Nachrichten

EVP sieht in Temu-Zöllen mögliche Einnahmequellen für die EU

via dts Nachrichtenagentur

EVP-Chef Weber (CSU) glaubt, dass sich die Einnahmen der EU unter anderem dadurch erhöhen ließen, dass man auf chinesische Billigprodukte Zölle erhebt.

„Wenn ich bei uns in Bayern in die Paketautos schaue, dann sehe ich da immer Dutzende der orangenen Pakete von Temu“, sagte Weber der Mediengruppe Bayern. „Chinesische Billigprodukte landen massenhaft auf dem EU-Markt. Über vier Milliarden Pakete im letzten Jahr. Mit Produkten von minderer Qualität.“

„Wenn wir uns jetzt vorstellen, dass die EU auf jedes dieser Pakete zwei, drei oder vier Euro Zölle erheben – eine Art Ramsch-Abgabe also. Da käme eine ordentliche Summe für den EU-Haushalt zusammen. Auch würde weniger bestellt.“ Weber weiter: „Ich bin mir sicher, da atmen viele Einzelhändler in den bayrischen Innenstädten auf.“

Anzeige

dts Nachrichtenagentur

Foto: via dts Nachrichtenagentur

Vorheriger Artikel

Caritas: Gelungene Sozialreformen gut für Vertrauen in Demokratie

Nächster Artikel

Hoppenstedt stellt Unterstützung für Brosius-Gersdorf infrage

4 Kommentare

  1. Eckert Monika
    15. Juli 2025 um 6.34 — Antworten

    Von wegen billige Ramschware Temu kann sich mit manchen deutschen Firmen die natürlich auch in Asien produzieren lassen ,messen. Unsere Kaufhäuser sind doch nicht mehr auf dem laufenden,was Mode anbelangt.Temu Sachen haben Pfiff und Pepp sind was besonderes.vor allem auch für ältere Leute6

  2. W. Lorenzen-Pranger
    15. Juli 2025 um 9.34 — Antworten

    Daß Herr Weber hier irrt ist offensichtlich. Er sollte sich so ehrlich machen zu sagen, daß die Politik keine chinesischen Produkte, vom Auto über die Solarzelle bis zum Schraubbit will. Ich habe bevor ich temu und Co. Kannte, Produkte gekauft, die später dann dort wiedererkannte – für einen Bruchteil des Preises, den ich bei deutschen Händlern bezahlte – und darum gehts doch, um „heimische“ Händler, die mit genau dem Produkt aber mal richtig abzocken.

  3. W. Lorenzen-Pranger
    15. Juli 2025 um 13.36 — Antworten

    Ich hatte bereits geantwortet, wurde aber nicht veröffentlicht.
    Ich habe, bevor ich von Temu wußte, Werkzeuge gekauft, die, genau die, bei Temu dann einen Bruchteil dessen, das ich gezahlt habe, kosten sollten. Ob Auto oder Schraubbit, die EU bevorzugt Abzocker „vor Ort“ – zu Lasten der Verbraucher, versteht sich.

    • Markus
      16. Juli 2025 um 12.53 — Antworten

      Hier nicht anders, allerdings gab es Temu da noch nicht. Ich kaufe gerne bei Aliexpress, weil ich die Teile, die ich brauche, hierzulande gar nicht bekommen kann oder weil die exakt gleichen Teile hier zu Wucherpreisen angeboten werden, obwohl sie mit 100%iger Sicherheit ebenfalls billig aus China importiert sind.
      Kleines Beispiel? Ich brauchte vor einigen Jahren einige Gleichspannungswandler der Leistungsklasse 250-300VA. Bei Aliexpress ein Modul gefunden: 25€ incl. Versand. Ein fairer Preis für so ein kleines Modul, denn so ein Wandler ist kein Hexenwerk, sondern Massenware. Das EXAKT (!) gleiche Modul, nur noch garniert mit einem zusätzlichen Aufkleber des Verkäufers, sollte hier in Deutschland satte 300€ kosten. Plus Versand.
      Etwas (!) Mehrkosten bin ich gerne bereit zu zahlen, aber hier machte sich jemand die Taschen voll. So nicht.
      By the way: von diesen „gefährlichen Billigteilen“ ist noch kein einziger ausgefallen, trotz teilweisem Dauerbetrieb unter hoher Last.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.