Wirtschaft

Weser-Ems bereitet sich auf EU-Fördermittel vor

Zwei Milliarden Euro EU-Fördermittel stehen für ganz Niedersachsen in der Förderperiode 2014 bis 2020 zur Verfügung. Das sind 700 Millionen Euro weniger als in der vorherigen Förderperiode. Gerade deswegen müsse sich Weser-Ems sehr gut aufstellen, um Mittel für Projekte zu bekommen sagt Franz Josef Sickelmann.

Regionalbeauftragter Franz Josef Sickelmann.
Foto: zb

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Oldenburg (zb) – Zwei Milliarden Euro EU-Fördermittel stehen für ganz Niedersachsen in der Förderperiode 2014 bis 2020 zur Verfügung. Das sind 700 Millionen Euro weniger als in der vorherigen Förderperiode. Gerade deswegen müsse sich Weser-Ems sehr gut aufstellen, um Mittel für Projekte aus den Bereichen Innovation, Forschung und Entwicklung sowie CO2-Reduzierung zu bekommen, erklärte Franz Josef Sickelmann, Regionalbeauftragter der niedersächsischen Landesregierung für Weser-Ems, gestern in Oldenburg.

Rund 200 Vertreter von Kommunen, Kammern und Wohlfahrtsverbänden sowie Abgeordnete informierte er gestern im ehemaligen Landtag in Oldenburg über die künftigen Handlungsstrategien und Entwicklungsziele in Weser-Ems, um die Stärken der Region gezielt zu nutzen und Lösungen für die regionsspezifischen Herausforderungen zu erarbeiten.

Konkret geht es um drei Bereiche, die für Weser-Ems besonders wichtig sind: Bioökonomie, maritime Wirtschaft und Energie. Laut Sickelmann handele es sich um drei Schwerpunkte, deren Zukunft gesichert werden müsse. Als Beispiel nannte er für den Agrarsektor die Nitratbelastung durch die Landwirtschaft, wodurch bereits ein Imageproblem entstanden sei. Die Veränderung von Flüssen wie Weser und Ems stünden beispielhaft für den maritimen, die Konsequenzen aus dem EEG, die in unserer Region zu Verwerfungen geführt hätten, für den Energiebereich.

Im Blick sind kleine und mittlere Betriebe, die einerseits äußerst bedeutsam für die Wirtschaftskraft in Weser-Ems sind, andererseits sich keine eigenen Forschungsabteilungen leisten können, dennoch auf technische Innovationen angewiesen sind, um wettbewerbsfähig und somit Arbeitgeber zu sein. Sie können – allerdings nur in Kooperation mit anderen Akteuren wie beispielsweise einer Hochschule – entsprechende Anträge auf EU-Gelder stellen und würden damit einen Beitrag zur Zukunftssicherung leisten.

„Konkret geht es um die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren und anwendungsorientierte Forschung, mit dem Ziel, Probleme aus eigener Anstrengung in den Griff zu bekommen zum Wohle der Region“, fasst Sickelmann zusammen. „Die gemeinsam entwickelten regionalen Handlungsstrategien wollen wir zukünftig nutzen, um u. a. Fördermittel effektiver einzusetzen und um über einen strategischen Rahmen zu verfügen, der Orientierung bei der Entscheidung über regional bedeutsame Projekte und Maßnahmen bietet.“

Wie viel Geld von den zwei Milliarden Euro in den flächen- und einwohnermäßig größten niedersächsischen Bezirk Weser-Ems fließen, ist unklar. „Die Region ist nicht nur gut aufgestellt sondern zudem sehr gut vernetzt“, betont Sickelmann, der bezüglich der Fördermittel zuversichtlich für Weser-Ems ist. Denn bei der Mittelbewilligung zählen primär Qualität, geeignete Kooperationspartner und die Fähigkeit, die Idee umzusetzen. Da habe Weser-Ems bereits in der Vergangenheit Stärke bewiesen. Wer jetzt gute Ideen habe, solle sich melden, um daraus einen qualifizierten Antrag zu entwickeln, bei dem die Regionalbehörde Unterstützung leistet.

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1 Kommentar

  1. Andreas Schilling
    17. November 2014 um 9.11

    Zwei Milliarden Euro EU-Fördermittel stehen für ganz Niedersachsen in der Förderperiode 2014 bis 2020. Mehr als genug Geld, sofern weiter zielgrichtet in Gründer und Klein-Unternehmen investiert wird. Zu begrüssen wäre auch mal die Dokumentationsanforderungen so zu senken, dass nicht ein extra Mitarbeiter damit betraut werden muss. Ebenso die Vermarktung der Programme beim Mittelstand und die Einfürhung eines Förderlotsen, der den potentiellen Empfängern alles erklärt, vergleichbar dem BAFA Energieberater!