbst, gegen wen ihr Held kämpfen soll. Außerdem gibt es um 14 Uhr eine Kinderführung durch die Villen des Stadtmuseums.

Der Oldenburger Kunstverein (OKV) am Damm lädt um 15 Uhr zu einem Kunstgespräch mit dem Kunstkritiker Jürgen Weichardt ein. Außerdem finden um 13 und 17 Uhr Kurzführungen durch die Ausstellung von Robert Elfgen „hören was zu sehen“ statt.

Weitere Infos gibt es unter www.museumstag.de. Dort kann der jeweilige Ort eingegeben werden, um die einzelnen Museumsprogramme einzusehen.

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