Polizei warnt vor Betrug mit E-SIMs

Foto: via dts Nachrichtenagentur
Unbekannte Täter/innen haben in Oldenburg mehrere Mobilfunkkund/innen mit gefälschten SMS getäuscht. In jüngster Zeit gingen dazu mehrere Anzeigen bei der Polizei ein. Die Nachrichten wirkten wie Mitteilungen des jeweiligen Mobilfunkanbieters und forderten zur Bestätigung von Kundendaten auf. Mit den Daten aktivierten die Betrüger/innen E-SIMs für fremde Mobilfunkverträge. Anschließend buchten sie kostenpflichtige Dienste von Drittanbietern.
Wie geht das?
Eine E-SIM ist eine digitale SIM-Karte, die ohne klassische SIM-Karte im Mobiltelefon funktioniert. Durch die Aktivierung konnten die Täter/innen den jeweiligen Vertrag für weitere Buchungen nutzen. In einzelnen Fällen summierten sich die dadurch entstandenen Rechnungen auf vierstellige Beträge. Einige Forderungen konnten nach Rücksprache mit den Mobilfunkanbietern wieder storniert werden.
Polizei nennt Schutzmaßnahmen
Die Polizei rät dazu, unerwartete SMS und darin enthaltene Links kritisch zu prüfen. Zugangsdaten und Bestätigungscodes sollten nicht weitergegeben werden. Zusätzlichen Schutz können eine Zwei-Faktor-Authentifizierung und eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter bieten.
Betroffene sollten bei unbekannten Abbuchungen oder nach einer Reaktion auf eine verdächtige Nachricht sofort ihren Mobilfunkanbieter kontaktieren. Außerdem empfiehlt die Polizei, das Kundenkonto zu sichern und Anzeige zu erstatten.
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